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NBA: Kristaps Porzingis als neuer Superstar der New York Knicks

Gegen die Zweifel des Zen-Masters

Montag, 06.11.2017 | 12:22 Uhr
Kristaps Porzingis ist der neue Franchise-Spieler der New York Knicks
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Die New York Knicks weisen eine positive Bilanz nach neun Spielen auf. Das liegt vor allem an Kristaps Porzingis, der den nächsten Schritt in seiner Entwicklung gemacht hat und der uneingeschränkte Franchisespieler ist. Ex-Knicks-Präsident Phil Jackson hatte daran noch vor wenigen Monaten Zweifel. Sorgen macht derzeit nur der Bruder und Agent des Letten.

Die Familie kann man sich nicht aussuchen. Das wird Lonzo Ball mit seinem exzentrischen Vater nur allzu gut wissen. Doch auch Kristaps Porzingis kann davon ein Lied singen. So stark der Lette in den ersten Wochen der Saison spielte, so sehr wurden seine Auftritte von Aussagen seines Bruders Janis, der gleichzeitig auch der Agent des neuen Superstars der New York Knicks ist, überschattet.

"Kristaps ist ihr Aushängeschild, also sollten sie ihn nicht verärgern", sagte Janis Porzingis in einem Interview mit einem lettischen Medium. "Wenn doch, könnte Kristaps nach der Saison sagen, dass es nicht so cool in New York ist." Den Fans der Knickerbockers dürfte dabei das Herz in die Hose gerutscht sein. Nach all dem Drama um Carmelo Anthony sollte doch nun Ruhe einkehren.

Porzingis versuchte vor dem Spiel gegen die Phoenix Suns die Wogen zu glätten. "Ich liebe New York und sehe mich noch für eine lange Zeit als Knick. Die Fans sollten sich darüber keine Sorgen machen." Gleichzeitig betonte der Lette, dass die Aussagen seines Bruders aus dem Kontext gerissen worden seien.

Porzingis: Das neue Aushängeschild der New York Knicks

Seine Leistungen scheint das Gerede ohnehin nicht zu beeinflussen. Wenige Stunden, nachdem Porzingis über die Aussagen seines Bruders philosophierte, legte Porzingis gegen die Phoenix Suns zum zweiten Mal in dieser Saison 37 Punkte auf und zeigte dabei wieder die ganze Bandbreite seines Spiels.

Vor allem eine Szene blieb hängen. Mitte des vierten Viertels schulte KP Rookie Josh Jackson und blockte den Suns-Forward ohne Gnade weg, um nur wenige Sekunden später zum Monster-Dunk plus Foul auf der anderen Seite anzusetzen.

Das Publikum schrie auf, es herrschte eine Atmosphäre wie bei einem Playoff-Spiel, auch noch Minuten später. 'MVP'-Sprechchöre inklusive. "Die Energie im Garden war in diesem Moment unglaublich", schwärmte auch der Gefeierte. "Ich musste mich selbst erst einmal beruhigen, damit ich den Freiwurf noch treffen konnte." Zur Erinnerung: Gegner waren die biederen Suns, die an diesem Abend 35 Prozent aus dem Feld trafen.

Doch es herrscht Aufbruchstimmung. Porzingis legt im Schnitt 30,2 Punkte, 7,8 Rebounds und 2,2 Blocks pro Partie auf. Er ist der Grund, warum die Leute neugierig sind und weiter in das Mekka des Basketballs strömen. Genau dies bemerkte auch Porzingis' Bruder. "Wen wollen die New Yorker sehen? Zum Großteil ist es Kristaps. Das sollte die Organisation beachten."

Porzingis: Endlich Franchisespieler

Im Big Apple ist man sich dem bewusst, aber nicht alle Stars der Franchise wurden gut behandelt. Patrick Ewing wurde am Ende seiner Karriere vom Hof gejagt, die Causa Melo ist wohl bekannt. Auch im Baseball wurde zum Beispiel ein gewisser Derek Jeter von den Fans gnadenlos ausgebuht, als es nicht lief.

Mit Porzinigis soll das nicht passieren, die Fans lieben ihr Einhorn und so tut es auch die Organisation. "Er hat den Antrieb, der beste Spieler der Liga zu werden", ist sich sein Coach, Jeff Hornacek, sicher. "Er ist über 2,20 Meter groß und hat die Fähigkeit, an beiden Enden des Courts zu dominieren. Er hat diesen Sommer hart gearbeitet und ist noch jung. Er wird noch viel besser werden."

Ohne Melo besitzt das Einhorn nun alle Freiheiten, die Offense läuft über ihn. Porzingis muss sich wie im Schlaraffenland vorkommen, nachdem er in den ersten beiden Jahre seiner Karriere, Anthony dabei zuschauen konnte, wie dieser Löcher in den Boden dribbelte und aus der Midrange einen Wurf nach dem nächsten abfeuerte.

Seite 1: Der Bruder als Unruheherd und endlich Franchisespieler

Seite 2: Die Zweifel von Phil Jackson und noch Luft nach oben

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