Donnerstag, 21.04.2016

Die Raptors vor Spiel 3

Die verflixte erste Runde

Die Toronto Raptors haben in ihrer Franchise-Geschichte noch nie eine Best-of-Seven-Serie für sich entscheiden können. Die Erstrundenserie gegen die Indiana Pacers ist vor den Spielen in Indiana nun ausgeglichen - trotz des anfänglichen Rückschlags. Gelingt endlich der Befreiungsschlag für die Raptors?

DeMar DeRozan (l.) und Kyle Lowry (r.) sind beide noch nicht so recht in den Playoffs angekommen
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DeMar DeRozan (l.) und Kyle Lowry (r.) sind beide noch nicht so recht in den Playoffs angekommen

"Geht das denn schon wieder so los?"

Das dürften sich die meisten gefragt, die es mit Raptors halten, als die Indiana Pacers gleich das Auftaktspiel im Air Canada Centre entführen konnten. Während die Pacers in der zweiten Hälfte Big Plays in Serie machten, wollte beim zweitbesten Team im Osten rein gar nichts mehr laufen. Es war förmlich zu spüren, wie das sonst fantastische Publikum in Toronto immer nervöser wurde.

Die Spieler ließen sich davon anstecken und trafen schlechte Entscheidungen, leisteten sich unter anderem 18 Ballverluste. Das hoch gelobte Backcourt-Duo um Kyle Lowry und DeMar DeRozan traf zusammen nur 25 Prozent bei 32 Würfen. Erinnerungen an das Debakel im Vorjahr gegen die Washington Wizards waren allgegenwärtig.

Erstickende Pacers-Defense

Obwohl "T-Dot" sich dieses Jahr mit einer starken Saison den Two-Seed erspielt hat, stellen die Pacers ein schwieriges Matchup für die Raptors dar. Mit George Hill und Paul George stehen zwei absolute Edel-Verteidiger im Kader von Indiana, die Lowry und DeRozan das Leben zur Hölle machen können.

Wenn George DeRozan verteidigte, hat der Raptor nur vier von 18 Würfen getroffen und nebenbei noch zwei Turnover produziert. Dass George trotzdem auch im Angriff das Pacers-Team tragen kann, kommt als Bonus hinzu. 33 Punkte ließ es PG13 zum Auftakt regnen, gleich 17 davon im dritten Viertel, als das Spiel den Raptors aus den Händen glitt.

Auch im zweiten Aufeinandertreffen wollte es für die beiden Stars der Raptors nicht rund laufen. Gerade DeRozan ist nach den beiden Spielen noch nicht in der Serie angekommen. In der Regular Season noch ein regelmäßiger Gast an der Freiwurflinie, will es dem Shooting Guard bisweilen nicht gelingen, zum Korb durchzubrechen, um Foulpfiffe (nur sechs Freiwürfe in den ersten beiden Spielen) oder einfache Korbleger zu generieren.

JV als X-Factor

Das liegt allerdings nicht nur an George, sondern auch an der starken Help-Defense, die Indiana spielt. Vor allem Ian Mahinmi und Rookie Myles Turner machen dabei einen guten Job. In den ersten beiden Spielen hat Turner bereits 25 Würfe Raptors-Würfe "attackiert" und somit erschwert - das ist der achtbeste Wert in den Playoffs, obwohl er pro Spiel bloß 21 Minuten auf dem Court stand.

Profitieren tut davon auf Seiten Torontos Jonas Valanciunas. Durch die gezogene Hilfe kann es sich der litauische Center in der Zone gemütlich machen, um Offensiv-Rebounds einzusammeln und zu verwerten. 16 Bretter holte er bereits am gegnerischen Korb, 19 Abpraller allein in Spiel Eins (Playoff-Franchise-Rekord der Raptors). In Spiel 2 war JV mit einem Double-Double (23/15) für Toronto wichtig wie nie zuvor.

Trikot-Highlights der NBA-Geschichte
Sein NBA-Debüt lieferte Center-Legende Shaquille O'Neal einst im weißen Nadelstreifenanzug, mit dem die Magic durch die 90er-Jahre tourten
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Auch ein Kind der 90er: Alonzo Mourning und das Auswärtstrikot der Hornets
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Die Umrisse der Mile High City und drumrum ganz viel Color(ado) - da haben sich die Grafiker einiges gedacht. Alex English schien auch zufrieden
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2012 traten die Clippers hin und wieder in einem freundlichen Baby-Blau an. Bei den Fans kam die Kreation gut an - aber wer hat sich bitte das geschrumpfte "E" ausgedacht?
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So kurz die Geschichte der Thunder sein mag, mit dem Navy-Trikot hängt bereits ein Design-Klassiker im OKC-Museum. Schlicht und schön. Oder?
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Viele Veränderungen gibt es beim Klassiker der Boston Celtics selten, einzig freudige Festivitäten wie der St. Patrick's Day schenken den Boston-Jerseys einen neuen Anstrich
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Schon fast in Vergessenheit geraten, aber zwischen 1996 und 2002 trug die Stammfranchise von LeBron James viel Blau in der Bekleidung
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Auch Dallas kann hin und wieder anders. Nachdem Mark Cuban den Mavericks ein neues Gesicht verpasst hatte, kehrte das alte Grün der 80er- und frühen 90er-Jahre erst 2006 wieder zurück
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Nur selten liefen die Heat bisher in der schicken weiß-rosa-orangefarbenen Kombination auf. Wirklich glücklich wirken König LBJ und The Flash nicht
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Mit dem neuen Star-Spieler Grant Hill verabschiedeten sich die Pistons auch in Sachen Logo und Farben von ihrer Vergangenheit - so sollten ordentlich Pferdestärken aufs Parkett gebracht werden
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Da lacht der zweimalige Champ: Im Karriereabend von Hakeem Olajuwon fügten die Rockets ihren sonst roten Trikots noch ein dunkles Blau hinzu. Die aggressive Rakete gab es oben drauf
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Hollywood Nights nennt sich diese ungewöhnliche Kreation, die auf Wunsch der Fans seit 2013 ab und zu bei Heimspielen getragen wird. Swaggy P. gefällt das
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Auch wenn der Name 'Jazz' wenig mit Salt Lake City gemein hat und eigentlich auf den alten Sitz in New Orleans zurückgeht: Zumindest das - total naturgetreue - Gebirgsrelief schuf Ende der 90er eine Brücke zum Staate Utah
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Nach wie vor warten die Fans in Seattle sehnsüchtig auf eine Rückkehr ihrerer alten Traditionsfranchise. Vielleicht dann irgendwann wieder in diesem Outfit?
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Als die NBA durch die Vancouver Grizzlies das erste kanadische Team verpasst bekam, wollte man auch optisch neue Wege gehen. Heute sind diese Sammlerstücke nur noch für viel Geld zu erwerben
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Auch die aktuellen Jerseys der Hawks machen einiges her. Doch bis heute gilt das Jersey, in dem Steve A. Smith zahlreiche Schlachten schlug, als absoluter Klassiker in der Team-Historie
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So fröhlich warf sich Charles Barkley zu seiner Zeit in Phoenix in Schale
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17/25
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Das himmelblaue Jersey der Kings ist eine Neuauflage des Powder-Blue-Designs, das 1985-1989 die Körper der Sacramento-Spieler schmückte. Look! it's a Baby-Boogie!
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Auch die Golden State Warriors besannen sich mit ihrem reduzierten Entwurf auf die Anfangstage und spielen im Vintage-Look ziemlich erfolgreich
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Lässig der Vince! Die Raptors planten in einem sehr comichaften Outfit die Übernahme der NBA. Air Canada schien es zu gefallen...
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Neben der abenteurlichen Haarfarbe von George Hill sticht gleich die eigenwillige Klamotte des Indiana-Guards ins Auge. Damit ehren die Pacers das 30-jährige Jubiläum des Basketball-Filmklassikers 'Hoosiers', der in Indiana spielt
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Neben der abenteurlichen Haarfarbe von George Hill sticht gleich die eigenwillige Klamotte des Indiana-Guards ins Auge. Damit ehren die Pacers das 30-jährige Jubiläum des Basketball-Filmklassikers 'Hoosiers', der in Indiana spielt
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Es war die perfekte Symbiose: Bad Boy Allen Iverson mit seinen Cornrows in einem weiß-schwarzen Jersey mit goldfarbenem Schriftzug - mehr HipHop ging zur Jahrtausendwende kaum
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Wie viele junge Baller hat man Anfang der 2000er eigentlich im Trikot von Kevin Garnett auf den Freiplätzen weltweit gesehen? Man beachte auch die kleinen Tannenbäume entlang des Saums
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Als Ray Allen das NBA-Hardwood das erste Mal betrat, trug er die lilafarbene Kreation der 90er-Bucks. Bis 2003 sollte dies seine Arbeitsklamotte bleiben
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Nein, das ist kein Weihnachts-Outfit, das Ben Gordon anno 2005 bei den Bulls trug. Es war eine Hommage an die Chicago Stags, die zwischen 1946 und 1950 beim NBA-Vorgänger BBA spielten
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Nein, das ist kein Weihnachts-Outfit, das Ben Gordon anno 2005 bei den Bulls trug. Es war eine Hommage an die Chicago Stags, die zwischen 1946 und 1950 beim NBA-Vorgänger BBA spielten
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Coach Dwane Casey hatte nach dem zweiten Spiel deshalb nur lobende Worte für seinen Big Man übrig: "Er hat sich entwickelt. Ich bin wirklich stolz darauf und sehe, welchen enormen Sprung er gemacht hat". Darauf angesprochen blieb Valanciunas bescheiden: "Ich mache nur meinen Job und kämpfe um jeden Ballbesitz. Aber wir haben erst zwei Partien gespielt. Unser Job ist noch nicht erledigt."

Die Erfahrung liegt bei Indiana

Und damit hat der Litauer Recht. Dämon 1 ist bewältigt, dennoch müssen die Jungs vom Ontariosee nun im Bankers Life Fieldhouse in Indianapolis ein Spiel klauen. Die Pacers werden dies jedoch nicht einfach so zulassen. George, Hill oder auch Mahinmi wissen, wie erfolgreicher Playoff-Basketball funktioniert. Die Miami Heat um LeBron James werden sich an die umkämpften Ost-Finals 2013 und 2014 erinnern, als die Pacers den Heat einen erbitterten Kampf lieferten.

Doch bei den Raptors herrscht wieder Optimismus. Gerade DeRozan ist zuversichtlich, dass seine persönliche Durststrecke zu Ende gehen wird: "Ich mache mir nicht allzu viele Gedanken. Ich werde Dinge in meinem Spiel anpassen, viel Film schauen, und Wege finden, um leichtere Punkte und Foul-Calls zu bekommen."

Casey sieht das ähnlich und unterstreicht noch einmal die Wichtigkeit seines Stars: "Ich denke, wir könnten die Serie gewinnen, wenn DeRozan weiter Probleme hat, aber es wäre deutlich schwieriger für uns. Er muss ein Initiator für uns sein".

Hoffnung auf Carroll

Aufgrund der Probleme der Stars sind vor allem die Rollenspieler gefragt. DeMarre Carroll wirkt nach seiner Verletzung noch rostig, kann aber mit seiner Verteidigung gegen George eminent wichtig werden. Auch Patrick Patterson und Backup-Spielmacher Cory Joseph (6/8 FG in 24 Minuten) sorgten für die so dringend benötigte Entlastung in Spiel 2. Die Tiefe ist ein Faustpfand, mit dem die kanadische Franchise in früheren Jahren nicht wuchern konnte.

Der Kader ist viel breiter und variabler aufgestellt. Neuzugänge wie Luis Scola oder Bismack Biyombo sind solide Arbeiter, die sich in den Dienst der Mannschaft stellen und für zehn bis 15 Minuten den Schlüsselspielern wohlverdiente Pausen ermöglichen. Carroll zählt in Bestform zu den Top-3-and-D-Spielern der Liga.

Lowry findet Mittel und Wege

So fällt auch weniger ins Gewicht, dass Lowry noch nicht zu 100 Prozent in den Playoffs angekommen ist. Sechs Turnover in der ersten Begegnung und insgesamt nur ein Field Goal von Downtown sind für den erschlankten Spielmacher zu wenig.

Dennoch hielt er die Offense der Raptors in Spiel 2 am Laufen und verteilte den Ball besser an seine Mitstreiter (9 Assists) und konnte nebenbei noch zehn Freiwürfe herausholen, wodurch seine erneut schwache Wurfnacht (4/13 FG, 0/5 3er) in den Hintergrund trat.

Lowry im Interview: "Habe alles J.J. Redick zu verdanken"

Grade das Zusammenspiel mit Valanciunas funktioniert besser denn je. Dies ist auch Casey bewusst: "Lowry hat Valanciunas immer wieder gefunden. Im Pick-n-Roll, im Post. Wenn Kyle gedoppelt wurde, hat er Jonas stets bedient."

Wird der Stempel endlich abgelegt?

Diese Erkenntnis sorgt für Selbstvertrauen bei den Kanadiern für die kommenden Auswärtsspiele. "Sie müssen sich entscheiden. Entweder schalten sie JV aus oder bringen Lowry aus dem Rhythmus", so der ehemalige Defensiv-Koordinator der Dallas Mavericks, der seine Erfahrungen mit einer 'Loser-Truppe' in den Playoffs bereits gemacht hat.

Die Mavs konnten den Stempel trotz mehrerer tiefer Playoff-Runs zuvor erst so richtig ablegen, als sie 2011 den Titel nach Dallas holten. Soweit werden es die Raptors heuer kaum schaffen können, doch ein Lernprozess ist definitiv zu erkennen.

Wie weit dieser die Raptors führt? Zunächst einmal gilt es, die hohe Hürde Indiana zu meistern. Wenn das gelingt, ist dieser Mannschaft einiges zuzutrauen. Denn der Druck wird nicht mehr größer sein als jetzt. Toronto muss nur endlich diese eine erste Playoff-Serie gewinnen.

© spox

Die Raptors im Überblick

Robert Arndt

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