Suche...

NFL: Power Ranking nach Week 5

Schwergewichte im freien Fall?

Donnerstag, 12.10.2017 | 10:00 Uhr
Für die Oakland Raiders und die Dallas Cowboys läuft die Saison bisher überhaupt nicht wie erhofft
Advertisement
NFL
Live
Falcons @ Seahawks
NFL
Vikings @ Lions
NFL
RedZone -
Week 12
NFL
Packers @ Steelers
NFL
Redskins @ Cowboys
NFL
RedZone -
Week 13
NFL
Eagles @ Seahawks

8. New England Patriots (3-2)

Platzierung im vergangenen Ranking: 1

Die Patriots müssen ein wenig aufpassen, dass die Saison ihnen nicht entgleitet. Der Sieg über die Buccaneers war grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung, vor allem die defensiv mitunter horrenden Kommunikationsfehler wurden zu einem guten Stück behoben. Nach wie vor bleiben hier aber Fragezeichen, während die Run-Defense eine Baustelle ist. Gleichzeitig fordert die Kombination aus der löchrigen Offensive Line und dem größeren Fokus auf das Downfield-Spiel ihren Tribut: Tom Brady hat jetzt schon mehr Sacks kassiert als in der gesamten Vorsaison und plagt sich aktuell mit Schulterproblemen herum. Trotzdem spielt Brady herausragend und die Offense war bislang so gut, dass die Pats - abgesehen vom Opener - trotz der Defensiv-Defizite zu keinem Zeitpunkt das klar unterlegene Team waren. Der Champ hat noch seine Baustellen, die aber sind nicht irreparabel. Aktuell allerdings sind sie eben noch genau das: Baustellen. Und somit Schwachpunkte.

7. Washington Redskins (2-2)

Platzierung im vergangenen Ranking: 24

Vor der Saison wirkte Washington noch wie das potentiell schwächste Team in der NFC East, die Auftaktpleite gegen Philly bestätigte das scheinbar. Was die Redskins seither aber zeigen ist absolut beeindruckend: Die Defensive Line steigert sich konstant, gegen Oakland spielte die Defense nahe an der Perfektion. Auch in Kansas City hatte Washington eine ernsthafte Chance auf den Sieg. Kirk Cousins unterstreicht bisher abermals, warum er im Sommer ordentlich abkassieren wird, die Offensive Line gehört zu den ligaweit stabilsten. Und all das, obwohl im Receiving-Corps noch jede Menge Luft nach oben ist und es helfen würde, wenn Jordan Reed und Jamison Crowder so langsam wieder Leistung abliefern.

6. Denver Broncos (3-1)

Platzierung im vergangenen Ranking: 15

Fraglos eine der positiveren Überraschungen. Die Broncos haben ihre Run-Defense - in der Vorsaison die große Schwäche der Defense - eindrucksvoll repariert und gehören hier inzwischen zu den ligaweit besten Teams, während der starke Pass-Rush in Kombination mit dem wohl besten Cornerback-Trio der NFL im Passspiel nur schwer zu bezwingen ist. Und auch offensiv sind klare Fortschritte erkennbar: Die Line ist zumindest Durchschnitt, im Run-Blocking eher noch besser, und das Run Game wirkt im Vergleich zu 2016 auch dank Anderson und Charles um ein Vielfaches gefährlicher. Zudem hat Trevor Siemian einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht, auch wenn er noch zu viele falsche Coverage-Reads hat. So lange Denver aber defensiv so weitermacht und das Run Game funktioniert, muss man mit den Broncos rechnen.

5. Atlanta Falcons (3-1)

Platzierung im vergangenen Ranking: 2

Die Bye-Week kam für die Falcons zwar früh in der Saison, aber praktisch zum genau richtigen Zeitpunkt, um die Ausfälle zu überbrücken. Julio Jones könnte schon am kommenden Wochenende wieder spielen, Mohamed Sanu wird wohl noch ein bis zwei Wochen fehlen. Die Receiver-Ausfälle waren gegen Buffalo eklatant sichtbar. Klar ist, dass die Offense noch nicht an die herausragenden Auftritte der Vorsaison ran kommt - damit durfte allerdings auch niemand rechnen. An der Offensive Line liegt das jedoch zumeist nicht, auch das Run Game funktioniert schon wieder gut. Beides wichtige Faktoren und eine gute Basis. Vor allem defensiv aber müssen die Falcons mit dem ersten Saisonviertel zufrieden sein. Der Pass-Rush ist gefährlicher als 2016, die Secondary durch die Rückkehr von Desmond Trufant deutlich stabiler.

4. Philadelphia Eagles (4-1)

Platzierung im vergangenen Ranking: 21

Die defensive Front gehört zu den ligaweit besten, die Pass-Defense allerdings ist als Ganzes noch anfällig und hofft trotz der starken Auftritte von Patrick Robinson auf das Comeback von Ronald Darby. Offensiv können die Eagles auf eine sehr starke Line bauen, während Carson Wentz auf bestem Wege ist, einen großen Schritt nach vorne zu machen - das runderneuerte Receiving-Corps hilft dabei zweifellos, nachdem dieser Bereich in der Vorsaison noch ein riesiges Problem war. Zuletzt konnten die Eagles sogar ein besseres Run Game aufziehen. Philly wirkt schon wie ein vergleichsweise komplettes Team, das sich angesichts der individuellen Qualität in fast allen Mannschaftsteilen im Laufe der Saison noch verbessern sollte. Vieles deutet zum jetzigen Zeitpunkt darauf hin, dass die Division in diesem Jahr durch Philadelphia läuft.

3. Carolina Panthers (4-1)

Platzierung im vergangenen Ranking: 16

Was für einen Unterschied doch zwei Wochen machen können: Die Panthers starteten zumindest offensiv mehr als holprig in die Saison, nach und nach sieht man aber, wozu die Offense in der Lage sein kann. Cam Newton erinnert fast schon wieder an sein MVP-Jahr, auch weil Carolina ihm ganz offensichtlich wieder mehr Freiheiten in puncto Runs und Scrambles einräumt. Newton ist mit dieser Komponente deutlich gefährlicher und fühlt sich auch merklich wohler - umso beeindruckender sind seine Vorstellungen, wenn man bedenkt, dass gegen Detroit (und das nicht zum ersten Mal dieses Jahr) das Run Game ohne den angeschlagenen Ryan Kalil nicht funktionierte und mit dem verletzten Greg Olsen ein zentrales Element dieser Offense fehlt. Das Deep-Passing-Game funktioniert auch dank sehr guter Auftritte von Funchess und Benjamin merklich besser. Und defensiv? Die mit immenser Qualität besetzte Front sieht teilweise ihrerseits schon wieder wie 2015 aus, sowohl gegen den Run als auch gegen den Pass. Zusätzlich aber ist die Secondary deutlich verbessert, das ganze Scheme funktioniert so wieder.

2. Green Bay Packers (4-1)

Platzierung im vergangenen Ranking: 5

Natürlich hat die Defensive noch Löcher, da gibt es keine zwei Meinungen. Ein wirklich rundum komplettes Team aber gibt es aktuell nicht, und so schieben sich die Packers auf den zweiten Platz. Warum? Weil niemand die Quarterback-Position so spielen kann wie Aaron Rodgers, das hat er gegen Dallas einmal mehr eindrucksvoll gezeigt. Weil das Run-Blocking inzwischen herausragend ist und Green Bay künftig mit Aaron Jones und Ty Montgomery plötzlich ein gefährliches, sich gut ergänzendes Running-Back-Duo aufbieten kann. Weil Davante Adams und Randall Cobb besser wirken als in der Vorsaison. Und weil die Pass-Protection noch deutlich besser klappen wird, sobald David Bakhtiari zurückkehrt. Green Bays Offense gehört schon wieder zum absolut Besten, was die NFL zu bieten hat, während defensiv vor allem in der Secondary klar positive Ansätze zu sehen sind. Gerade der Pass-Rush allerdings ist und bleibt ein Problem.

1. Kansas City Chiefs (5-0)

Platzierung im vergangenen Ranking: 6

Das kompletteste Team der bisherigen Saison grüßt von der Spitze. Die Chiefs haben das beste Run Game der NFL, und das nicht nur mit Blick auf die absurden 5,7 Yards pro Run. Kareem Hunt spielt eine herausragende Saison und produziert Yards nach Kontakt, gleichzeitig sind im Run-Blocking nur wenige Teams besser. Alex Smith spielt die beste Saison seiner Karriere und zeigt im Passspiel sowie bei langen Downs eine Aggressivität, die ihm vor der Saison niemand zugetraut hätte. Zusätzlich dazu begeistern Scheme und Play-Calling von Andy Reid, einzige Sorgenfalte ist und bleibt die Pass-Protection. Und defensiv? Kansas City hat keine Elite-Defense, stellt sich bisher aber sehr gut auf seine Gegner ein. Die Front erzeugt jede Menge Druck auf gegnerische Quarterbacks, die Secondary kann den Ausfall von Eric Berry zumindest bisher eindrucksvoll auffangen. Kansas City ist kein unfehlbares, alles dominierendes Team. Aber die Chiefs liefern bisher die komplettesten Leistungen ab.

Seite 1: Von Cleveland bis New York

Seite 2: Von Tennessee bis Jacksonville

Seite 3: Von Pittsburgh bis Seattle

Seite 4: Die Spitzengruppe - Rückkehrer, alte Bekannte und einige Überraschungen

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung