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NBA Ergebnisse: Blamage für die Celtics - Raptors siegen bei Gasol-Debüt

Von SPOX
Die Boston Celtics haben gegen die Clippers einen 28-Punkte-Vorsprung aus der Hand geschenkt.

New York Knicks (10-45) - Toronto Raptors (41-16) 99:104 (BOXSCORE)

Starker Einstand für Marc Gasol! Bei seinem ersten Auftritt im Raptors-Trikot kam der Spanier von der Bank, kurz nachdem er gegen Ende des ersten Viertels eingewechselt wurde, versenkte er direkt seinen ersten Hook-Shot. Am Ende hatte Gasol 7 Punkte und 6 Bretter in 19 Minuten vorzuweisen - doch Toronto hatte unerwartet große Probleme mit den schwächelnden Knickerbockers, auch weil Kawhi Leonard keinen guten Abend erlebte (11 Punkte, 4/15 FG).

Vor eigenem Publikum startete New York mit einem 14:3-Lauf in die Partie, der eine frühe Auszeit der Raptors nötig machte. Doch auch anschließend ließen sich die Knicks einfach nicht unterkriegen. Kevin Knox führte sein Team mit 20 Zählern an, DeAndre Jordan legte 10 Punkte sowie 18 Rebounds auf und Mitchell Robinson steuerte 15 Punkte von der Bank aus bei.

Fünf Minuten vor dem Ende lagen die Hausherren so nur mit einem Zähler im Hintertreffen, bevor sich Toronto mit Hilfe von zwei Dreiern in Folge von Danny Green bis auf 97:90 absetzte. Zwar brachte ein Triple von Mario Hezonja die Knicks 11 Sekunden vor dem Ende nochmal auf 99:102 heran, doch die Gäste ließen sich den Sieg von der Freiwurflinie nicht mehr nehmen.

Kyle Lowry war es, der keine Nerven von der Charity Stripe zeigte und sein Punktekonto auf 22 für den Abend erhöhte. Green und Norman Powell erzielten beide jeweils 14 Punkte, Serge Ibaka legte 15 und 13 Rebounds auf. Dennoch - und auch trotz Gasol - dominierte New York in der Zone (52:28), wodurch die Hausherren bis in die Schlussminuten in Schlagdistanz blieben. Am Ende musste NYK aber doch die 16. Pleite in Folge hinnehmen.

Boston Celtics (35-21) - Los Angeles Clippers (31-26) 112:123 (BOXSCORE)

Was in Boston mit frenetischen "Beat L.A."-Sprechchören begann, endete mit lauten Buh-Rufen. Die Fans im TD-Garden ließen nach 48 Minuten ihrem Frust freien Lauf, während die Spieler in den schwarz-grünen Trikots auf dem Court die Köpfe hängen ließen. Was war passiert?

Blicken wir zunächst in die erste Halbzeit: Nachdem die Lakers dem Erzrivalen in der vergangenen Partie in Boston eine bittere Niederlage mit dem Buzzer bescherten, kamen die Celtics gegen das andere Team aus der Stadt der Engel richtig gut aus den Startlöchern. Boston schenkte den Clippers allein in den ersten 24 Minuten 74 Punkte ein (die beste Spielhälfte der Saison) und lag mit 28 Zählern in Front.

Wohl jeder in der Halle hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einen lockeren Celtics-Sieg im Hinterkopf vermerkt, selbst Clippers-Coach Doc Rivers: "Wir haben uns schon Notizen für das nächste Spiel gemacht. So weit lagen wir hinten." Doch nachdem Kyrie Irving die Partie gegen Ende des zweiten Viertels mit Knieproblemen verlassen musste, gab es einen Bruch im Spiel der Hausherren.

Im dritten Durchgang gelangen den Celtics nur noch magere 12 Zähler, stattdessen übernahmen die Gäste um den starken Montrezl Harrell das Kommando. Gegen Mitte des vierten Abschnitts hatte LAC schließlich den Ausgleich in der Tasche, kurz darauf übernahmen sie die Führung und gaben sie nicht mehr aus der Hand.

Harrell hatte nicht nur 21 Punkte auf dem Konto, sondern erzwang auch noch zwei wichtige Turnover der Celtics in den letzten zwei Minuten. Mit einem Dunk nach einem Steal stellte er auf 114:107, nachdem Jayson Tatum (16) und Patrick Beverley (12, 9 Rebounds, 7 Assists) Triples ausgetauscht hatten, forcierte Harrell einen weiteren Ballverlust, mit dem L.A. schließlich den Deckel zu machte.

Neben dem Big Man machten auch Danilo Gallinari (19 und 10) sowie Neuzugang Landry Shamet (17, davon 13 im vierten Viertel) einen guten Job. Auf der anderen Seite war neben Tatum und Terry Rozier (ebenfalls 16) Gordon Hayward noch mit 19 Zählern von der Bank Topscorer. Daniel Theis legte in 16 Minuten 10 Punkte und 5 Rebounds auf und blieb dabei perfekt aus dem Feld (4/4 FG, 2/2 Dreier).

Wie es um das Knie von Irving steht, konnte derweil noch niemand sagen. "Sein Knie ist im zweiten Viertel ein wenig weggeknickt, das ist alles, was ich weiß", sagte Celtics-Coach Brad Stevens nach der Partie.

Chicago Bulls (13-43) - Washington Wizards (24-32) 125:134 (BOXSCORE)

Lange hat es nicht gedauert, bis Jabari Parker und Bobby Portis nach ihrem Trade zu den Washington Wizards für Otto Porter wieder nach Chicago zurückkehrten - beide dürften die Stadt wieder mit einem Lächeln verlassen. "Spiele wie dieses markieren die Jungs immer im Kalender, wenn sie getradet werden", erklärte Bradley Beal, der die Wizards mit 31 Punkten zum Sieg führte.

Doch auch Parker (20 Punkte, 5 Rebounds, 6 Assists) und Portis (10 und 12 Bretter) hatten einen gewichtigen Anteil am zweiten Wizards-Sieg in Serie, genau wie Chasson Randle (Career-High 20 Punkte). Zwar kämpfte sich Chicago nach einem 17-Punkte-Rückstand früh in der zweiten Hälfte nochmal in Schlagdistanz, ein 12:2-Lauf Mitte des Schlussabschnitts brachte dann aber die Entscheidung.

Parker eröffnete diesen Run mit einem furiosen Dunk, kurz darauf setzte er mit einem Layup und einem Jumper nach. Ein Dreier von Randle stellte schließlich auf 120:104 für die Gäste etwa sechs Minuten vor dem Buzzer. "Jabari bringt eine Menge für unsere Second Unit", lobte im Anschluss auch Head Coach Scott Brooks.

Sein Gegenüber Jim Boylen dürfte nach der siebten Niederlage aus den vergangenen neun Spielen eher weniger erfreut sein. Genauso über die Tatsache, dass die Bulls eine Feldwurfquote von 58 Prozent aus dem Feld zuließen. Immerhin lieferten Zach LaVine (26) und Lauri Markkanen (20 und 11) solide Leistungen ab. Porter kam gegen sein Ex-Team auf 17 Punkte.

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