Transfers und Gerüchte: FC Bayern München ruft wegen Deal "jeden Tag an" - Schalke holt einen Argentinier

Von SPOX/SID
Max Eberl Bayern 2024
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Seit dem 1. Juli ist das Sommer-Transferfenster geöffnet. Immer mehr potenzielle Wechsel zeichnen sich ab oder gehen über die Bühne. Die wichtigsten Transfer-News und Gerüchte zur Bundesliga, Premier League, Serie A, La Liga, Ligue 1 und dem restlichen internationalen Fußball vom 9. Juli.

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Xavi Simons

Der FC Bayern arbeitet übereinstimmenden Medienberichten zufolge seit Wochen daran, Xavi Simons von Paris Saint-Germain nach München zu lotsen. Mit dem offensiven Mittelfeldspieler sollen sich die Münchner so gut wie einig sein, mit PSG noch nicht.

Wie der Transfer-Experte Fabrizio Romano erfahren haben will, sind die Bayern "wie besessen" davon, den Wechsel des niederländischen Nationalspielers sehr bald einzutüten. "Mir wurde gesagt, dass die Bayern buchstäblich jeden Tag anrufen, um den Deal zustande zu bringen", so Romano.

Xavi Simons steht bei PSG noch bis 2027 unter Vertrag. In der vergangenen Saison war er an RB Leipzig ausgeliehen.

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Felipe Sanchez

Zweitligist Schalke 04 hat den argentinischen Abwehrspieler Felipe Sanchez verpflichtet. Der 20-Jährige, der in seiner Heimat bei Erstligist Gimnasia y Esgrima La Plata spielte, unterschrieb einen Vertrag bis 2028. Das teilten die Königsblauen am Dienstag mit.

"Der Verein mit seinen vielen Fans hat eine besondere Energie, die auch in Argentinien bekannt ist und zu der ich in den kommenden Jahren auf dem Platz beitragen möchte", sagte Neuzugang Sanchez: "Ich kann es kaum erwarten, die Mannschaft hier im Trainingslager kennenzulernen."

Das Team von Trainer Karel Geraerts absolviert derzeit sein Trainingslager im österreichischen Mittersill. Dort begrüßt der Übungsleiter mit Sanchez nun bereits den zehnten Neuzugang in diesem Sommer. Darunter Stürmer Moussa Sylla (24, vom FC Pau), die Verteidiger Anton Donkor (26, Eintracht Braunschweig) und Adrian Gantenbein (23, FC Winterthur) für die Außenbahnen sowie Martin Wasinski (20, Sporting Charleroi) für das Zentrum.

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Serhou Guirassy

Borussia Dortmund verpflichtet nach SID-Informationen Top-Stürmer Serhou Guirassy - und bedient sich damit ein zweites Mal beim Bundesliga-Rivalen VfB Stuttgart. Zuerst hatte am Dienstag Sky über die Einigung mit dem 28-maligen Torschützen der vergangenen Saison berichtet. Der VfB hatte den Abschied des 28-Jährigen bereits am vergangenen Donnerstag bestätigt, ohne sein Ziel zu nennen.

Der Guineer soll einen Vierjahresvertrag erhalten, in den kommenden Tagen wird der BVB den Transfer vorbehaltlich der sportmedizinischen Untersuchung bestätigen. Sky zufolge werden 18 Millionen Euro fällig.

Der BVB hatte erst am Montag die Verpflichtung des deutschen EM-Teilnehmers Waldemar Anton (27) aus Stuttgart bekannt gegeben. Auch bei ihm aktivierte der Verein eine Ausstiegsklausel, die bei 22 Millionen Euro gelegen haben soll. Anton unterschrieb einen Vierjahresvertrag, er soll Mats Hummels in der Innenverteidigung ersetzen.

Guirassy hatte am Montag noch Anton "alles Gute für die Zukunft gewünscht" - diese wird eine gemeinsame. Guirassy tritt in Konkurrenz zum deutschen Nationalstürmer Niclas Füllkrug, der in der vergangenen Saison im Dortmunder Sturm gesetzt war. Er hatte zwölf Bundesliga-Tore erzielt und acht weitere vorbereitet, bei der EM gelangen ihm zwei Jokertore.

Der Stuttgarter Ausverkauf nach dem Sturmlauf in die Champions League geht damit weiter. Hiroki Ito ist zum FC Bayern München gewechselt, hartnäckig halten sich zudem Gerüchte über einen Abschied von Chris Führich. Unklar ist die Zukunft von Nationalstürmer Deniz Undav, dessen Leihgeschäft mit Brighton and Hove Albion am 30. Juni abgelaufen ist.

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Dion Berisha

Dion Berisha wechselt von der zweiten Mannschaft des FC Bayern zum Drittligisten Rot-Weiss Essen. Das gaben beide Vereine bekannt.

"Es war mir sehr wichtig, dass der Trainer und die sportliche Leitung mir das Gefühl geben, dass sie mich unbedingt haben wollen. Ich habe in den Gesprächen direkt gemerkt, dass das der Fall ist und ich mich bei RWE wohlfühlen werde", wird Berisha in einer Essener Pressemitteilung zitiert.

Der 21-jährige Rechtsaußen war erst im Sommer 2023 vom FC Augsburg II nach München gewechselt. In der Regionalliga erzielte der Mann aus dem Kosovo in 28 Pflichtspielen sieben Tore und bereitete einen Treffer vor.

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Ansu Fati

Der FC Sevilla möchte offenbar Ansu Fati vom FC Barcelona ausleihen. Das berichtet die spanische Zeitung Sport.

Der 21-jährige Linksaußen, der einen Vertrag bis 2027 besitzt, ist nach einer mäßig erfolgreichen Leihe zu Brighton & Hove Albion nach Spanien zurückgekehrt und soll bei Barça eigentlich eine faire Chance erhalten.

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Alvaro Morata

Mit Spanien zum EM-Titel und dann zurück nach Italien? Stürmer Alvaro Morata steht offenbar vor einem Wechsel zur AC Mailand. Wie die Gazzetta dello Sport berichtet, zahlen die Rossoneri für den Kapitän der spanischen Nationalmannschaft - der seit 2022 für Atletico Madrid spielt - 13 Millionen Euro Ablöse. Der 31-Jährige soll einen Dreijahresvertrag erhalten und vier Millionen Euro pro Saison einstreichen. Es wäre sein insgesamt fünfter Wechsel zwischen La Liga und der Serie A.

2014 ging Morata von Real Madrid zu Juventus Turin und kehrte 2016 zurück. Nach einer eineinhalbjährigen Leihe zum FC Chelsea wechselte er Anfang 2019 zu Atletico und 2020 wieder zur "Alten Dame", nur um zwei Jahre später wieder in Madrid aufzuschlagen. Morata gilt als Wunschkandidat des neuen Trainers Paulo Fonseca. Eine offizielle Bestätigung der Vereine gab es noch nicht.

Bei der EM steht er mit den Spaniern im Halbfinale. Am Dienstagabend geht es gegen Frankreich in München (21.00 Uhr/ZDF) um den Einzug ins Endspiel. In der Runde der letzten Acht hatten Morata und Co. gegen Gastgeber Deutschland mit 2:1 nach Verlängerung gewonnen.

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Davie Selke

Keine gemeinsame Zukunft: Stürmer Davie Selke hat seinen Abschied vom Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln bestätigt. "Ich habe mich in Köln und beim FC sehr wohl gefühlt", schrieb der 29-Jährige bei Instagram: "Es ist kein Geheimnis, dass ich es mir vorstellen konnte, den Weg mit euch weiterzugehen. Diese Chance wurde mir final genommen."

Zuvor hatte Sky bereits berichtet, dass beide Seiten keine Einigung erzielen konnten. Selke, der im Januar 2023 von Hertha BSC in die Domstadt gewechselt war, hatte erst im vergangenen Sommer seinen Vertrag bis 2026 verlängert. Dieser besaß aber keine Gültigkeit für die zweite Liga.

"Danke für die kurze, aber intensive Zeit!", schrieb Selke, der in 38 Pflichtspielen für Köln elf Tore erzielte: "Ihr seid und bleibt in meinem Herzen." Vom FC, der am 2. August mit einem Heimspiel gegen den Hamburger SV in die Saison startet, stand eine Bestätigung des Abschieds zunächst noch aus.

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Serge Gnabry

Serge Gnabry wurde zuletzt immer wieder mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. Wie es aussieht, will der Flügelstürmer aber einen Neuanfang beim FC Bayern München anstreben. Das berichtet Sky. Demnach führe der 28-Jährige keinerlei Gespräche mit anderen Klubs und es liegen dem FC Bayern auch keine Angebote vor.

Gnabry verdient in München fürstlich, soll ein Jahresgehalt zwischen 15 und 17 Millionen Euro erhalten. Laut dem Pay-TV-Sender hoffe der Angreifer auf eine neue Perspektive unter dem neuen Trainer Vincent Kompany. Vor zwei Wochen habe er das individuelle Training aufgenommen, um top-fit in die neue Saison zu starten.

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Min-jae Kim

Auch um Min-jae Kim gab es zuletzt Gerüchte, dass er den FC Bayern schon wieder verlassen könnte. Wie die Gazzetta dello Sport berichtet, sei eine Rückkehr in die Serie A denkbar. Inter Mailand soll Interesse haben.

Sky allerdings berichtet, dass an diesen Gerüchten nichts dran ist. Der Spieler habe keinerlei Wechselabsichten. Kim möchte bleiben, ebenfalls einen Neuanfang starten und sich beim Rekordmeister durchsetzen. Vertrag hat der Innenverteidiger noch bis 2028.

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Thomas Häßler

Thomas Häßler (58) ist zurück im Fußballgeschäft. Der Weltmeister von 1990 wird ab sofort bei der ersten Mannschaft des Berliner Bezirksligisten FC Spandau 06 an der Seitenlinie stehen. Das teilte der Verein in einem Post auf Instagram mit. 2022 hatte Häßler sein Traineramt beim damaligen Sechstligisten BFC Preussen wegen gesundheitlicher Probleme ruhen lassen müssen.

Nun soll er den FC Spandau nach dem Abstieg "wieder auf Vordermann" bringen, schrieb der Verein. Häßler selbst ist erleichtert. "Ich habe meine gesundheitlichen Probleme jetzt im Griff und freue mich riesig auf die neue Aufgabe und den geregelten Wochenablauf auf dem Platz. Das hat mir gefehlt", sagte er der Bild-Zeitung.

Bereits von 2016 bis 2019 hatte er in Berlin den Club Italia trainiert. Anschließend folgte sein Engagement beim BFC, vor zwei Jahren erkrankte Häßler allerdings. Auf einer Pressekonferenz hatte damals der sportliche Leiter Pierre Seifert Medienberichte über Gedächtnisverlust und Tinnitus bei Häßler bestätigt.

Als aktiver Profi hatte Häßler 1990 mit der Nationalmannschaft den WM-Titel und sechs Jahre später die EM gewonnen. Insgesamt absolvierter er 101 Länderspiele. Auf Vereinsebene war er unter anderem für den 1. FC Köln, Juventus Turin, AS Rom und Borussia Dortmund aktiv. 2005 beendete er seine Karriere.

Karim Adeyemi.
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Karim Adeyemi/Donyell Malen

Borussia Dortmund soll über den Verkauf von Karim Adeyemi und Donyell Malen nachdenken. Für die beiden Flügelspieler gibt es einige Interessenten, sodass die Borussen auf einen ordentlichen Betrag für das Duo hoffen dürfen.

Für Adeyemi fordert der BVB mehr als 30 Millionen Euro. Nach Informationen von Sky sind neben den beiden Serie-A-Klubs Juventus und Milan nun auch die Premier-League-Giganten Liverpool und Chelsea am deutschen Nationalspieler interessiert.

Die Blues sollen sich auch mit dem Thema Malen beschäftigen, genau wie Manchester United. Im Falle des Niederländers, der noch bei der EM im Einsatz ist, sollen die Dortmunder laut Bild einen Verkauf für weniger als den Marktwert von 40 Millionen Euro ausschließen.

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Dion Beljo

Der FC Augsburg gibt den kroatischen Angreifer Dion Beljo für eine Saison nach Österreich ab. Der 22-Jährige wechselt per Leihe zum Erstligisten Rapid Wien, das teilten die Klubs am Dienstag mit. Beljo war im Januar 2023 vom NK Osijek nach Augsburg gekommen und bestritt seither 44 Bundesliga-Spiele, in denen er fünf Tore erzielte.

"Mein klares Ziel ist es, durch die Leihe nach Wien wieder mehr Einsatzminuten und Scorerpunkte zu sammeln und viele Spiele von Beginn an zu bestreiten", sagte Beljo. Beim FCA steht er noch bis 2027 unter Vertrag.

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Manolis Saliakas

Rechtsverteidiger Manolis Saliakas bleibt dem FC St. Pauli weiterhin erhalten. Wie der Bundesliga-Aufsteiger am Dienstag mitteilte, wurde sein Vertrag verlängert - über die Laufzeit machte der Klub allerdings keine Angaben. "Er hat durchgehend auf einem hohen Niveau agiert, sich gerade auch im taktischen Bereich weiterentwickelt und sich damit auch wieder in die griechische Nationalmannschaft gespielt", sagte Sportchef Andreas Bornemann.

Saliakas war 2022 vom griechischen Erstligisten PAS Giannina ans Millerntor gewechselt und hat seitdem 69 Pflichtspiele für St. Pauli absolviert. "Es ist kein Geheimnis, dass ich mich beim Verein und in der Stadt sehr wohl fühle. Den Verantwortlichen sowie den Fans möchte ich für das Vertrauen und die Unterstützung danken", sagte der 27-Jährige.

Unter dem neuen Trainer Alexander Blessin kann er offenbar eine zentrale Rolle einnehmen. "Mit seiner sehr aktiven Spielweise ist er offensiv und defensiv ein wichtiger Faktor", sagte Blessin. Am Montag startete er gemeinsam mit seinem Team in die Vorbereitung für die kommende Saison. Am ersten Spieltag muss St. Pauli gegen den 1. FC Heidenheim ran.

CRAIG BELLAMY (2011 von Manchester City): 2006 für viel Geld gekommen und nicht so richtig überzeugt, fünf Jahre später als ablösefreier Transfer ähnlich durchschnittlich. Immerhin 16 Torbeteiligungen, dann ging’s zu Cardiff. Note: 3.
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Craig Bellamy

Craig Bellamy wird Trainer der walisischen Nationalmannschaft. Wie der Verband FAW am Dienstag bekannt gab, erhält der 44-Jährige einen Vertrag bis 2028. Bellamy tritt die Nachfolge von Robert Page an, der im Juni nach einer Reihe enttäuschender Ergebnisse entlassen worden war.

"Ich werde mich voll und ganz für die Entwicklung dieser Mannschaft einsetzen und bin leidenschaftlich bemüht, dem walisischen Fußball weitere Erfolge zu bescheren", sagte Bellamy, der den englischen Zweitliga-Absteiger FC Burnley für sein neues Engagement verlässt. Dort war der ehemalige walisische Nationalspieler in der vergangenen Saison Co-Trainer unter dem jetzigen Bayern-Coach Vincent Kompany gewesen.

Im Juni hatte der walisische Verband die Trennung von Page bekannt gegeben, der Wales 2022 zur ersten Weltmeisterschaft seit 64 Jahren und in die zweite Runde der Europameisterschaft 2021 geführt hatte. Die Qualifikation für die diesjährige Europameisterschaft in Deutschland hatte Wales verpasst.

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