Pat Riley spricht erstmals öffentlich über LeBrons Wechsel

"LeBrons Abgang hat uns vernichtet"

Von SPOX
Donnerstag, 12.03.2015 | 19:34 Uhr
Pat Riley (l.) und LeBron James arbeiteten vier Jahre gemeinsam bei den Miami Heat
© getty
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Pat Riley spricht erstmals über sein Empfinden nach LeBron James' Rückkehr zu den Cleveland Cavaliers. Die Folgen bezeichnet der Heat-Boss als verheerend und äußert zudem leichte Kritik.

Noch im Mai rechnete niemand damit, dass LeBron James Miami verlassen, geschweige denn zurück nach Cleveland wechseln könnte. Doch dann nahmen die Dinge ihren Lauf. Erst gingen die Heat in den Finals gegen San Antonio unter, dann zog LeBron seine Option und machte sich zum Free Agent. Es folgte die vielbeachtete Heimkehr.

Was damals in Pat Riley vorging, wusste bislang niemand. In einem langen Interview mit dem "Bleacher Report" gab der Heat-Boss nun jedoch Einblicke in seine Gefühlswelt. Er sei schon ein bisschen "enttäuscht" gewesen. "Enttäuscht für Erik (Spoelstra, Coach der Heat, Anm. d. Red.), Micky (Arison, Besitzer der Heat, Anm. d. Red.) und unsere Fans. Sehr enttäuscht."

Riley ging sogar noch weiter. "Der Schlag, den uns LeBrons Abgang versetzt hat, hat uns vernichtet", gestand der ehemalige Coach der Showtime-Lakers. "Jeden. So war das einfach. Ich dachte aber, dass wir mit Josh (McRoberts, Anm. d. Red.) und Luol Deng sowie Chris (Bosh, Anm. d. Red.), Dwyane (Wade, Anm. d. Red.) und Mario (Chalmers) weiter konkurrenzfähig wären. Danach wollte ich den Plan für 2016 machen. Ich hatte nicht vor, zu warten, bis wir einen wie Goran (Dragic, Anm. d. Red.) bekommen könnten." Sein Plan sei es schließlich immer, "so schnell wie möglich wieder großartig zu werden und ‚gut' einfach zu überspringen."

"...wäre vielleicht historisch gewesen"

Zudem zeigte Riley ein wenig Unverständnis für das Auseinanderbrechen eines Teams, das vier Mal in Folge in den Finals gestanden und dabei zwei Meisterschaften gewonnen hatte. "Das überraschendste für mich ist, wie all diese Teams zusammenbleiben", erklärte er. "Legendäre Teams bleiben zusammen. Die Spieler bleiben zusammen. Denn sie wissen, was sie haben. Sie sehen, was sie bereits gewonnen haben. Sie sehen, dass man vielleicht Kleinigkeiten ändern muss und sie wollen nicht gehen. Schließlich kann es sein, dass du so etwas nie wieder bekommst."

Deshalb sei er auch "schockiert" gewesen, dass die Spieler die Geschehnisse des vergangenen Sommers zugelassen hätten. "Dabei geht es nicht nur um LeBron. Auch, dass die Spieler zugelassen haben, dass es so weit kommen konnte, dass einer nach Hause gehen wollte."

Vielleicht sei es aber auch nur eine zeitgenössische Einstellung, "dass jemand denkt: ‚Jetzt war ich vier Jahre hier, also gehe ich wieder dort hin.' Ich verstehe das ‚Nachhausegehen'. Aber was wir hier hatten, was wir entwickelt haben und was wir in den nächsten fünf oder sechs Jahren hätten entwickeln können, mit demselben Team, wäre vielleicht historisch gewesen."

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