Samstag, 15.02.2014

All Star Weekend in New Orleans 2014

Wie der Vater so der Sohn

Stephen Curry und Tim Hardaway Jr. treten am Samstag gemeinsam mit ihren Vätern bei den Sears Shooting Stars gegeneinander an. Dabei wird sich entscheiden, welches Vater-Sohn-Duo von den beiden das bessere ist. Die Spitzenposition in dieser fiktiven Rangliste ist dagegen schon lange vergeben.

Stephen (l.) und Dell Curry (r.) können beide auf einen starken Wurf bauen
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Stephen (l.) und Dell Curry (r.) können beide auf einen starken Wurf bauen

Was haben Stephen Curry und Tim Hardaway Jr. gemeinsam? Nichts, könnte man auf den ersten Blick meinen, außer, dass sie beide am Samstag um die Krone der Sears Shooting Stars kämpfen werden. Und vielleicht die Tatsache, dass ihre Väter ebenfalls in der NBA aktiv waren, womit wir auch schon gleich beim springenden Punkt sind.

Damit gehören Curry und Hardaway Jr. nämlich einem elitären Klub an. Einem Klub, dem nur 62 weitere aktive sowie ehemalige NBA-Spieler angehören und bei dem man nicht mal selber über die Mitgliedschaft entscheiden kann. Man wird hineingeboren - wortwörtlich.

Denn eine Sache, die nicht nur Curry und Hardaway Jr., sondern unter anderem auch Kobe Bryant, Luke Walton, Kevin Love, Eric Piatkowski und Phil Pressey gemeinsam haben, ist das Erbe der väterlichen Basketball-Gene. 55 Vater-Sohn-Duos, drei Trios und sogar ein Quartett finden sich in der Historie der NBA, wenn man nach Spielern sucht, dessen Väter beziehungsweise dessen Söhne ebenfalls in der NBA aktiv waren oder noch sind.

Danke, Papa!

Am Samstag wird eines der wahrscheinlich besten Vater-Sohn-Duos aller Zeiten seine Klasse unter Beweis stellen. Stephen und Dell Curry überzeugten beide in ihren Karrieren als hervorragende Schützen und können starke Karrierewerte von Downtown vorweisen. Während Dell über 16 Jahre hinweg 40,2 Prozent seiner Dreier traf, steht sein Sohn zum jetzigen Zeitpunkt sogar bei 43,9 Prozent.

Das komplette All-Star Weekend sehen - mit dem League Pass!

Es ist also offensichtlich, wem Stephen Curry seinen guten Wurf zu verdanken hat. Bei diesem Punkt muss Tim Hardaway Jr. dagegen Abstriche machen. Zwar sind auch beim Hardaway-Duo die Dreier-Werte sehr ähnlich, nur leider deutlich unter dem Niveau der Currys.

Tim Hardaway kam im Laufe seiner Karriere nur auf einen Wert von 35,5 Prozent, sein Sohn kann das mit 38,5 Prozent immerhin ein wenig überbieten und hat auch den Vorteil, seine Entwicklung noch nicht abgeschlossen zu haben.

Für den Senior des Gespanns lag der Fokus Zeit seiner aktiven Laufbahn aber eh mehr auf seinen Spielmacher-Qualitäten. Und auch wenn sein Sohn in anderen Bereichen auftrumpfen kann und sich seine Spielweise etwas unterscheidet, ist der Vergleich mit dem Vater dennoch unumgänglich.

Berühmt durch den Vater - und anders herum

Für manche Spieler kann dies eine Blockade sein, für manche stellt das eine extra Portion Motivation dar und wieder andere sind offenbar schlicht und einfach nicht so talentiert wie der Vater. Dies trifft zum Beispiel auf Luke Walton und Danny Schayes zu.

Während Bill Walton und Dolph Schayes zu zwei der 50 besten Spieler aller Zeiten gewählt wurden, wird das über Luke und Danny wohl niemand behaupten. Vielmehr war es den beiden einfach nicht möglich, in die riesigen Fußstapfen ihrer Väter zu treten und so werden sie eher als die Söhne zweier NBA-Legenden in Erinnerung bleiben als durch ihre Leistungen auf dem Parkett.

Dieses Problem hatte Kobe Bryant nie. Sein Vater Joe "Jellybean" Bryant verbrachte von 1975 bis 1982 eine zwar solide, aber eher unauffällige Karriere in der NBA und schaffte es erst zu Berühmtheit, als sein Sohn die Basketball-Welt im Sturm eroberte. Ähnliches gilt für Wes Matthews oder Stan Love, die mit Stolz auf die Karriere ihrer Söhne Wesley und Kevin blicken können.

Vater gegen Sohn

Besonders interessant sind die direkten Duelle Vater gegen Sohn. Allerdings natürlich nicht im Eins-gegen-Eins auf dem Parkett, sondern vielmehr, wenn der Vater als Head Coach des Gegners auf das Team des eigenen Sohnes trifft. In der langen Historie der NBA geschah dies allerdings erst vier Mal.

Den Auftakt machten am 9. November 1976 Butch und Jan van Breda Kolff, gefolgt vom Duell von Mike Dunleavy Sr. gegen seinen Sohn am 14. November 2003, Gerorge gegen Coby Karl am 21. Januar 2008 und schließlich Doc gegen Austin Rivers in dessen Rookie-Saison am 16. Januar 2013. Die Bilanz ist in diesen Partien übrigens ausgeglichen. Zwei Mal gewann der Vater und zwei Mal gewann der Sohn das familieninterne Duell.

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Der Erfolg liegt in der Familie

Zwar standen sich Matt Guokas Sr. und Matt Guokas Jr. nicht auf dem Parkett gegenüber, sie verbindet aber dennoch eine ganz besondere Tatsache, die nicht viele Vater-Sohn-Duos von sich behaupten können - nur drei, um genau zu sein.

Beide schaffte es, einen Championship-Ring zu gewinnen. Zusammen mit Bill und Luke Walton und Rick und Brent Barry ist die Familie Guokas damit wohl eine der erfolgreichsten in der NBA. Für die Spitzenposition reicht es aber definitiv nicht.

Die ist, wahrscheinlich noch für lange Zeit, an die Familie Barry vergeben. Nicht nur konnten Rick und Brent Meister werden, sondern mit Jon Barry und Drew Barry schafften es auch noch zwei weitere Söhne von Rick in die NBA.

Zu fünft in der NBA

Vater Barry sticht dabei mit hervorragenden Statistiken heraus. Der mittlerweile 69-Jährige kann auf 24,8 Punkte, 6,7 Rebounds und 4,9 Assists über einen Zeitraum von zehn Saisons zurückblicken.

Aber auch Brent (spielte 14 Jahre in der NBA) hat eine sehr produktive Karriere hinter sich und allein durch die Tatsache, dass es Drew und Jon ebenfalls in die beste Basketball-Liga der Welt geschafft haben, kann man die Barrys getrost als erfolgreichste und "beste" Basketball-Familie bezeichnen.

Wer noch nicht überzeugt ist, dem sei gesagt, dass der Schwiegervater von Rick, und damit der Opa von Brent, Jon und Drew, ebenfalls als Basketball-Profi aktiv war. Von 1948 bis 1951 spielte Bruce Hale in der Basketball Association of America (BAA) und in der NBA und zeichnete für durchschnittlich 9,1 Punkte und 3 Assists verantwortlich.

Mit so einem Familien-Stammbaum können weder die Currys noch die Hardaways mithalten, aber wer weiß, vielleicht kommt das ja noch. Am Samstag werden sie aber erst einmal unter sich ausmachen, welche Familie besser ist. Der Gewinner kann dann ja vielleicht beim All-Star Weekend 2015 gegen die Barrys antreten.

Der NBA-Spielplan im Überblick

Philipp Jakob

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