Fussball

BVB-Meistertorhüter Roman Weidenfeller exklusiv: Ein Gegner wie PSG liegt Borussia Dortmund

Hat vor dem Champions-League-Achtelfinale zwischen dem BVB und PSG ein gutes Gefühl: Ex-Torhüter Roman Weidenfeller.

Paris Saint-Germain geht als Favorit ins Champions-League-Achtelfinale gegen Borussia Dortmund (ab 21 Uhr im LIVETICKER und live auf DAZN). Ex-Torwart Roman Weidenfeller zeigt sich bei SPOX und Goal dennoch zuversichtlich, übt aber gleichzeitig auch Kritik an den schwankenden Leistungen des BVB.

"Ich bin positiv gestimmt. Der Mannschaft liegt es, wenn sie eine spielstarke Mannschaft als Gegner hat. Ich glaube, dass es ein sehr offenes Spiel wird", sagte Weidenfeller vor dem Duell gegen PSG: "Natürlich muss der BVB bei einem Heimspiel vorlegen, weil es in Paris unheimlich schwer wird. Man hat gegen Frankfurt wieder gezeigt, dass man sehr viele Tore erzielen und tollen Fußball spielen kann. Jetzt muss der nächste Schritt folgen."

Im Interview mit SPOX und Goal am Rande der Laureus World Sports Awards in Berlin übte der 39-Jährige allerdings auch Kritik an den schwankenden Leistungen der Schwarz-Gelben: "Die Mannschaft spielt zu inkonstant, das ist für mich die Überschrift über die bisherige Saison", erklärte Weidenfeller.

Weidenfeller: "Zielsetzung des BVB war eigentlich das Pokalfinale"

"Die Leistung gegen Frankfurt war stark, aber in der Woche vorher wurde unnötig in Leverkusen verloren. Aus dem Pokal ist man leider rausgeflogen, da war die Zielsetzung eigentlich das Pokalfinale", ergänzte der BVB-Meistertorhüter von 2011 und 2012.

Positiv bewertete der langjährige Profi, der 2018 seine Laufbahn beendet hatte, hingegen den Einkauf von Erling Haaland in der Winterpause. "Er ist noch sehr jung und hat offensichtlich eine große Karriere vor sich. Aus meiner Sicht hat er die richtige Entscheidung getroffen, zunächst nicht zu einem ganz großen Klub wie Real Madrid, FC Barcelona oder in England zu gehen", sagte Weidenfeller. Haaland habe "mit dem Zwischenschritt Dortmund immer noch alle Möglichkeiten für die Zukunft. Er sucht immer den direkten Weg zum Tor, hat eine Superquote und ist sehr engagiert. Deshalb mögen die Fans in Dortmund Erling sehr."

Favorit auf den Gewinn der Champions League ist für den Finalisten von 2013 Titelverteidiger FC Liverpool mit Jürgen Klopp: "Wir haben uns in Dortmund menschlich gut verstanden, sind gemeinsam gewachsen und hatten unheimlich viel Erfolg. Ich schaue mir Liverpool sehr gerne an, weil es immer ein Spektakel ist und man sich natürlich für den Ex-Coach freut, wenn er so erfolgreich ist wie im Moment."

In seiner Position als BVB-Markenbotschafter sieht Weidenfeller kein Problem für seine Rolle als TV-Experte, auch wenn er mit vielen Profis noch zusammengespielt hat. "Klar ist es manchmal nicht ganz so leicht, Kritik zu üben", gab er zu. "Ich versuche, möglichst viel aus der Sicht des Fußballers zu erklären. Man muss natürlich Klartext sprechen, das ist man von mir gewohnt und das ist auch mein Anspruch. Aber man muss deshalb nicht gleich irgendwelche populistischen Brandreden halten."

Schritt ins operative Geschäft beim BVB derzeit nicht geplant

Den Schritt ins operative Geschäft der Borussia, wie ihn sein früherer Mitspieler Sebastian Kehl gemacht hat, plant der Weltmeister von 2014 derzeit nicht. "Mein Terminkalender ist komplett voll und ich bin mit den vielen verschiedenen Aufgaben ausgelastet. Als Markenbotschafter, TV-Experte und im sozialen Bereich", sagte er. Neben der BVB-Stiftung "leuchte auf" engagiert er sich bei roterkeil.net, einem Netzwerk gegen Kindermissbrauch, sowie seit einem halben Jahr als Botschafter der Laureus Stiftung.

"Das ist eine unglaublich tolle Aufgabe und eine Ehre. Für mich ist es ganz wichtig, Kindern etwas zurückzugeben und zu zeigen, was man alles durch Sport erreichen kann. Außerdem sind die World Sports Awards unheimlich interessant, weil man sich mit aktiven und ehemalige Topsportlern persönlich austauschen kann. Als Profi-Fußballer hatte man da nicht so viele Möglichkeiten", erklärte Weidenfeller, der bei der Veranstaltung in Berlin erstmals dabei war.

Dort wurden am Montagabend zum 20. Mal die besten Sportler und Sportlerinnen des vergangenen Jahres ausgezeichnet. Aus Deutschland erhielten Motorsportlerin Sophia Flörsch für ihr Comeback nach einem schweren Unfall und Basketball-Legende Dirk Nowitzki für sein Lebenswerk einen Laureus.

Bundesliga-Tabelle: BVB mit vier punkten Rückstand auf Bayern

PlatzTeamSp.ToreDiffPkt.
1.Bayern München2262:243846
2.RB Leipzig2256:253145
3.Borussia Dortmund2263:323142
4.Borussia M'gladbach2142:241842
5.Bayer Leverkusen2238:29940
6.Schalke 042232:27536
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