"Mehr Twitter-Follower als Muskeln"

Nominierung von Jones sorgt für Wirbel

SID
Freitag, 24.01.2014 | 16:24 Uhr
Lolo Jones ist in der amerikanischen Bob-Szene umstritten
© getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
National Rugby League
Do11:50
Eels -
Bulldogs
AEGON International Women Single
Do12:00
WTA Eastbourne: Viertelfinals
Boodles Challenge
Do13:30
The Boodles: Tag 3
National Rugby League
Fr11:50
Broncos -
Storm
AEGON International Women Single
Fr12:00
WTA Eastbourne: Halbfinals
Boodles Challenge
Fr13:30
The Boodles: Tag 4
AEGON International Women Single
Sa13:15
WTA Eastbourne: Finale
Boodles Challenge
Sa14:00
The Boodles: Tag 5
National Rugby League
So08:00
Rabbitohs -
Panthers
Shanghai Darts Masters
Do13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 1
National Rugby League
Fr11:50
Roosters -
Rabbitohs
Shanghai Darts Masters
Fr13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 2
National Rugby League
Sa09:30
Panthers -
Sea Eagles

Die Olympia-Nominierung der exzentrischen Anschieberin Lolo Jones sorgt in der Bob-Szene für reichlich Wirbel. Selbst einige US-Athleten, die sich zurzeit beim Weltcup in Königssee befinden, vermuten eher marketingrelevante als sportliche Gründe hinter der Entscheidung.

Jones, die als Hürdenläuferin bei den Sommerspielen in London den vierten Platz belegt hatte, sorgt in ihrer Heimat seit Jahren mit skandalträchtigen Geschichten für viel Aufsehen.

"Ich hätte härter daran arbeiten sollen, mehr Twitter-Follower zu bekommen als Muskeln", sagte US-Anschieberin Emily Azevedo der Zeitung "USA Today" in Anspielung auf Jones' ausgeprägtes Mitteilungsbedürfnis in sozialen Netzwerken. Azevedo und Katie Eberling hatten bei der Olympia-Nominierung gegenüber Jones den Kürzeren gezogen.

Vorwürfe zurückgewiesen

"Ich habe das Gefühl, dass dahinter in diesem Jahr eine ganz bestimmte Absicht steckte", sagte Eberling, die Jones dafür aber nicht die Schuld gab: "Sie hat sich ja nicht selbst nominiert."

Der US-Verband wies die Anschuldigungen, man habe die in den Medien sehr präsente Jones nicht vordergründig nach sportlichen Aspekten gewählt, weit von sich. Jones sei eine "großartige Athletin", die aus Sicht des Verbandes die "bessere Anschieberin für Olympia" sei, sagte Verbands-Generaldirektor Darrin Steele.

Marketing-Ersatz für Vonn?

Auch TV-Sender "NBC", der nach dem verletzungsbedingten Startverzicht von "Speed Queen" Lindsey Vonn auf der Suche nach heimischen Olympia-Athleten mit Vermarktungspotenzial ist, betonte, man habe keinerlei Einfluss auf die Entscheidung genommen. "Absolut lächerlich" seien solche Behauptungen, sagte Produktionsleiter Jim Bell.

Die 31-Jährige Jones, die nach eigenen Angaben noch Jungfrau ist ("Ich will mich für meinen Mann aufheben"), polarisiert wie wohl keine Anschieberin vor ihr. Seit ihrem Wechsel von der Tartanbahn in den Eiskanal liefert die frühere Hallen-Weltmeisterin zuverlässig einen Skandal nach dem anderen. Vor allem ihr vor einem Jahr ins Internet gestelltes Sechs-Sekunden-Video sorgte für helle Aufregung.

Bar-Schlägerei im Sommer

Jones präsentierte darin einen Check des Verbandes in Höhe von 741,84 Dollar, eine Art Aufwandsentschädigung für ihre Premieren-Saison, und lästerte: "Sieben Monate für eine Saison im Bob?! Für eine gesamte Saison?! Das ist alles?!" Für Vierer-Olympiasieger Steven Holcomb war das "ein Schlag ins Gesicht" für jeden anderen Athleten.

Im Sommer machte Jones mit einer angeblichen Bar-Schlägerei Schlagzeilen, bei der sie sich mit der Stieftochter des früheren Bobfahrers Tony Carlino geprügelt haben soll. Der US-Verband drückte aber erneut ein Auge zu und verzichtete auf eine Strafe.

Alle Mehrsport-News im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung