Beyond the Boxscore: Dennis Schröder

Der Schröder-Code

Mittwoch, 12.11.2014 | 10:22 Uhr
Dennis Schröder legte über die ersten fünf Saisonspiele ein PER von 29,54 auf
© getty / nba.com
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Dennis Schröder sorgt mit seinem Start in die neue Saison für Aufsehen, vor allem seine Leistung gegen die Knicks machte ihn auch in den USA bekannt. Doch was steckt hinter seinem Aufstieg? SPOX blickt auf die Ursachen - und findet drei wesentliche Veränderungen im Vergleich zur Vorsaison.

Neue Ballsicherheit: Es war wohl das größte Problem in Schröders Rookie-Saison: Die Ballverluste. Pro 100 Ballbesitze produzierte er 16,9 Ballverluste; das war die viertschlechteste Turnover-Rate unter allen Guards, die mindestens 40 Spiele absolvierten. Backup-Konkurrent Shelvin Mack ging da mit einer Rate von genau 10 wesentlich sorgsamer mit dem Ball um.

Für ein Team, das seine Spiele gewinnen wollte, machte es dies nahezu unmöglich, ihm groß Spielzeit zu geben - wer den Ball nicht unter Kontrolle hat, schadet seiner Mannschaft. Auch beim Verhältnis zwischen Assists und Ballverlusten rangierte Schröder mit einer 1,52-Rate unter den schwächsten Vertretern seiner Zunft (zum Vergleich: Chris Paul gab für jeden Turnover 4,57 direkte Vorlagen).

Es waren teils haarsträubende Entscheidungen, durch die der Ball verloren ging - nicht selten wirkte er schlicht und einfach überfordert durch die neuen Systeme, das schnellere Spiel, die stärkeren Gegner. Dadurch verlor er fast umgehend den ihm eigentlich angedachten Platz als erster Backup von Jeff Teague und musste sich über die D-League neues Selbstvertrauen besorgen.

Diese Anfälligkeit scheint heuer geringer zu sein - Schröder fühlt sich wohler mit dem Ball in der Hand, vielleicht hat in dieser Hinsicht auch die Erfahrung mit der Nationalmannschaft im Sommer geholfen. In den bisherigen fünf Saisonspielen beträgt seine Turnover-Rate 11,6, womit er bei den Point Guards im Mittelfeld rangiert.

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Natürlich trennen ihn hier weiterhin Welten von Floor Generals wie Paul, der die Liga bisher mit einer bockstarken Rate von 4,8 anführt. Allerdings sind auf der anderen Seite All-Stars wie John Wall (12,3), Derrick Rose (12,4), Tony Parker (14,4), Stephen Curry (14,6) oder Rajon Rondo (16,4) allesamt schlechter als Schröder. Sein "Vorgesetzter" Teague übrigens auch (12,8).

Der Unterschied zwischen 16,9 und 11,6 ist enorm - zumal er einen ganz wesentlichen Einfluss darauf hat, wie Mike Budenholzer seinen jungen Point Guard einsetzen kann. Er braucht mittlerweile keine Bauchschmerzen mehr haben, wenn er den Ball in Schröders Hände legt. Das zeigte vor allem seine Performance in der Crunchtime gegen die Knicks.

Teague hatte einen ganz schwachen Tag erwischt, also überließ Budenholzer Schröder das Zepter - vor kurzem noch unvorstellbar. Und der Deutsche dankte es ihm, indem er selbst acht wichtige Punkte machte, einen Assist auf Kyle Korver spielte - und dabei kein einziges Mal den Ball verlor, obwohl er als Ballführender permanent unter Druck gesetzt wurde.

Verbesserte Wurfauswahl: Wer sich in diesen Tagen über die effizientesten Scorer der Liga informieren will, blickt in der Regel auf die True Shooting Percentage. Diese bezieht schließlich alle Abschlüsse mit ein und berücksichtigt auch, dass Dreier und Freiwürfe einen anderen Wert besitzen als ein normaler Zweier.

Am Ende einer Saison finden sich unter den Besten in dieser Kategorie in der Regel nahezu ausschließlich stopfende Big Men wie DeAndre Jordan oder Mason Plumlee, Edel-Shooter wie Kyle Korver - und natürlich die Besten der Besten, wie LeBron James oder Kevin Durant. In der neuen Saison belegt Schröder mit bis dato 74,9 Prozent den vierten Platz in der Liga.

Dieser Wert wird natürlich keine ganze Saison über auf diesem Niveau bleiben. Zur Einordnung: Den höchsten Wert über eine einzige Saison legte Tyson Chandler auf, als ihm 2011/12 bei den Knicks 70,8 Prozent True Shooting gelangen. Der beste Wert, den je ein Guard aufgelegt hat, betrug 68,8 Prozent und stammt von Washington Bullets-Guard Tim Legler aus der Saison 1995/96.

Schröder wird diesen Wert also nicht halten können, das erwartet aber auch niemand. Dass er offensiv deutlich effizienter agiert als noch in der Vorsaison, als er auf schwache 44,2 Prozent True Shooting kam, zeigt aber bereits die kleine Stichprobe der ersten fünf Saisonspiele. Die Gründe dafür sind so simpel wie einleuchtend.

Der 21-Jährige trifft mit dem Ball in der Hand bessere Entscheidungen. In Sachen Wurfauswahl drückt sich das darin aus, dass er den Abschluss vermehrt in der Zone sucht: In der letzten Saison nahm er 47,9 Prozent seiner Abschlüsse in unmittelbarer Korbnähe, von denen er unterdurchschnittliche 51,1 Prozent traf. In diesem Jahr erfolgen 69,6 Prozent seiner Würfe direkt am Korb - und 68,8 Prozent finden ihr Ziel.

Schröder, dessen Jumpshot bei "ESPN Insider" als "fürchterlich" beschrieben wird, besinnt sich mit diesem Fokus auf die Penetration auf seine große Stärke, die Schnelligkeit. Da er auch physisch zugelegt hat, fällt es ihm heuer leichter, auch gegen Kontakt erfolgreich zu finishen oder den freien Mann zu finden.

Das letzte Viertel gegen die Knicks, als er für den schwachen Jeff Teague hereinkam und in der Crunchtime zum Matchwinner avancierte, lieferte dafür perfekte Anschauungsbeispiele. Schröder war von Shane Larkin nicht zu verteidigen, traf immer wieder gute Entscheidungen und punktete sowohl am Korb als auch aus der Mitteldistanz.

Als dann der deutlich größere und stärkere Iman Shumpert gegen ihn gestellt wurde, konnte er sich trotzdem den nötigen Platz verschaffen und körperlich dagegenhalten. Ein klarer Fortschritt im Vergleich zur Vorsaison.

Seite 1: Neue Ballsicherheit und bessere Wurfauswahl

Seite 2: Neuer Platz in der Rotation und Effizienz

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