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NFL Week 7: Redskins ringen Cowboys nieder - Patriots entgehen Bears-Comeback knapp

Von SPOX
Die Washington Redskins haben die Dallas Cowboys knapp geschlagen

Week 7 der NFL brachte diverse verrückte Finishes und jede Menge Highlight-Reel-Plays. Die Los Angeles Rams sind weiter ungeschlagen, während die Washington Redskins am Ende mit Glück die Dallas Cowboys besiegten. Die Carolina Panthers schafften ein sehenswertes Comeback gegen die Philadelphia Eagles und den Chicago Bears fehlte letztlich ein Yard zum Wunder-Comeback gegen die New England Patriots. Drew Brees erreichte derweil den nächsten historischen Meilenstein.

NFL Week 7: Recaps, Ergebnisse, Highlights

Bye-Week: Packers, Raiders, Seahawks, Steelers.

Baltimore Ravens (4-3) - New Orleans Saints (5-1)

Ergebnis: 23:24 (0:0, 10:7, 7:0, 6:17) BOXSCORE

  • Der 1-Yard-Touchdown-Pass von Drew Brees auf Tight End Benjamin Watson zur zwischenzeitlichen 7:3-Führung war der 500. Touchdown-Pass in der Karriere von Brees. Er ist damit erst der vierte Quarterback überhaupt, der diese Marke erreicht hat. Die anderen sind Peyton Manning (539), Brett Favre (508) und Tom Brady (504).
  • Die Ravens gingen mit einer 10:7-Führung in die Kabine. Grund dafür war eine Premiere Sekunden vor der Halbzeit: Rookie-QB Lamar Jackson erzielte seinen ersten Rushing-Touchdown in der NFL. Er war als QB der Wildcat-Formation aufgelaufen, während der etatmäßige QB Joe Flacco als Pseudo-Wide-Receiver fungierte.
  • Die Saints eröffneten das Spiel in Baltimore mit einem bemerkenswerten Drive über 20 Spielzüge. Dieser blieb jedoch unbelohnt, denn beim 20. Snap verlor Taysom Hill einen Fumble an der 4-Yard-Linie der Ravens, den Baltimore eroberte. Die Saints sind erst das dritte Team in den letzten zehn Jahren mit einem Drive über mindestens 20 Spielzüge, aber ohne Score in der NFL. Die anderen waren die Patriots 2009 und die Panthers 2016.
  • Schockierendes Ende: Die Ravens schafften 24 Sekunden vor Spielende doch noch den Anschluss durch einen 14-Yard-Touchdown-Pass von Joe Flacco auf John Brown. Doch dann das Unglaubliche: Ravens-Kicker Justin Tucker setzte den Extra-Punkt rechts daneben. In seinen sieben Jahre in der NFL war ihm das noch nie zuvor passiert - nicht nach alter Distanz, nicht nach neuer Distanz. Eine unliebsame Premiere zur absoluten Unzeit.

San Francisco 49ers (1-5) - Los Angeles Rams (7-0)

Ergebnis: 10:39 (0:3, 7:19, 3:10, 0:7) BOXSCORE

  • In der Bay Area kommt es einmal mehr zum direkten Aufeinandertreffen zwischen zwei der besten und kreativsten Offensivgehirne der Liga. Der Unterschied: Während Sean McVay über das Spielermaterial verfügt, um die Vision seiner Offense nahezu perfekt umzusetzen, ist das auf der Gegenseite bei Kyle Shanahan spätestens seit der Verletzung von Quarterback Jimmy Garoppolo (Kreuzbandriss) nicht mehr der Fall.
  • Auch in der Vorwoche zeigten die 49ers, dass sie immer noch imstande sind, über das Scheme Big Plays zu kreieren. Ob das allerdings reicht, um gegen das beste Team der Liga zu bestehen? Es darf bezweifelt werden. Zu allem Überfluss wird die ohnehin anfällige Niners-Defense durch den Ausfall von Cornerback Jimmie Ward (Oberschenkel) wohl zusätzlich geschwächt werden.
  • Die Rams werden am Sonntag zwar auf Wide Receiver Cooper Kupp (Knie) verzichten müssen und auch Guard Rodger Saffolds (Knie) Einsatz ist noch fraglich, dennoch geht LA als klarer Favorit ins Spiel. Mögliche Hoffnung für San Francisco: Im Running Game waren die Rams zuletzt verwundbar, ein fitter Matt Breida (Schulter, Knöchel) könnte Gold wert sein.

Washington Redskins (4-2) - Dallas Cowboys (3-4)

Ergebnis: 20:17 (7:0, 0:7, 3:0, 10:10) BOXSCORE

  • Dramatisches Finish in der Hauptstadt! Mit auslaufender Uhr hatten die Cowboys den Ausgleich buchstäblich auf dem Fuß von Kicker Brett Maher. Doch der setzte das Leder aus 52 Yards an den linken Upright und die Partie war verloren. Bitter: Eigentlich hätten die Cowboys einen Field-Goal-Versuch aus 47 Yards gehabt - Maher hatte zuvor im Spiel bereits aus dieser Distanz getroffen - doch eine Snap-Infraction-Strafe bewegte den Ball fünf Yards zurück.
  • Die Washingon Redskins profitieren von der erneuten Pleite der Eagles und führen nun die NFC East mit einem Spiel Vorsprung vor Dallas und Philly alleine an. Zu verdanken haben sie dies vor allem ihrer starken Defensivleistung. Nicht nur sorgte Preston Smith mit seinem Fumble-Return-Touchdown innerhalb der letzten fünf Minuten für die Vorentscheidung, die komplette Defense schaltete auch Star-Running-Back Ezekiel Elliott regelrecht aus. Zeke lief lediglich für 31 Yards - sein mit Abstand schlechtester Auftritt der Saison.
  • Schrecksekunde für die Cowboys im ersten Viertel. Bei einem Lauf wurde Quarterback Dak Prescott hart getroffen und blieb kurz liegen. Es ging ins Medizinzelt für eine genauere Untersuchung, doch eine Gehirnerschütterung wurde nicht diagnostiziert. Also kam er zum Start des zweiten Viertels zurück und fand dann auch kurz vor der Pause Michael Gallup für einen 49-Yard-Touchdown-Pass. Fünf Minuten vor Schluss verlor Dak dann aber auch den Fumble vorm Skins-TD zum 20:10, brachte Dallas aber Touchdown-Lauf nochmal in die Partie zurück.

Philadelphia Eagles (3-4) - Carolina Panthers (4-2)

Ergebnis: 17:21 (0:0, 10:0, 7:0, 0:21) BOXSCORE

  • Was für ein absolut irres Finish in Philly! Die Partie schien eigentlich schon entschieden, zu Beginn des Schlussviertels führten die Hausherren 17:0 - die Partie fühlte sich zu diesem Zeitpunkt aber deutlicher an. Carolina hatte bis dahin keinerlei Rhythmus im Passspiel, Cam Newton (25/39, 269 YDS, 2 TD; 7 ATT, 49 YDS) hatte einmal mehr Probleme, wenn die Defense ihn unter Druck setzen konnte und auch das Run Game der Panthers, ähnlich wie gegen Washington in der Vorwoche, konnte das Team nicht ansatzweise so tragen, wie teilweise in den ersten Wochen der Saison.
  • Doch wie auf Knopfdruck wachte Carolina auf. Der mit Abstand beste Offense-Drive der Panthers endete mit einem Misdirection-TD-Run durch Curtis Samuel und beim nächsten Drive fand Newton Funchess zum Touchdown, der Ronald Darby mit einem Double-Move hatte aussteigen lassen - nach erfolgreicher 2-Point-Conversion führten die Eagles nur noch mit 17:14!
  • Und das Spiel kippte immer weiter. Philadelphias Offense-Motor stotterte jetzt komplett, Carolinas Defense erzwang einen weiteren Punt und mit über zwei Minuten auf der Uhr und zwei Timeouts erhielt Carolina den Ball zurück; Newton machte genau da weiter: Eine herausragende lange 4th-Down-Conversion, eine kritische Third-Down-Conversion und bei 3rd&Goal fand er Greg Olsen via Play Action - Carolina hatte die Partie gedreht!
  • Etwas über eine Minute hatte Philadelphia im Gegenzug noch. Nachdem die Eagles-Offense über Carson Wentz (30/37, 310 YDS, 2 TD) und Alshon Jeffery (7 REC, 88 YDS, TD) sowie vor allem über die Tight Ends, die Carolina einmal mehr größere Probleme bereiteten, phasenweise die Partie scheinbar im Griff hatte, war hier der Rhythmus komplett verloren gegangen.
  • Nach einer langen Pass-Interference-Strafe gegen die Panthers war Philadelphia schnell in Schlagdistanz, Wentz hatte direkt danach riesiges INT-Glück, als ein vermeintlicher Pick von Eric Reid von den Refs doch zurückgenommen wurde. Doch brachte Wentz den Ball nicht mehr in die Endzone - Carolina feiert so einen enormen Comeback-Sieg gegen ein Eagles-Team, das sich einmal mehr mit einigen merkwürdigen Play-Calls selbst im Weg stand und eine Partie ohne Grund aus der Hand gab.

Seite 1: Eagles-Meltdown, Ravens-Schock - und Washington schlägt Dallas

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