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Fussball

BVB - TSG Hoffenheim 2:2: Nächster Rückschlag! Enttäuschender BVB stolpert auch gegen Hoffenheim

Emre Can konnte mit seinen Dortmundern erneut keinen Dreier einfahren.

Borussia Dortmund hat am 21. Spieltag der Bundesliga den nächsten Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Startplätze erlitten. Gegen die TSG Hoffenheim kam die Mannschaft von Trainer Edin Terzic nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus.

Dadurch ist Dortmund zwar weiterhin Tabellensechster, der Rückstand auf Platz vier könnte bei Siegen vom VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt am Sonntag aber auf sieben Punkte anwachsen.

14 Punkte aus den ersten zehn Spielen bedeuten für Terzic die schwächste Bilanz eines Dortmund-Trainers seit Bert van Maarwijk in der Saison 2004/05 (damals elf Punkte). "Wir sind auf dem Weg der Besserung, wollen einen aggressiveren Stil spielen - aber das passiert nicht über Nacht", sagte Mats Hummels nach dem Spiel. "Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass wir das noch in dieser Saison auf dem Platz sehen werden. Bei keinem Trainer der Welt ist nach zwei Wochen alles so, wie es sein soll."

"Wir haben versucht, einige Dinge zu verändern, dass das nicht auf Knopfdruck funktioniert, haben wir auch schon gesagt", erklärte Terzic. "Wir werden daran festhalten und weitermachen. Wir werden niemals aufgeben, aber natürlich ist alles deutlich einfacher mit einem positiven Ergebnis am Wochenende."

Jadon Sancho hatte Dortmund in Führung gebracht (24.), ehe Munas Dabbur (31.) und Ihlas Bebou (51.) das Spiel drehten. Erling Haaland besorgte in der 81. den späten Ausgleich. "Es ist hier kein Basketball, wo 50 Körbe fallen. Wenige Tore entschieden das Spiel. Wir haben gefighted, aber nicht wirklich gut gespielt", fand Hummels. Dass Kapitän Marco Reus zunächst auf der Bank platznahm, war für diesen kein Problem: "Ich habe mit dem Trainer vor dem Spiel gesprochen und wir haben eine englische Woche vor uns, von daher ist alles gut."

Hoffenheim ist nun seit drei Bundesligaspielen sieglos und rangiert auf Platz elf. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt (bei zwei Spielen mehr als Arminia Bielefeld) sechs Punkte.

BVB - TSG Hoffenheim: Die Trainer-Stimmen

Edin Terzic (Trainer Borussia Dortmund): "Wir sind natürlich nicht glücklich, dass wir zu Hause nicht gewonnen haben. Wir sind ordentlich ins Spiel gekommen, hatten beim 1:0 noch gute Chancen. Wir haben dann zu viele Konter zugelassen, sind aber mit dem 2:2 noch einmal zurückgekommen. Wir werden weiter hart arbeiten. Die Anzahl unserer individuellen Abwehrfehler ist sehr hoch. Da ist es nicht einfach, komplett stabil zu sein."

Sebastian Hoeneß (Trainer TSG Hoffenheim): "Ich denke, dass wir ein intensives und emotionales Spiel gesehen haben. Wir haben sofort dokumentiert, was wir hier vorhaben: die Kette der Dortmunder zu attackieren. Natürlich hat aber auch der BVB seine individuelle Klasse. Nach dem Rückstand sind wir noch klarer geworden. Leider haben wir es nicht geschafft, die Führung gegen den anrennenden Gegner zu verteidigen. Das war bitter."

BVB - TSG Hoffenheim: Die Analyse

Terzic änderte seine Startelf nach der enttäuschenden 1:2-Niederlage in Freiburg auf einer Position, Bellingham ersetzte Kapitän Reus. Seine Mannschaft begann dominant und zielstrebig, vor allem über die linke Seite mit Guerreiro und Sancho liefen viele Angriffe. Im Zusammenspiel besorgte das Duo auch die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung (24.).

Trotz der Feldunterlegenheit kam Hoffenheim aber durch schnelle Konter und begünstigt durch teils eklatante Schnitzer der Dortmunder Hintermannschaft (Hummels, Akanji, Delaney) zu guten Chancen. Bebou, der gemeinsam mit Dabbur und statt des zuletzt eingesetzten Duos Kramaric (verletzt) und Belfodil (Bank) begann, vergab zweimal freistehend vor Hitz (18. und 24.).

Nach dem 1:1 von Dabbur (31.) erarbeitete sich Hoffenheim deutlich mehr Ballbesitz als in der Anfangsphase, Dortmund wurde gleichzeitig immer ideen- und harmloser. Die Anzahl an Strafraumszenen nahm auf beiden Seiten ab, zwischen dem Ausgleich und dem Pausenpfiff gab es keinen einzigen Abschluss. Das änderte sich direkt nach der Pause, als sich einmal mehr Dortmunds Schwäche nach Eckbällen zeigte: Hitz lenkte eine Hereingabe an Bebou, von dem der Ball zum 2:1 ins Tor sprang.

Terzic reagierte und brachte eine halbe Stunde vor Schluss mit Dahoud, Reus und Moukoko neue Offensivkräfte, die das Spiel zunächst aber nicht belebten. Haalands Ausgleich in der 81. war nicht wirklich absehbar - und löste Wut bei den Gegnern aus. Obwohl Dabbur im Vorfeld angeschlagen auf dem Rasen lag, wurde der Ball nicht ins Aus gespielt.

BVB - TSG Hoffenheim: Die Aufstellungen

Dortmund: Hitz - Can, Akanji, Hummels, Guerreiro - Delaney (59. Dahoud), Bellingham (71. Schulz) - Brandt (60. Moukoko), Reyna (59. Reus), Sancho - Haaland. - Trainer: Terzic

Hoffenheim: Baumann - Posch, Grillitsch, Vogt - Kaderabek (64. Gacinovic), Rudy, Samassekou, John - Baumgartner - Bebou, Dabbur (88. Skov). - Trainer: Hoeneß

Die Daten des Spiels BVB gegen TSG Hoffenheim

  • Tore: 1:0 Sancho (24.), 1:1 Dabbur (31.), 1:2 Bebou (51.), 2:2 Haaland (81.)

  • Hoffenheims Vogt sah seine fünfte Gelbe Karte und wird beim kommenden Spiel fehlen.
  • Mit vier Punkten aus vier Spielen legte Dortmund den schwächsten Rückrundenstart seit der Saison 2008/09 unter Jürgen Klopp hin (damals drei Punkte).

Der Star des Spiels: Ihlas Bebou (TSG Hoffenheim)

Vergab zwei Großchancen, ehe er von Hitz zu seinem Tor gezwungen wurde. Bebou war an vorderster Front ein steter Gefahrenherd, gab die meisten Torschüsse aller Spieler ab und bestritt außerdem die meisten Zweikämpfe und Luftzweikämpfe.

Der Flop des Spiels: Julian Brandt (BVB)

Als rechter Flügelspieler aufgeboten enttäuschte Brandt einmal mehr. Er war an keinem einzigen Torschuss beteiligt und verzeichnete zum Zeitpunkt seiner Auswechslung in der 60. die zweitwenigsten Ballkontakte nach Haaland. Seine Pass- und Zweikampfquoten zählten zu den schlechtesten bei Dortmund.

Der Schiedsrichter: Bastian Dankert

Im Vorfeld des Hoffenheimer 1:1 übersah Dankert auf der anderen Spielfeldseite ein Foulspiel von Vogt an Haaland. Dessen vermeintliches Tor zum 2:2 (58.) zählte wegen einer Abseitsstellung zurecht nicht.

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