Montag, 09.12.2013

Week 14

Brees-Meilenstein und Saints-Sieg

Die Saints überrollen Carolina im Superdome. Quarterback Drew Brees schreibt dabei Geschichte. Peyton Manning trotzt der Kälte. Die bittere Serie von Bruder Elis Giants geht weiter. San Francisco besiegt die Seahawks. Die Baltimore Ravens und die New England Patriots lieferten irre Schlussviertel und gewannen ihre Spiele spät, die Pats bangen aber um Rob Gronkowski. Jets-Quarterback Geno Smith bot endlich wieder eine gute Leistung, während die Kansas City Chiefs Washington auseinander nahmen.

Drew Brees (M.) stieg gegen Carolina in die Riege 50.000-Yard-Quarterbacks auf
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Drew Brees (M.) stieg gegen Carolina in die Riege 50.000-Yard-Quarterbacks auf

Baltimore Ravens (7-6) - Minnesota Vikings (3-9-1) 29:26 (7:0, 0:3, 0:3, 22:20) BOXSCORE

Was für ein irres Finish in Baltimore! Sechs Touchdowns lieferten beide Teams zusammen genommen im Schlussviertel, jeder einzelne bedeutete einen Wechsel des führenden Teams. Zunächst fand Ravens-QB Joe Flacco, der auch drei Interceptions warf, zwei Minuten vor Schluss Dennis Pitta bei dessen Comeback zum Touchdown, was zunächst wie der mögliche Game-Winner schien.

Doch der Wahnsinn ging dann erst richtig los. Die Vikings antworteten mit einem 41-Yard-TD-Run von Toby Gerhart, nur um nach einem Kickoff-Return-TD von Jacoby Jones wieder hinten zu liegen. Rookie Cordarrelle Patterson gelang im Gegenzug ein spektakulärer 79-Yard-Touchdown nach kurzem Pass, doch Baltimore hatte das letzte Wort: Die Ravens marschierten abermals in die Red Zone, wo Marlon Brown aus neun Yards den entscheidenden Touchdown lieferte.

Zusätzlich zu der Pleite gab es für Minnesota einen Schock-Moment: Running Back Adrian Peterson musste früh im Spiel mit einer Knöchelverletzung raus und kam nicht zurück. Quarterback Matt Cassel, der für Christian Ponder spielte, lieferte derweil erneut ein gutes Spiel: Bei 265 Passing-Yards gelangen ihm zwei Touchdown-Pässe und er blieb ohne Turnover.

New England Patriots (10-3) - Cleveland Browns (4-9) 27:26 (0:3, 0:3, 11:13, 16:7) BOXSCORE

Die Fans in Foxborough sahen einen ähnlich irren Schlussspurt wie die Zuschauer in Baltimore. Cleveland ging nach starker Leistung mit einer 12-Punkte-Führung in die Schlussminuten, dann aber legten die Patriots los: Zunächst fand Quarterback Tom Brady Julian Edelman in der Endzone, den folgenden Onside-Kick holte sich New England. Erneut marschierte Brady das Feld runter und bediente dieses Mal Danny Amendola zum Touchdown.

Da allerdings die 2-Point-Conversion nicht klappte, hatte Cleveland die Chance, mit einem Field Goal zu gewinnen. Quarterback Jason Campbell brachte die Browns in Position, der Field-Goal-Versuch von Billy Cundiff aus 58 Yards war aber zu kurz. Dabei hatte Cleveland in der ersten Halbzeit die starke Offense der Patriots dominiert: Brady gelangen in der ersten Halbzeit nur sieben Completions für 95 Yards, New England blieb ohne Punkte.

Darüber hinaus beeindruckte auch die Offense der Browns, Gary Barnidge fing einen 40-Yard-TD-Pass, Josh Gordon (151 Receiving Yards) einen aus 80 Yards. Tight End Jordan Cameron brachte Cleveland dann drei Minuten vor Schluss mit 26:14 in Führung, ehe der irre Schlussspurt der Patriots los ging.

Allerdings gab es auch einen Schock für New England: Rob Gronkowski musste verletzt raus, "Fox Sports" berichtete anschließend, der Tight End habe sich einen Kreuzbandriss zugezogen.

Cincinnati Bengals (9-4) - Indianapolis Colts (8-5) 42:28 (7:0, 7:0, 14:14, 14:14) BOXSCORE

Nachdem Indianapolis durch Touchdowns von Da'Rick Rogers und LaVon Brazill im dritten Viertel bis auf sieben Punkte ran gekommen war, roch es plötzlich nach einem weiteren Comeback für Quarterback Andrew Luck (326 Yards, 4 TDs).

Allerdings hatte Cincinnati, das weiterhin alle seine Heimspiele in dieser Saison gewonnen hat, etwas dagegen. Nach neun Picks in den letzten vier Spielen lieferte Andy Dalton ein starkes Spiel (275 Yards, 3 TDs) und machte mit anschließenden TD-Pässen zu Jermaine Gresham und A.J. Green alles klar.

Vor allem in der ersten Halbzeit war bei Indianapolis, war wie so oft in dieser Saison, nichts gelaufen. Die Bengals zogen durch TDs von Marvin Jones und BenJarvus Green Ellis davon, darüber hinaus brachten die Colts ihr Running Game (insgesamt 63 Rushing-Yards) nie ins Rollen. Cincinnati dagegen lieferte starke 155 Rushing-Yards und dominierte so das Spiel bis zum Schluss, wenngleich Luck noch zwei späte TD-Pässe gelangen.

New York Jets (6-7) - Oakland Raiders (4-9) 37:27 (10:0, 10:3, 10:14, 7:10) BOXSCORE

Nach mehreren katastrophalen Spielen in den letzten Wochen verhalt Jets-QB Geno Smith seinem Team dieses Mal zum Sieg. Zwar blieb er erneut nicht ohne Turnover und leistete sich eine frühe Interception, allerdings bediente er auch Jeremy Kerley in der Endzone und erlief selbst einen weiteren Touchdown. Außerdem war Smith mit 50 Rushing-Yards der zweitbeste Läufer der Jets.

Die Raiders, die gegen die stärkste Run-Defense der Liga ohne ihre beiden besten Running Backs antreten mussten, dürften sich derweil endgültig auf Quarterback Matt McGloin festgelegt haben: Terrelle Pryor durfte das Spiel beginnen, musste aber schon im ersten Viertel wieder Platz machen. Zwar warf McGloin zunächst eine Interception, allerdings hielt er Oakland mit TD-Pässen zu Mychal Rivera und Rod Streater auch im Spiel, am Ende reichte es aber nicht.

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Washington Redskins (3-10) - Kansas City Chiefs (10-3) 10:45 (0:17, 10:21, 0:0, 0:7) BOXSCORE

Nach drei Pleiten in Folge bekam Washington die ganze Wut der Chiefs zu spüren. Die Redskins bekamen ihre Offense nie zum Laufen und wurden darüber hinaus in den Special Teams düpiert: Kansas City gelangen bereits in der ersten Halbzeit Touchdowns per Punt- sowie per Kickoff-Return, womit Washingtons kurze Hoffnung auf ein Comeback nach dem Touchdown von Logan Paulsen endgültig beendet waren.

Auch Chiefs-RB Jamaal Charles (151 Rushing-Yards) fand zwei Mal die Endzone, Quarterback Alex Smith durfte sich ab Mitte des Schlussviertels ausruhen. Sein Gegenüber Robert Griffin III (12/26, 164 Yards) erlebte derweil ein weiteres enttäuschendes Spiel, warf eine Interception und auch er musste in der Schlussphase Platz machen für Backup Kirk Cousins. In der zweiten Halbzeit gelang Washington mit beiden Quarterbacks kein Punkt mehr.

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Adrian Bohrdt

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