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NFL

NFL: Week 1 Overreaction: "Kein Le'Veon Bell? Kein Problem für Pittsburgh"

Le'Veon Bell bleibt den Steelers weiterhin fern.
© getty

These 3: Der Garoppolo-Hype ist vorbei - die Niners sind ein 8-8-Team!

Adrian Franke (SPOX): Natürlich war die Aufgabe zum Saisonstart in Minnesota gegen eine Defense, die jetzt über Jahre zusammengewachsen ist und mindestens in die ligaweite Top-3 gehört, äußerst undankbar. Aber ein bisschen ging von der Garoppolo-Euphoriewelle schon weg, für mich insbesondere durch zwei Auffälligkeiten: Er hatte das ganze Spiel Probleme mit zu hohen Pässen, die Thematik hatte ihn schon über den Sommer im Training Camp begleitet. Und er hatte einige offensichtliche falsche Reads, vor und nach dem Snap. Das führte dazu, dass die Blitze der Vikings noch effizienter wurden und es führte zu unter anderem der hässlichen Interception in Coverage spät im Spiel. Das sind Dinge, die Garoppolo reparieren muss. Traue ich ihm das zu? Absolut! Aber die Niners sind in puncto Gesamt-Talent sicher noch nicht in der Liga-Spitze, der McKinnon-Ausfall tut in diesem Scheme extrem weh und die vielleicht größte Frage ist und bleibt der Edge-Rush; eine Problematik, die San Francisco wohl die ganze Saison über mit sich trägt. 8-8 ist für mich absolut realistisch, und dann sprechen wir vielleicht eher nächstes Jahr von einem Playoff-Team in der Bay.

Marko Markovic (Two Point Conversation): Da gehe ich mit, Adrian - die 49ers waren im Grunde immer schon ein 8-8 Team, dass sich in einem Sommer-Hype an Narrativen hochreden hat lassen. Insofern ist das Spiel gegen die Vikings der zu erwartende Reality-Check. Aber um es nicht überzubewerten, und die Hoffnung auf eine Playoff-Chance zu wahren, kann man sagen: Ohne Marquise Goodwin und gegen eine Top-Defense sieht jede Offense schnell mal schal aus. Und die Defense hielt sich formidabel ohne Reuben Foster, dafür mit dem einen oder anderen Lebenszeichen von Überraschungs-Rookie Fred Warner. Spannend wird hier im Auge zu behalten: Warum hat Cassius Marsh mehr Snaps bekommen als Solomon Thomas? Ob die Niners mehr als 8-8 sind, wird sich auch auf der defensiven Seite entscheiden.

Daniel Hofmann (brownsfans.de): 261 Passing-Yards, ein Touchdown-Pass und nur 15 von 33 angebrachten Passversuchen sind sicherlich keine herausragenden Werte. Allerdings gebe ich nochmal zu bedenken, dass man in Week 1 bei den Vikings zu Gast war, die eine der besten Verteidigungen der NFL auf den Platz bringen und nicht umsonst für viele ein ganz heißer Kandidat für den Super Bowl sind. Daher gilt es, die kommenden Wochen abzuwarten, um von dem Team der 49ers einen besseren Eindruck zu bekommen. Ganz sicher ist wohl aber schon jetzt, dass man nicht zu den absoluten Favoriten zählen wird. Zumal man mit den Rams eines der hochgehandelten Teams in dieser Saison in der eigenen Division zu bespielen hat. Die anderen Duelle in der Division gegen Cardinals und Seahawks sind sicherlich nicht so anspruchsvoll, aber werden auch keine Selbstläufer. Am Ende wird es wohl genau auf diese Duelle ankommen, um einen Gradmesser zu bekommen, wo dieses Team genau landen wird. Die Playoffs sind durchaus möglich.

mySPOX-User Butfumlbe93 (Stats): So ziemlich die gleiche Ausgangslage wie bei der Saints-Defense in meinen Augen. Garoppolo war nie so gut, wie es der Hype um ihn verlauten ließ, dafür hatte er 2017 zu großes Interception-Glück. Und dennoch wird er nicht jedes Spiel drei Picks werfen. Auswärts in Minnesota, es gibt sicher einfachere Aufgaben für Quarterbacks, spielten die 49ers mit einem gelernten Tackle als Right Guard, da sich sowohl Starter und Backup dort im Spiel verletzt hatten und mit Marquise Goodwin verpasste auch noch der beste Receiver angeschlagen einen Großteil der Partie. Ich sehe weiterhin Garoppolo als ein guten Fit in Shanahans System, die Niners werden auch wieder deutlich bessere Tage von ihrem Franchise-Quarterback sehen. Der unbesiegbare Messias war er aber nie.

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