Donnerstag, 23.01.2014

Ski-Hoffnung will sich nicht als Medaillen-Favorit titulieren

Neureuther dämpft Erwartungen

Ski-Rennläufer Felix Neureuther will sich vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi nicht in die Rolle des Medaillenfavoriten drängen lassen. In seiner Spezialdisziplin Slalom rechnet der Partenkirchner nicht nur mit dem Österreicher Marcel Hirscher, wie er am Donnerstag in Kitzbühel betonte.

Zuletzt holte Neureuther den ersten Platz im Riesenslalom in Adelboden
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Zuletzt holte Neureuther den ersten Platz im Riesenslalom in Adelboden

"Die anderen Jungs schlafen nicht." Und im Riesenslalom seien ihm Weltmeister Ted Ligety, Hirscher und der Franzose Alexis Pinturault noch einen Schritt voraus. Dort müsse für eine Medaille "viel mehr zusammenpassen als im Slalom", sagte Neureuther.

Grundsätzlich habe er aber gelernt, mit dem Erwartungsdruck umzugehen, meinte Neureuther. "Umso mehr Druck, umso beser, umso emotionaler ist es. Das ist eine Herausforderung", sagte der 29-Jährige.

Anders als in der Vergangenheit wolle er diesmal beim Saisonhöhepunkt von Bewährtem abrücken. "Früher wollte ich immer etwas Besonderes machen. Jetzt will ich das machen, was ich kann", sagte er.

Im "Großen und Ganzen" zufrieden

Diese Marschroute hat Neureuther in diesem Winter zu je einem Slalom-Sieg und einem Erfolg im Riesenslalom, seinem ersten im Weltcup, geführt. Er sei "im Großen und Ganzen zufrieden" mit seinem Schützling, sagte Trainer Albert Doppelhofer. "Das war das größte Lob, das er mir je gemacht hat", sagte Neureuther scherzhaft über den gestrengen Coach.

Seine gute Form will Neureuther auch am Freitag in Kitzbühel unter Beweis stellen, wo erstmals ein Nacht-Slalom (12 und 17 Uhr) gefahren wird. "Das ist schon cool", sagte er mit Blick auf die Verlegung des Rennens in den Abend.

Traditionell wird der Slalom in "Kitz" am Sonntag nach der Abfahrt am Samstag und der folgenden Party-Nacht gefahren. "Da werden zum ersten Mal viele Zuschauer nüchtern zum Rennen kommen", sagte Neureuther augenzwinkernd.

Verletzung behindert kaum noch

Seine Daumenverletzung mache ihm immer weniger Probleme, meinte er weiter. Neureuthers Kollege Fritz Dopfer aus Garmisch dagegen fehlte bei der Gesprächsrunde wegen einer Erkältung. Er soll aber am Freitag starten.

Neureuther gewann in Kitzbühel 2010, im vergangenen Jahr wurde er am Ganslernhang Zweiter. Das Rennen im österreichischen Ski-Mekka ist der vorletzte Weltcup-Slalom vor Olympia. Die Generalprobe für Sotschi findet am kommenden Dienstag in Schladming/Österreich statt, wo Neureuther im Frühjahr bei der WM Zweiter hinter Hirscher geworden war.


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