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Fussball

DFB-Team - Drei Thesen zum Sieg gegen Rumänien: Havertz trotzt dem Müller-Druck - Can bewirbt sich als neuer Höwedes

Zweiter Sieg im zweiten WM-Qualifikationsspiel, für Joachim Löw sogar "besser als gegen Island": Der Start der deutschen Nationalmannschaft ins EM-Jahr macht Lust auf mehr. Vor allem das neue Sturm-Trio und zwei Verteidiger. Drei Thesen zum 1:0 in Rumänien.

1. Neues Sturm-Trio: Havertz trotzt dem Müller-Druck

Auch wenn das Ergebnis nicht unbedingt darauf hindeutet: Die Offensivleistung der deutschen Mannschaft in Rumänien war spektakulär. Dass es nur ein 1:0 statt ein 6:0 wurde, lag an der schluderigen Chancenverwertung, aber auch an dem rumänischen Schlussmann Florin Nita, der allein in der zweiten Hälfte vier Hochkaräter entschärfte.

Löw selbst haderte während der Partie zwar mit den vergebenen Gelegenheiten, wollte auf der Pressekonferenz im Anschluss aber viel lieber über die spiel- und kombinationsfreudige Leistung seiner drei neuen Stürmer sprechen: Kai Havertz, Leroy Sane und Serge Gnabry.

"Sie stellen immer wieder verschiedene Ebenen her: Die einen kommen, die anderen gehen tief. Das müssen wir noch optimieren, aber ich bin sehr zufrieden", sagte Löw und hob vor allem den im DFB-Dress weiter munter treffenden Gnabry als "extrem wichtigen Ballverteiler" in der Spitze hervor. Keine sonderlich guten Aussichten für Timo Werner - zumal auch Havertz und Sane auf den Außenbahnen fleißig Pluspunkte sammeln.

Havertz bereitete das 1:0 mustergültig vor und behielt in vielen Eins-gegen-Eins-Duellen die Oberhand. Sane dagegen präsentierte sich zwar unglücklich im Abschluss, gab mit acht Torschussvorlagen aber die meisten aufseiten des DFB-Teams ab. "Sie haben gut harmoniert", hielt Löw fest. Und Uli Hoeneß sagte in seiner neuen Funktion als RTL-Experte: "Ich wäre beunruhigt, wenn die Mannschaft keine Chancen herausgespielt hätte. Dem war aber nicht so. Die Tore kommen schon noch. Das hat überhaupt nichts mit dem Rumpelfußball von 2018 oder dem blutleeren Auftritt in Spanien zu tun."

Fragt sich nur: Passt in diese Offensive - gerade vor dem Hintergrund, dass Löw für die EM offensichtlich ein 4-3-3 mit einem alleinigen Sechser und zwei Achtern spielen lassen möchte - überhaupt noch ein Thomas Müller? "Thomas ist heiß. Er wird auch sicher kein Stinkstiefel sein, wenn er mal auf der Bank sitzt", stellte Hoeneß schon vor dem Rumänien-Spiel klar.

Sicher: Müller würde auch prächtig mit seinen Vereinskollegen Sane und Gnabry harmonieren. Havertz - das hat neben dem Rumänien- auch das Island-Spiel gezeigt - meldet aber Ansprüche auf einen Stammplatz an. So viel Engagement und Spielwitz wie in den vergangenen beiden Partien sah man von dem Chelsea-Star im Nationaltrikot bislang noch nicht. Eine Reaktion, die Löw nach dem auch für Havertz unglücklichen DFB-Jahr 2020 sehen wollte.

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