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"Mavs haben zu viele Schwachstellen"

Von Haruka Gruber, Marc-Oliver Robbers und Max Marbeiter
Donnerstag, 19.02.2015 | 12:34 Uhr
Die Triangle-Experten diskutieren mit Eddie Sefko von den Dallas Morning News
© getty
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Mit Amar'e Stoudemire haben sich die Dallas Mavericks noch einmal verstärkt, aber sind die Mavs schon in diesem Jahr ein Championship-Team? Verpassen die Oklahoma City Thunder die Playoffs? Verkommt die NBA zu einer Resterampe? Und sind die Atlanta Hawks das beste Team der Liga? Die SPOX-Redakteure Haruka Gruber, Max Marbeiter und Marc-Oliver Robbers diskutieren mit dem Mavericks-Experten Eddie Sefko von den Dallas Morning News.

These: Der Osten ist besser als sein Ruf

Eddie Sefko: Wenn man nur die Spitze sieht, ist der Osten verdammt gut. Die drei Top-Teams Atlanta, Cleveland und Chicago könntest du überall hinstecken, sie wären im Westen auch ganz vorne dabei. Ich gehe weiterhin davon aus, dass die Cavaliers am Ende die Finals erreichen werden, weil sie am meisten Talent im Kader haben. Dass es hinter diesen drei Mannschaften einen ersten Bruch gibt und dass es vor allem ab Rang 7 im Osten sehr viele schlechte Teams gibt, steht außer Frage. Diese Teams hätten im Westen gar keine Chance und würden noch viel mehr untergehen, als sie es jetzt im Osten schon tun. Dadurch, dass es so viele miese Mannschaften gibt, haben die Top-Teams im Osten natürlich vom Spielplan her einen Vorteil, aber ich möchte es noch mal betonen: Die Spitze mit Cleveland, Chicago und Atlanta ist genauso gut wie die Spitze im Westen, das sollte man immer bedenken, wenn man über die beiden Conferences spricht.

Marc-Oliver Robbers: Ich stimme Eddie zu, im Grunde gibt es fünf Teams, die man für voll nehmen kann. Der Rest würde im Westen gnadenlos untergehen. Oder glaubt jemand, dass die Bucks auch im Westen so eine Bilanz aufweisen würden? Eben. Der Osten ist mehr Schein als Sein. Große Namen, dicke Verträge, aber eben nicht die entsprechenden Leistungen. Es gibt so viele Teams, die ihren Erwartungen hinterherhecheln. Brooklyn, Charlotte, New York, Miami... Von der Nummer, die Philadelphia da abzieht, wollen wir gar nicht anfangen. Das verzerrt natürlich das Gesamtbild. Ich bin ja sowieso dafür, die besten 16 Teams in die Playoffs zu schicken, unabhängig von ihrer Conference-Zugehörigkeit. Natürlich müsste man dann auch die Regular Season Series anpassen, aber das sollte das kleinste Problem sein. Es gibt einfach keinen Grund mehr, die Teams aufzuteilen, aber wahrscheinlich bin ich auch zu sehr in der europäischen Denkweise gefangen.

Max Marbeiter: Das sehe ich anders! Von daher gibt es von mir ein ganz klares "Ja" zur These. Mir persönlich geht dieses ständige Vergleichen von Ost und West eh auf die Nerven. Ja, die Western Conference ist ausgeglichener, deutlich tiefer und qualitativ insgesamt wesentlich besser besetzt als der Osten. Ja, die zweite Hälfte der Eastern Conference ist gnadenlos schlecht und die Plätze sieben und acht haben wohl keinen Playoff-Auftritt verdient. Aber: Die Spitze im Osten muss sich definitiv nicht verstecken. Dass die Pelicans Atlanta gerade erst als erstes West-Team seit dem 19. November eine Niederlage beigebracht haben, zeigt doch, dass die East-Top-Teams durchaus mithalten können. Die Bulls haben gegen Playoff-Teams aus dem Westen zudem eine positive Bilanz. Dazu kommen die Cavs, Toronto und Washington. Klingt für mich nicht nach mangelnder Klasse an der Spitze. Am Ende wird nämlich auch im Osten qualitativ hochwertiger Basketball gespielt. Um Weihnachten gab es binnen zwei Abenden beispielsweise direkte Point-Guard-Duelle zwischen Rose, Wall und Lowry. Da mangelte es definitiv nicht an Qualität. So mies, wie er ständig gemacht wird, ist der Osten defintiv nicht. Am Ende würde es mich nicht mal überraschen, wenn der Meister in diesem Jahr aus dem Osten kommt.

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Haruka Gruber: Max, ist das Dein Ernst? Nur weil die ersten paar Teams im Osten sehr gut bis ganz okay sind, soll gleich die gesamte Conference besser sein als der Ruf? Niemals! In den letzten Jahren war es doch schon so, dass drei, vier Ost-Teams mithalten konnten und der Rest deutlich abfiel. Früher war es in der Regel Miami, Chicago und Indiana, in dieser Saison sind es eben Atlanta, Toronto und Cleveland, das die aktuelle Siegquote von 60 Prozent deutlich verbessern wird. Weswegen aber Chicago, Washington und Milwaukee so hochgelobt werden, ist mir ein Rätsel. Klar, Teams mit respektablen Ergebnissen - aber würde eines der Teams irgendeine Chance gegen ein West-Playoff-Team haben? Grundsätzlich: Wir reden über einen Vergleich zwischen den Conferences - und da bleibt der Osten weit unterlegen. Wenn 9 der 15 Teams im Osten, also die absolute Mehrheit, es nicht schaffen, mehr als 43 Prozent der Spiele zu gewinnen, stimmt etwas strukturell nicht. Genauso, wenn eine Bilanz von 22-30 ausreicht, um auf einem Playoff-Platz zu stehen. Es ist fast schon absurd, dass OKC-Coach Scott Brooks im Westen um seinen Posten zittern muss - trotz aller Verletzungen und trotz einer 28-25-Bilanz. Alleine die Spiele zwischen den Vertretern der unterschiedlichen Conferences zeigt erneut, dass die Forderungen nach einer grundlegenden Veränderung nicht von ungefähr kommen: Zwischen Ost-Teams und den West-Teams steht es diese Saison 132-183 - und das, obwohl im Westen Kanonenfutter wie Minnesota und die L.A. Lakers dabei sind. Das kann auf Dauer nicht gesund für die NBA sein.

These 1: Der Osten ist besser als sein Ruf

These 2: Die Hawks sind das beste Team

These 3: OKC verpasst die Playoffs

These 4: Die Mavs haben ein Championship-Team

These 5: Die NBA verkommt zur Resterampe

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