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Fussball

Magath will über Hamburg nach Berlin

SID
magath, felix, wolfsburg
© Getty

Wolfsburg - Kein Blick zurück: Der 54 Jahre alte Fußball-Lehrer Felix Magath will den VfL Wolfsburg gegen den Hamburger SV in das Halbfinale des DFB-Pokals führen - und dann nach Möglichkeit noch weiter.

"Unser Ziel ist Berlin", betonte der einstige HSV-Kultspieler vor dem Nordderby (Mi, 17.45 Uhr im SPOX-TICKER) unmissverständlich. Und lässt alle Sentimentalitäten ruhen - zumindest bis zum Abpfiff.

Als Regisseur hat Magath den HSV 1983 zu dessen bis dato letzten deutschen Meistertitel geführt und den Traditionsverein im selben Jahr zum Europapokal der Landesmeister geschossen. Später war er für die Hanseaten auch noch als Manager und Trainer tätig.

Grafite kündigt weitere Steigerung an

Das sind sportliche Momente, die für immer haften bleiben. "Der HSV ist ein Verein, der unser Vorbild ist. Er gehört zu den besten Fußball-Vereinen der Liga", meinte der einstige Mittelfeldstratege respektvoll. Magath sagt aber auch: "Da wollen wir noch hin."

Ein kleines Stück des Wegs hat der Europameister von 1980 bereits zurückgelegt. Die Wölfe haben wieder Biss und in diesem Jahr mit 10 Punkten aus vier Partien den besten Bundesliga-Rückrundenstart ihrer Klub-Geschichte hingelegt. "Das wird noch besser werden", kündigte Torjäger Grafite an.

Am besten schon im Pokal-Hit gegen den großen HSV, der die gewachsenen Qualitäten des kleinen Nordrivalen zu spüren bekommen soll. "Wir wollen von der ersten Minute nach vorn spielen und die Abwehr des HSV von Beginn an unter Druck setzen", versprach Magath, der wohl seine Bestbesetzung auf das Feld schicken kann.

van der Vaart wohl von Beginn an dabei

Dass der Kontrahent aller Voraussicht nach wieder mit dem zuletzt verletzten Superstar Rafael van der Vaart angreifen wird, stört Magath nicht. Im Gegenteil: "Es ist besser, wenn er spielt. Wenn neue Spieler ins Team rutschen, legen sie sich besonders ins Zeug." Außerdem denkt der "Leitwolf" auch an den Anhang, der mit dem sportlichen Aufschwung mithält und für ein neues Wir-Gefühl sorgt: "Die Fans können sich auf einen Weltklasse-Spieler freuen."

Van der Vaart ist trotz eines noch nicht ganz ausgeheilten Bänderanrisses im Fuß heiß auf einen Platz in der Startelf: "Es hat mir gut getan, gegen Bayern wieder Praxis zu bekommen", sagte der Niederländer nach seinem Kurzeinsatz beim 1:1 in München. Die Zweikämpfe hätten ihm die Sicherheit zurückgegeben, "die Angst ist verflogen".

Seeler glaubt an "seinen" HSV

Trainer Huub Stevens muss seinen Regisseur eher bremsen, auch wenn beide das gleiche Ziel haben: Sie wolle sich mit einem Titel im Sommer aus Hamburg verabschieden.

Mit dem Trainer Magath stand der HSV zuletzt vor elf Jahren in der Vorschlussrunde des Pokals, schied dann gegen Stuttgart aus. "In Wolfsburg ist ein Sieg drin", glaubt HSV-Idol Uwe Seeler, der angesichts der guten Form des Bundesliga-Vierten keine Bedenken hat: "Die Mannschaft will nach Berlin." Sie werde sich trotz der hohen Belastung durch UEFA-Cup und Bundesliga zusammenreißen.

Auch für Stevens scheint die Motivation seiner Truppe ein Leichtes zu sein: "Das ist ein K.o.-Spiel, da geht es um alles oder nichts. Das wissen die Jungs", sagte er vor der Abfahrt nach Niedersachsen.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

VfL Wolfsburg: Benaglio - Costa, Simunek, Madlung, Schäfer - Gentner, Josue, Hasebe - Marcelinho - Dzeko, Grafite

Hamburger SV: Rost - Demel, Reinhardt, Mathijsen, Benjamin - Kompany, de Jong - Jarolim, Van der Vaart, Trochowski - Olic

Schiedsrichter: Fleischer (Sigmertshausen)

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