NFL

Bissige Panthers, hungrige Raiders

Die Oakland Raiders um Receiver Michael Crabtree könnten endlich in die Playoffs zurückkehren
© getty
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16. New Orleans Saints (4-4)

(Titans, @Redskins, @Texans, Panthers)

Drew Brees hat seine Verletzungsprobleme aus dem ersten Saisondrittel überwunden - jeder Saints-Fan, der daran noch Zweifel hatte, kann spätestens nach dem Wahnsinn vom Sonntag gegen die Giants wieder beruhigt schlafen. Die Saints, nach den ersten drei Spielen noch für viele ein Kandidat für einen Top-3-Draft-Pick, zeigen Leben und Kampfgeist - um das zu unterstützen würde es jetzt helfen, wenn Defensive Coordinator Rob Ryan seine Passing Defense in den Griff bekommen würde. 8,4 Yards pro Passversuch, 20 Touchdowns und das bei nur vier Interceptions? Nooot good. Trotzdem sind drei Siege in den kommenden drei Spielen zweifellos drin, so lange Brees, Überraschungsreceiver Willie Snead und Co. die Schlagzahl aufrecht erhalten können. Plötzlich könnte New Orleans mit einer 7-4-Bilanz in das Duell mit den Panthers gehen.

15. Philadelphia Eagles (3-4)

(@Cowboys, Dolphins, Buccaneers, @Lions)

Das anstehende Sunday-Night-Game zwischen Philly und den Cowboys dürfte, vor allem mit Blick auf die Eagles, eines der spannendsten Spiele am kommenden Wochenende werden. Philadelphia kommt aus seiner Bye Week und so stellt sich die unweigerliche Frage: Konnte Chip Kelly an einigen Schrauben drehen, um die Offense endlich effektiver zu machen? 6,4 Yards pro Passversuch sind der ligaweit schwächste Wert und nur Denver (7 TDs, 11 INTs) hat ebenfalls weniger Passing-Touchdowns als Interceptions auf dem Konto. Darüber hinaus gehört die Offensive Line im Run-Blocking mit zum schlechtesten, was die NFL aktuell zu bieten hat. Warum also haben es die Eagles dennoch in die obere Hälfte des Power Rankings geschafft? Die Defense ist aktuell das Herz des Teams und spielt stark, insbesondere die Front Seven. Bislang hat das die Eagles im Rennen um den Division-Titel gehalten...

14. New York Giants (4-4)

(@Buccaneers, Patriots, @Redskins, Jets)

Der wilde Shootout mit den Saints am Sonntag war ein Mini-Kosmos vom aktuellen Zustand der G-Men. Die Passing-Offense hat jede Menge Potential und kann auch ohne Victor Cruz (das Gefühl wächst, dass Cruz in dieser Saison nicht mehr auf den Platz zurückkehrt) explodieren. Die Verpflichtung von Shane Vereen hat sich bislang voll ausgezahlt. Umgekehrt aber haben die Giants eine der schwächsten Passing-Defenses der Liga, auch wenn sie zusammen mit Arizona die Liga in Interceptions (13) anführen. Umso erstaunlicher sind die gegnerischen 7,8 Yards pro Passversuch und 17 Touchdowns. Vor allem was die Safeties und die Mitte des Feldes angeht - puh. Die Hoffnung ruht somit unweigerlich auf Jason Pierre-Paul. Der ist endlich beim Team zurück und sollte möglichst schnell (angeblich womöglich schon am Sonntag) sein Comeback geben, um den Giants endlich irgendeine Form von Pass-Rush zu ermöglichen.

13. New York Jets (4-3)

(Jaguars, Bills, @Texans, Dolphins)

Die Jets haben nach wie vor ein gutes Team. Aber die Jets haben aktuell auch Probleme: Das Running Game funktionierte gegen die Pats und die Raiders so gar nicht und die eigentlich so starke Secondary offenbart seit einigen Wochen immer wieder Lücken (ein Grund hierfür sind die schwachen Auftritte von Antonio Cromartie). Zu allem Überfluss verletzte sich Quarterback Ryan Fitzpatrick an der Hand, es bleibt abzuwarten, ob er mit einer Art Schiene auflaufen kann. Es handelt sich zwar nicht um die Wurfhand, doch Snaps, Handoffs und so weiter werden so plötzlich ein Risiko. Geno Smith erlitt gegen Oakland eine Schulterprellung und plötzlich muss womöglich Bryce Petty starten. Nicht gerade das Traumszenario für Coach Todd Bowles. Running Game und Defense werden die Jets noch stärker tragen müssen als bisher, um im Playoff-Rennen zu bleiben.

12. St. Louis Rams (4-3)

(@Vikings, Bears, @Ravens, @Bengals)

Todd. Gurley. Man kann es nicht anders sagen, dem Rookie-Running-Backs der Rams auf dem Platz zuzuschauen macht schlicht und ergreifend Spaß. Gurley sieht Lücken und explodiert, gleichzeitig aber durchbricht er auch durch gegnerische Tackle-Versuche und scheint im Moment kaum zu stoppen. Der 21-Jährige steht nach fünf Spielen bei 94 Läufen und 6,1 Yards pro Laufversuch! Gurley hat sich blitzartig als Game-Changer etabliert und die Rams im Alleingang wieder interessant und kompetitiv gemacht. Darüber hinaus findet St. Louis endlich Wege, Tavon Austin den Ball in die Hand zu geben. Zusammengefasst: Die Rams haben endlich eine Offense und die Rams haben Aaron Donald. Dieses Team kann noch überraschen - und steht innerhalb der NFC West bei 3-0.

11. Atlanta Falcons (6-2)

(@49ers, Colts, Vikings, @Buccaneers)

Die Falcons sind eines der Teams, bei denen die Bilanz irreführend sein könnte. Seit einigen Wochen ist in der Offense Sand im Getriebe, auch weil Matt Ryan einige sehr durchwachsene Spiele hatte und Julio Jones scheinbar nicht bei 100 Prozent war. Darüber hinaus fehlt ein echter Komplementär-Receiver zu Jones - immerhin aber die Offensive Line überrascht weiterhin im positiven Sinne. Ein massives Problem bleibt dagegen der Pass-Rush, die Falcons stehen bei ganzen zehn Sacks. Die Konsequenz: Pleiten gegen Bucs und Saints sowie eine Beinahe-Blamage in Tennessee und ein Pick-Six-Overtime-Sieg zuhause gegen Washington. Atlanta stolpert derzeit ein bisschen durch die Saison.

10. Minnesota Vikings (5-2)

(Rams, @Raiders, Packers, @Falcons)

Minnesota hat seine Formel gefunden: Eine starke Defense, primär angeführt durch eine Top-Front-Seven, kombiniert mit Adrian Peterson soll das Rückgrat des Team bilden. Das funktioniert bislang halbwegs gut, auch wenn Peterson nach wie vor viel zu häufig im Backfield gestoppt wird. Zwei Division-Auswärtssiege sollten den Vikings zusätzlich Selbstvertrauen geben, was jetzt nötig ist: Es warten in den kommenden Wochen harte Standortbestimmungen. Dafür wird es wichtig sein, dass auch das eigene Passing-Game endlich aufwacht. Teddy Bridgewater konnte in dieser Saison bislang genau ein Mal über 270 Passing-Yards verzeichnen. Nicht unschuldig daran ist ohne Zweifel die wacklige Offensive Line, und doch gibt es für Bridgewater einen Hoffnungsträger: Stefon Diggs. Tolle Routes, gute Hände - der Fünftrunden-Draft-Pick könnte sich langfristig als Minnesotas neuer Nummer-1-Receiver entpuppen.

9. Pittsburgh Steelers (4-4)

(Raiders, Browns, @Seahawks, Colts)

Den Steelers ist es in dieser Saison schlicht nicht vergönnt, die spektakuläre Offense auch mal in ihrer Gänze aufs Feld zu führen. Nach der Sperre gegen Le'Veon Bell verletzte sich Ben Roethlisberger, jetzt ist Big Ben zurück und Bell wird den Rest der Saison aufgrund einer Knieverletzung verpassen. Umso beeindruckender, dass die Steelers trotzdem, und das nicht zuletzt dank ihrer schnellen, aggressiven Front Seven, schon vier Siege auf dem Konto haben. Auch wenn DeAngelo Williams Bell zum Saisonstart gut vertreten hat: Der Ausfall des besten Running Backs der NFL für die komplette zweite Saisonhälfte stellt Pittsburgh vor große Probleme. Die Pleite in Cincinnati hat die Division mutmaßlich schon außer Reichweite rücken lassen. Zumindest der Wildcard-Platz sollte aber, wenn Roethlisberger schnell wieder auf 100 Prozent kommt, noch drin sein.

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