Fussball

LASK-Coach Valerien Ismael übt Kritik an Punkteteilung: "Vordere Mannschaften werden bestraft"

Von APA
Valerien Ismael ist nicht erfreut über die Punkteteilung in der österreichischen Bundesliga.

Startrekord für Trainer Valerien Ismael, eine perfekte Auswärtsbilanz und die Tabellenführung nach dem Grunddurchgang: Der LASK hat die erste Phase der Fußball-Bundesliga mit Bravour absolviert. Mit dem 1:0 in Mattersburg gelang auch die Generalprobe für das Achtelfinal-Heimspiel in der Europa League gegen Manchester United am Donnerstag, allerdings haben die Linzer einige Personalsorgen.

Gegen die Engländer fehlen die gesperrten Verteidiger Petar Filipovic und Philipp Wiesinger sowie Marvin Potzmann und wohl auch Offensivmann Thomas Goiginger, der am Sonntag in Mattersburg in der Anfangsphase mit einer Knieverletzung vom Feld musste. "Mit Verletzungen im Fußball muss man leben, die passieren eben. Die Mannschaft ist gefestigt genug, solche Situationen wegzustecken. Das wichtigste ist, gut zu regenerieren und den Kopf freizubekommen", sagte Trainer Valerien Ismael.

"Sollte man überdenken": Ismael adressiert Bundesliga-Format

Sonst konnte der Franzose aber höchst zufrieden Zwischenbilanz ziehen. So gewann der LASK alle elf Auswärtsspiele dieser Saison. "Das ist eine unglaubliche Leistung, die wir bisher abgeliefert haben", sagte Ismael, der selbst einen neuen Startrekord in der Bundesliga (seit 1974) aufgestellt hat. 17 Siege in den ersten 22 Spielen waren zuvor noch keinem Trainer gelungen. Ismael gab das Lob an sein "gesamtes Trainerteam" weiter und sprach ein "großes Kompliment an die Mannschaft" aus.

Die Linzer gehen nun mit drei Punkten Vorsprung auf Salzburg und sieben auf Rapid in den Kampf um ihren zweiten Meistertitel nach jenem von 1965. Dass es wegen der Punkteteilung nicht ein Polster von sechs (Salzburg) bzw. 14 Zählern (Rapid) gibt, gefällt Ismael aber nicht. "Hinten liegende Mannschaften profitieren, vordere werden bestraft. Das sollte man doch überdenken", regte er an.

Mattersburg-Torhüter Casali optimistisch: "Haben die Qualität"

Während sich der LASK zunächst auf das Highlight Manchester freut, beginnt für Mattersburg nun die Vorbereitung auf den Abstiegskampf. Im Hinterkopf hat man im Burgenland aber auch noch die Chance auf den Europacup, immerhin liegt man nur drei Zähler hinter der Austria. "Alle Mannschaften können sowohl gegen den Abstieg als auch um die Europa-League-Qualifikation kämpfen. Ich bin überzeugt, wir haben die Qualität, um oben zu bleiben", gab sich Torhüter Tino Casali optimistisch.

Ebenso wie Franz Ponweiser. "Es warten zehn harte Runden auf uns, aber ich bin überzeugt, wir schaffen es", sagte der Trainer. Seine Zuversicht hat auch damit zu tun, dass sich die Defensive zuletzt im Vergleich zum Herbst stark verbessert zeigte.

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