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NBA

NBA Power Ranking im April: Nicht das Play-In-Turnier sollte die Mavericks ärgern

Damian Lillard, Portland Trail Blazers

Nicht einmal ein ganzer Monat verbleibt noch bis zum Start der Playoffs - wo stehen die 30 Teams? SPOX-NBA-Ressortleiter Ole Frerks blickt in seinem Power Ranking auf die gesamte Liga.

Die Statistiken in diesem Artikel kommen von nba.com/stats, Cleaning the Glass und basketball-reference.com. Das "Offensiv-Rating" bezeichnet die Anzahl der erzielten Punkte pro 100 Ballbesitze, "Defensiv-Rating" die Anzahl der kassierten Punkte pro 100 Ballbesitze. "Net-Rating" rechnet beides gegeneinander auf.

Von Platz 23 auf 30: OKC Thunder (20-39)

Net-Rating: -9,0 (Platz 30)

Einige Teams haben sich seit längerem dem Tanking verschrieben, niemand winkt dabei allerdings so dermaßen fleißig mit dem Zaunpfahl wie OKC, wo der Arm langsam abzufallen droht. Al Horford wurde schon vor Wochen völlig gesund aus dem Verkehr gezogen, ob Shai Gilgeous-Alexander (Plantar Fasciitis) nochmal zurückkehren wird, scheint ungewiss. Die Botschaft ist eindeutig: Bloß nicht mehr zu viele Spiele gewinnen! Bisher geht das auf, über die letzten Wochen stank kein Team wie die Thunder (Net-Rating seit der Trade Deadline: -18,1!), die bei 12 Ls in Serie sehen. Lu Dort ist trotzdem klasse!

Von Platz 27 auf 29: Orlando Magic (18-40)

Net-Rating: -7,8 (29)

Kurz nach dem letzten Ranking verschiffte Orlando fast alle Veteranen (Grüße, Terrence Ross!) und leitete endgültig (oder endlich) den Rebuild ein. Seither wird viel verloren, von den letzten zehn Spielen wurde nur eins gewonnen - gegen Nikola Vucevic und Chicago. Das ist aber einkalkuliert und insbesondere die Leistungen von Wendell Carter Jr. (14 Punkte, 9 Rebounds im Schnitt) machen Hoffnung. Selbst Mo Bamba (10 Punkte, 45 Prozent Dreier im April) bekommt nun etwas Spielzeit. Dennoch: Es geht um nichts mehr, das Team der kommenden Spielzeit wird völlig anders aussehen.

Von Platz 29 auf 28: Houston Rockets (15-44)

Net-Rating: -6,8 (27)

Wie viel Kontinuität hatten die Rockets in dieser Saison? Ein Indikator: Die neue Starting Five (John Wall, Kevin Porter Jr., Jae'Sean Tate, Christian Wood, Kelly Olynyk) ist ihr einziges 5-Mann-Lineup mit mehr als 60 gemeinsamen Minuten. Es geht um nichts mehr, der Tank rollt bei den Texanern seit Monaten. Positiv ist aber: Porter zeigt Ansätze seines großen Talents (knapp 16 Punkte und 6 Assists), Tate ist schon jetzt ein exzellenter und vielseitiger Verteidiger, Olynyk ist ein Monster (18 Punkte und 71 Prozent True Shooting?!). Und außerdem ist die Spielzeit bald dann geschafft ...

Von Platz 29 auf 27: Minnesota Timberwolves (16-44)

Net-Rating: -7,1 (28)

Teilweise sind unter dem neuen Coach Chris Finch Ansätze einer guten Offense zu erkennen, wenn Karl-Anthony Towns spielt - über die vergangenen zwei Wochen stellte Minnesota die achtbeste Offense und schlug etwa Miami. Malik Beasley wird vermisst, dafür entwickeln KAT und Nr.1-Pick Anthony Edwards langsam eine gewisse Chemie (gemeinsam 116,5 Punkte pro 100 Ballbesitze seit der All-Star Break) am offensiven Ende und D'Angelo Russell bringt als Sixth Man mit Minutenlimit zusätzlichen Punch. Defensiv ... nun, hier könnte auch Bill Murray als Assistant Coach fungieren.

Von Platz 28 auf 26: Detroit Pistons (18-41)

Net-Rating: -3,8 (24)

Auch wenn Detroit den Osten von hinten anführt, vermöbeln lässt man sich selten und immer mal wieder setzt es Siege, in denen vor allem die Rookies ihr Potenzial aufblitzen lassen. Saddiq Bey ist in einer verkürzten Saison nur noch knapp 50 Dreier vom Dreier-Rekord von Donovan Mitchell entfernt (bei besserer Quote), Malocher Isaiah Stewart legt im April ein Double-Double im Schnitt auf und auch Killian Hayes ist nun endlich wieder im Einsatz. Der Guard ist noch weit vom Impact-Spieler entfernt, aber Potenzial blitzt regelmäßig durch - und darum geht es aktuell ja in erster Linie.

Von Platz 25 auf 25: Sacramento Kings (24-35)

Net-Rating: -4,4 (25)

Die Kings sind noch immer auf Kurs, das schlechteste Defensiv-Rating der NBA-Geschichte zu produzieren. Ihre jüngste Niederlagenserie von neun Spielen dürfte sie endgültig aus dem Play-In-Rennen geworfen haben, dabei zeigt sich ihre Qualität offensiv ja doch immer mal wieder. Beispielsweise haben sie elf Siege gegen +.500-Teams - die Lakers haben genauso viele, die Blazers haben weniger. Nur muss man seine Hausaufgaben eben auch gegen die Schwachen erledigen. Verteidigen würde dabei helfen, darum kümmert man sich dann hoffentlich in der Offseason.

Von Platz 19 auf 24: Chicago Bulls (24-34)

Net-Rating: -1,7 (22)

Ein rauschender Erfolg ist der Trade für Nikola Vucevic bisher nicht, eher im Gegenteil. Der Center liefert zwar individuell ab, von 15 Spielen mit ihm hat Chicago aber nur fünf gewonnen. Die Defense ist ein Riesenproblem (Platz 25 seit dem Trade) und nun fällt auch noch Zach LaVine aus, der sich ohnehin noch an Vooch gewöhnen muss. Positiv: Chicago muss nur noch gegen Ost-Teams spielen und hält Tiebreaker über Toronto und Washington, Daniel Theis betreibt nach Kräften Eigenwerbung. Trotzdem stellt sich die Frage, ob die Zeit für einen "Win-Now-Trade" wirklich schon reif war.

Von Platz 26 auf 23: Cleveland Cavaliers (21-37)

Net-Rating: -6,7 (26)

Die Cavs sind rein rechnerisch immer noch im "Rennen" um den Play-In-Platz, auch wenn sie natürlich nicht mehr drei Teams überholen. Über die vergangenen Wochen war es trotzdem solide, aus den letzten neun Spielen hat Cleveland immerhin vier Siege geholt. Kevin Love konnte sich daran endlich wieder konstant beteiligen, der Ratings-König in dieser Zeit ist aber Isaiah Hartenstein: In seinen 170 Minuten hatten die Cavs ein Net-Rating von +13,7! Zu viel sollte man da noch nicht hereininterpretieren, aber Stand jetzt scheint der Big Man seine Chancen effektiv zu nutzen.

Von Platz 20 auf 22: New Orleans Pelicans (25-33)

Net-Rating: -0,8 (20)

Nach wie vor bekommen die Pelicans keine Konstanz in ihre Leistungen. Zion Williamson ist offensiv zwar noch besser als angekündigt, doch gerade die Guard-Rotation macht Probleme (Eric Bledsoe ist zwei Tage von "I don't wanna be here" entfernt) und über die vergangenen beiden Wochen ist auch die Team-Offense eingebrochen (Platz 28 in diesem Zeitraum). NOLA hat miserables Spacing, kaum Defense und weiter die Neigung, hohe Führungen zu verzocken (14 Spiele wurden nach zweistelliger Führung verloren!). Mit dem Talent sollte das Play-In trotzdem drin sein, aber es wird eng.

Von Platz 16 auf 21: Charlotte Hornets (28-29)

Net-Rating: -1,4 (21)

Ohne LaMelo Ball und Gordon Hayward haben die Hornets etwas an Boden verloren, nun kehrt aber zumindest Ball zeitnah wieder zurück. Das wird gerade offensiv gerne gesehen, denn seit dem Hayward-Ausfall reichte es hier nur für Platz 26 (3-6 seither). Mit dem Heimvorteil wird es nichts mehr, der Druck von hinten hält sich allerdings auch in Grenzen - und es spricht für die Hornets, dass sie den drittleichtesten Rest-Spielplan im Osten haben. Wenn alles nach Plan läuft, kehrt Anfang Mai auch Hayward zurück und man kann die ohnehin erfolgreiche Saison gut zum Ende bringen.

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