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NFL

"Ein unbelehrbarer Troublemaker"

Am College war Winston ein beliebtes Ziel gegnerischer Fans - wird es in der NFL besser?
© getty

These: Verlierer des Drafts war(en)...

mySPOX-User Maschemist: ... die Carolina Panthers. Ich hasse es, direkt nach dem Draft von Verlierern zu sprechen, da man eine Draftklasse immer erst beurteilen kann, wenn man die Spieler in der NFL gesehen hat. Da ich mich aber dazu bereit erklärt habe, die Thesen hier zu beurteilen, muss ich mich entscheiden. Da war für mich der Draft der Panthers am fragwürdigsten. Dabei will ich nicht die Qualität der Spieler anzweifeln, sondern vielmehr die Positionen, die gewählt wurden. Shaq Thompson wird vermutlich der mittelfristige Nachfolger von Thomas Davis, aktuell wird er das Team aber eher wenig nach vorne bringen. Devin Funchess in der zweiten Runde auszuwählen ist auch vollkommen in Ordnung. Allerdings ignoriert man in Charlotte seit zwei Jahren konsequent die Left-Tackle-Position. Vor dem Devin-Funchess-Pick gaben sie Zweit-, Dritt- und Sechstrundenpick ab, um den Pick der Rams zu bekommen. Wenn man ein solches Investment tätigt, dann doch für einen Spieler, der einen großen Need abdeckt. So wird Cam Newton weiter um sein Leben rennen müssen.

Stefan Petri (SPOX): Einen Verlierer gibt es definitiv, Maschemist: die Philadelphia Eagles. Komische Kiste, die Chip Kelly da am Laufen hat. Zuerst wird mit Sam Bradford ein QB per Trade verpflichtet, der aufgrund von Verletzungen quasi seit Jahren nicht mehr gespielt hat und dafür Nick Foles abgegeben. Dann holt man sich auch noch Tim Tebow ins Haus, was direkt zu Spannungen mit Backup Mark Sanchez führt. Mit Matt Barkley hat man also vier QBs im Team - und dann bietet er offenbar mehrere First-Rounder und das halbe Roster für Marcus Mariota? Ich halte Kelly für einen ausgezeichneten Coach - aber so kann man es sich mit seinem Roster auch verscherzen. Wer weiß, ob Fletcher Cox, Mychal Kendricks und Co. immer noch so gut auf ihren Coach zu sprechen sind? Ganz abgesehen davon: Die Eagles haben Mariota nicht gekriegt. Zuerst Quarterbacks ohne Ende holen, dann Mariota öffentlich absagen, dann doch ein Godfather Offer an die Titans schicken - und dann noch leer ausgehen? Irgendjemand müsste sich mal genauer anschauen, was in der City of brotherly Love wirklich gespielt wird. Adriano, du bist gefragt!

Von Troublemakern und Musterknaben: Die Top 10 Prospects

Adrian Franke (SPOX): Ich habe mich schon als QB/RB-Hybrid verkleidet und bin dran! Ansonsten sehe ich das so wie Maschemist: Erster Verlierer ist Carolina. Die Panthers haben es schon wieder nicht geschafft, sich einen Left Tackle zu holen und steckten insgesamt nur einen Pick in die wacklige O-Line. Cam Newton darf also weiter Bekanntschaft mit den Pass-Rushern der Liga machen. LB Shaq Thompson erfüllt keinen direkten Need und für WR Devin Funchess musste Carolina einen Drittrunden-Pick aufgeben, allerdings wird Funchess noch einiges an Entwicklungszeit brauchen. Der Bills-Draft hat mir ebenfalls nicht gefallen. Buffalo hatte keinen Erstrunden-Pick, in der zweiten Runde gab es dann einen Cornerback - nicht gerade die dringendste Baustelle. Anschließend hatten die Bills einige solide Picks aber dass sie durch den Draft wirklich besser geworden sind, darf man in Frage stellen. Nummer drei im Bunde sind die Texans, bei denen mir nur Jaelen Strong in der dritten Runde wirklich gut gefallen hat. Als Houston McKinney zog, waren schlicht klar bessere ILB zu haben - zumal die Texans drei Picks für den Trade nach oben abgeben mussten.

Marcus Blumberg (SPOX): Wie schon gesagt: Bei diesen Draft-Analysen ist es immer sehr schwer, direkt danach zu beurteilen, wer gewonnen oder verloren hat. Auf den ersten Blick aber stehen die Buffalo Bills nicht direkt als Gewinner da, da gebe ich Adrian recht. Sie hatten aufgrund des Trades im Vorjahr für die Rechte an Sammy Watkins keinen Erstrundenpick. Die weiteren Picks wiederum haben mich nicht umgehauen. Es wurden eigentlich nur Leute auf Positionen geholt, die ohnehin schon gut besetzt sind. Das mag natürlich die Kadertiefe verbessern, aber Rex Ryans Hauptbaustelle - und das hat sich trotz Farbwechsels von grün zu blau nicht wirklich geändert - ist die Quarterback-Position. E.J. Manuel hat noch nicht nachgewiesen, ein Topspieler in der NFL sein zu können. Und über Matt Cassel müssen wir nicht reden. Unter dem Strich ist das Team nicht besser geworden. Auch die St. Louis Rams müssen hinterfragt werden. Sie haben einen potenziellen Star in Running Back Todd Gurley gezogen. Doch dieser hatte erst kürzlich einen Kreuzbandriss und wird die Offseason-Trainings verpassen, steht noch nicht fest als aktiver Teilnehmer am Trainingscamp. Hinter ihm steht somit ein medizinisches Fragezeichen. Zudem haben nicht zuletzt die Patriots bewiesen, dass große Namen auf der Tailback-Position nicht mehr so wahnsinnig wichtig sind. Vielmehr kommt es auf die Offensive Line an, wie gut ein Laufspiel funktioniert. Die Picks ab Runde zwei wirken auf dem Papier auch nicht beeindruckend und darunter sind wohl einige Spieler, die zu früh gezogen wurden.

These 1: Tampa Bay erreicht mit Winston die Playoffs

These 2: Die Titans hätten ihren zweiten Pick traden sollen

These 3: Gewinner des Drafts war(en)...

These 4: Verlierer des Drafts war(en)...

These 5: Der beste Moment des Draft-Wochenendes war...

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