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NFL: Power Ranking nach Week 5

Schwergewichte im freien Fall?

Donnerstag, 12.10.2017 | 10:00 Uhr
Für die Oakland Raiders und die Dallas Cowboys läuft die Saison bisher überhaupt nicht wie erhofft
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16. Pittsburgh Steelers (3-2)

Platzierung im vergangenen Ranking: 3

Was haben wir uns von den Steelers nicht erhofft - die Offense endlich in Topbesetzung zusammen schien auf dem Papier so gut, dass sie historische Marken angreifen können würde. Natürlich kann sich Pittsburgh hier noch steigern und zumindest wieder zur aktuellen Ligaspitze gehören, das zu prognostizieren wäre aber reine Spekulation. Fakt ist: Roethlisberger - auch wenn man die ganze Rücktritts-Debatte mal außen vor lässt - hat Probleme mit dem langen Pass, spielt äußerst inkonstant sowie ungenau und leistet sich viel zu viele riskante Pässe. Das Passspiel lebt aktuell primär von einem herausragenden Antonio Brown. Dazu kommt, dass die Line (noch) nicht auf dem starken Level der Vorsaison ist und das Run Game erst langsam in Schwung kommt. Warum also die Steelers trotzdem noch im Mittelfeld? Das liegt vor allem an der Defense. Die Cornerbacks und die Secondary sind im Vergleich zu 2016 deutlich verbessert, die Defensive Line macht gegen den Pass Druck. Hier muss Pittsburgh noch die Big Plays besser verhindern - möglicherweise auch, indem die eigentlich stark besetzte Line ein simpleres Scheme spielen darf.

15. Dallas Cowboys (2-3)

Platzierung im vergangenen Ranking: 8

Eines der ersten Teams, das im Entstehungsprozess dieses Rankings ordentlich durch die Gegend geschoben wurde. Ein elementares Problem: Die große Stärke der vergangenen Saison - die Offensive Line - ist gut, aber längst nicht auf dem dominanten Level des Vorjahres, dahinter wirkt Ezekiel Elliott nicht so explosiv wie gewohnt. Ausgeglichen wird das zu einem gewissen Grad durch Dak Prescott, der generell eine sehr gute Saison spielt, sich gleichzeitig aber auch bei Dez Bryant bedanken kann, dass er nicht schon einige Interceptions mehr auf dem Konto hat. Dazu kommen defensiv nach dem Exodus in der Secondary die erwartbaren Probleme, auch wenn der Pass-Rush verbessert ist. Gleichzeitig aber bekam die Run-Defense von der Packers-Line eindrucksvoll die Grenzen aufgezeigt. Es ist gut möglich, dass die Kombination aus weniger Offense-Dominanz und individuellen Problemen in der Defense dafür sorgt, dass Dallas in diesem Jahr die Playoffs verpasst.

14. New Orleans Saints (2-2)

Platzierung im vergangenen Ranking: 19

Das Duell mit Detroit wird sehr spannend. Die Saints hatten schon wieder ihre defensiven Einbrüche, haben aber auch gezeigt, dass sie hier im Laufe der Saison möglicherweise zumindest in den Liga-Durchschnitt klettern können. Das liegt einerseits an einem verbesserten Pass-Rush, andererseits auch an guten Vorstellungen von Marshon Lattimore. Gelingt hier tatsächlich endlich ein Sprung ins solide Mittelmaß, muss man mit den Saints rechnen, denn die Offense sieht schon wieder gewohnt gut aus: Drew Brees dirigiert einmal mehr eines der produktivsten Passing Games der Liga, eindrucksvoll ist, wie stark die Rolle von Alvin Kamara hier bereits ist. Saints-Fans müssen sich an die Darren-Sproles-Jahre zurückerinnert fühlen. Zudem kommt jetzt Willie Snead zurück und wird Druck von Thomas nehmen, die schon jetzt glänzend spielende Offensive Line erhält zeitnah Terron Armstead zurück. Mit diesen Saints ist zu rechnen!

13. Buffalo Bills (3-2)

Platzierung im vergangenen Ranking: 31

Vor Buffalos Defense muss man größten Respekt haben: Nach nur wenigen Monaten erkennt man die Handschrift des neuen Head Coachs ganz deutlich, Scheme und individuelle Qualität ergänzen sich glänzend. Die Bills können mit dem 4-Men-Rush Druck erzeugen und haben in der Secondary die Spieler, um mit Turnovers Spiele zu drehen. Somit ist es kein Zufall, dass Buffalo mit Denver und Atlanta schon einige Schwergewichte schlug sowie in Carolina nur knapp an einem Auswärtssieg vorbei schrammte. Gleichzeitig allerdings ist die Frage: Wie weit kann das Team mit dieser Offense kommen? Tyrod Taylor spielt solide, trotzdem ist das Passspiel viel zu unproduktiv - was auch an einem schlechten Receiving-Corps sowie mitunter stark problematischer Protection liegt. Dass jetzt Charles Clay ausfällt, wird den Bills nochmals sehr wehtun. Und das Run Game kann bisher nicht einmal ansatzweise so dominieren, wie das in den vergangenen Jahren noch der Fall war. Die Bills brauchen offensiv schnell Antworten, andernfalls geht der Trend eher früher als später nach unten.

12. Minnesota Vikings (3-2)

Platzierung im vergangenen Ranking: 12

Wird die Offense erneut zum Stolperstein für die Vikings? Defensiv glänzt Minnesota bislang: Hunter und Griffen sind eines der besten Pass-Rush-Duos in der NFL, Harrison Smith und Xavier Rhodes gehören auf ihren Positionen mindestens in die Top-5 und auch die Linebacker spielen stark. Die großen Fragezeichen auf der Quarterback-Position aber hängen wie ein Damoklesschwert über dem Team. Sam Bradford fällt nach einem in vielerlei Hinsicht desaströsen Auftritt in Chicago wohl erneut aus, Case Keenum spielt bisher seine besten NFL-Spiele, man darf aber durchaus noch daran zweifeln, dass er das konstant abruft. Auch wenn er ein glänzend aufgelegtes Receiver-Duo zu seiner Verfügung hat. Teddy Bridgewater derweil ist - auch wenn sich sein Comeback zunehmend ankündigt - mindestens für diese Saison eine komplette Wildcard. Umso mehr tut das Saisonaus von Dalvin Cook weh, den Minnesota eins zu eins nicht ersetzen kann. Die Offensive Line ist deutlich besser als das Debakel der Vorsaison, die Offense wird also funktional bleiben. Spielt die Defense so weiter, könnte das zu einem Playoff-Platz reichen.

11. Los Angeles Rams (3-2)

Platzierung im vergangenen Ranking: 27

Zugegeben: Ich tue mich noch etwas schwer damit, die Rams einzuordnen. Jared Goff hatte einige sehr gute Spiele, weil ihm eine deutlich verbesserte Line und ein ähnlich stark verbessertes Receiving-Corps fast so viel helfen, wie das Scheme des neuen Head Coachs Sean McVay. Gleichzeitig aber hat er noch immer klar sichtbare individuelle Probleme, die vor allem gegen Pressure sowie in offensichtlichen Passing-Situationen mehr als deutlich werden. Die Entwicklung von Todd Gurley muss Rams-Fans derweil gefallen, defensiv zeigt Aaron Donald auch in dieser Saison, warum er einer der besten Verteidiger in der gesamten NFL ist. Trotzdem offenbaren die Rams bisher immer wieder Lücken in der Pass-Defense und sind statistisch eine der anfälligsten Run-Defenses ligaweit. Um den nächsten Schritt zu machen und Seattle in der Division ernsthaft herauszufordern, muss einerseits Goff noch einen weiteren Schritt nach vorne machen, andererseits aber auch die Defense insgesamt noch dominanter auftreten.

10. Detroit Lions (3-2)

Platzierung im vergangenen Ranking: 23

Die Detroit Lions sind wohl das Team, das am schwierigsten einzuordnen ist. Stafford spielt erneut eine sehr gute Saison, trotzdem fehlt es dem Passspiel an Rhythmus, die Lions sind hier immer wieder phasenweise komplett abgemeldet. Das liegt stark an der sehr wackligen Offensive Line, aber auch daran, dass das Run Game einmal mehr zu unkonstant ist und nur eine überschaubare Hilfe ist. Loben muss man die Defense, die Front wirkt im Vergleich zur vergangenen Saison klar stärker. Trotzdem bleibt Detroit unter dem Strich eine Wundertüte und ist ein Team, das sich im Laufe der Spiele zu viele Fehler erlaubt, was dann dazu führt, dass spät im Spiel vieles perfekt laufen muss, um noch zurück zu kommen. Sollte die Line stabiler werden, könnte das schnell anders aussehen. Das allerdings ist ein großes Fragezeichen.

9. Seattle Seahawks (3-2)

Platzierung im vergangenen Ranking: 4

Neues Jahr, alte Probleme in Seattle. Dieses Team wäre ein ganz heißer NFC-Favorit, wenn Seattle seine Offensive Line in den Griff bekommen würde. Möglicherweise sähe das mit George Fant anders aus, die Realität aber ist eine der löchrigsten Lines in der Liga. Dahinter funktioniert einerseits das Run Game überhaupt nicht, wodurch die vor der Saison angepeilte größere Offensiv-Balance nicht möglich ist. Andererseits steht Russell Wilson permanent unter Druck, was jedes Spiel aus Offense-Sicht zu einem Drahtseilakt macht. Konstante Produktion ist so kaum möglich. Defensiv ist die Front noch nicht so dominant, wie vor der Saison gedacht und der Ausfall von Cliff Avril sowie möglicherweise jetzt auch noch der von Michael Bennett helfen dabei natürlich wenig. Trotzdem spielt die Defense insgesamt schon jetzt wieder auf einem sehr hohen Level, sie sollte die Hawks in jedem Spiel konkurrenzfähig machen.

Seite 1: Von Cleveland bis New York

Seite 2: Von Tennessee bis Jacksonville

Seite 3: Von Pittsburgh bis Seattle

Seite 4: Die Spitzengruppe - Rückkehrer, alte Bekannte und einige Überraschungen

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