NBA

Wade sei Dank! Heat besiegen Detroit

Von SPOX
Dwyane Wade scorte gegen die Pistons zum zweiten Mal in dieser Saison über 40 Punkte
© getty
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Miami Heat (34-39) - Detroit Pistons (28-45) 109:102 (BOXSCORE)

Dwyane Wade spielte einen Tag nachdem er sich Flüssigkeit aus dem linken Knie entfernen ließ. Udonis Haslem schlägt sich mit mehreren Verletzungen rum, wobei die Knöchel besonders schmerzen. Die gebeutelten Heat mussten dann zur Halbzeit auch noch zwei Spieler in der Kabine lassen. Und trotzdem haben sie einen Weg gefunden gegen die Pistons zu gewinnen.

Wade scorte 19 seiner 40 (!) Punkte im vierten Viertel und bestätigte dadurch seine Form als einer der besten Closer der NBA. Haslem stand ihm in Nichts nach und legte Saisonbestwert bei den Punkten (18) und Rebounds (12) auf. So holten die beiden Co-Kapitäne der Heat die Kohlen aus dem Feuer und sorgten für den so wichtigen Sieg im Kampf um die Playoffs. "Es war ein Sieg des Willens", erklärte Wade die Einstellung seines Teams. "Wir hatten nicht viele Spieler, die wir einsetzen konnten. Und dann haben wir zur Hälfte auch noch zwei verloren. Aber du musst tun, was du tun musst."

Neben den verletzten Whiteside, Andersen und Napier, gesellten sich zur Pause auch Beasley (rechter Ellenbogen) und Deng (linkes Knie) auf die lange Verletztenliste. Für die Pistons reichte es trotzdem, denn die Gäste hatten nur zwei Spieler auf die sie sich verlassen konnten. Andre Drummond erzielte 32 Punkten und sammelte 14 Rebounds. Reggie Jackson steuerte 31 Punkte und 9 Assists bei. Gereicht hat es nicht. Für die Heat war der Sieg ungemein wichtig. Zwischen ihnen und dem siebten bzw. dem neunten Platz, sind jeweils zwei Spiele Unterschied.

San Antonio Spurs (47-26) - Memphis Grizzlies (50-24) 103:89 (BOXSCORE)

Es ist wie in jedem Jahr. Pünktlich zu der Postseason sind die alten Männer von Gregg Popovich voll da. Das haben an diesem Abend die zweitplatzierten Memphis Grizzlies zu spüren bekommen. Wobei die heutige Leistung keinem der großen Dreien zuzuschreiben ist, sondern Kawhi Leonard. Er alleine sorgte für die ersten 15 Punkte im vierten Viertel und schickte die Grizzlies damit mit leeren Händen wieder gen Heimat.

Dementsprechend gab es von den Kollegen auch nur Lob: "Was Kawhi heute geleistet hat, war unglaublich und es mit anzusehen, hat einfach nur Spaß gemacht", schwärmte Manu Ginobili. Am Ende standen für Leonard 25 Punkte und 10 Rebounds zu Buche. Dadurch, dass mit Tony Allen der beste Flügelverteidiger der Gäste ausfiel, wurde jedes Mismatch von Leonard eiskalt ausgenutzt. "Wir haben ihn gesucht und er hat auf sich vertraut. Es war ein bisschen von beidem. Es lief bei ihm und er hat es gespürt", gab Coach Pop zu Protokoll.

Memphis, das sein drittes Spiel in Folge verlor, sieht aktuell seine gute Playoff-Platzierung schwinden. Houston zog in der Tabelle an den Grizzlies vorbei. Bei noch acht verbleibenden Spielen werden die Möglichkeiten, sich einen gute Ausgangsposition zu erarbeiten immer weniger. Stark für die Gäste war Zach Randolph, der wie immer in der Zone randalierte und 20 Punkte sowie 13 Rebounds auflegte. Coach Dave Joerger sagte nach dem Spiel noch etwas, das ihm vielleicht noch um die Ohren fliegen kann: "Ich bin froh, dass wir nicht mehr gegen sie spielen müssen." In den Playoffs kann es aber durchaus zu der Paarung kommen.

Phoenix Suns (38-36) - Oklahoma City Thunder (42-32) 97:109 (BOXSCORE)

Die Thunder lagen gegen die Suns schon mit 20 Punkten zurück, schafften es am Ende aber doch den Sieg einzufahren und sich so einen Konkurrenten um den letzten Playoff-Platz auf Distanz zu halten. Dabei war vor allen Dingen D.J. Augustin gold wert. 13 seiner 19 Punkte erzielte der Guard im letzten Abschnitt und sicherte so den dringend benötigten Sieg.

Im gesamten Spiel war aber natürlich zum wiederholten Male Russell Westbrook der alles überragende Mann. Auf seinem Statistikzettel standen am Ende mit 33 Punkten (10/29 FG, 12/14 FT), 9 Rebounds, 7 Assists und 3 Steals. Während des entscheidenden Laufes im vierten Viertel gesellten sich auch Steven Adams (13 Punkte, 16 Rebounds) und Dion Waiters (18) an seine Seite.

Suns-Coach Jeff Hornaceck war schon vor der Partie bewusst, dass der Ausgang dieses Spiels über den weiteren Verlauf der Saison entscheiden könnte: "Es ist ein Do-or-Die-Spiel für uns. Wir müssen gewinnen. So einfach ist das." Einfach war es dann doch nicht, obwohl Markieff Morries (24 Punkte, 7 Rebounds) und Rookie T.J. Warren (18 Punkte, 8/10 FG) alles dafür taten, die eigenen Playoff-Hoffnungen am Leben zu halten. Da das nicht klappte, sind die Suns jetzt schon ganze drei Spiele hinter Oklahoma City in der Tabelle der Western Conference.

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