WM-Traumstart für DTTB-Teams

SID
Sonntag, 28.02.2016 | 15:01 Uhr
Timo Boll fiel mit einer Erkältung aus
© getty
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Neue Sorgen um Timo Boll und Ärger über einen "Windkanal" in der Halle haben die Freude der deutschen Teams bei der Mannschafts-WM in Kuala über einen optimalen Auftakt gedämpft.

Beim 3:1-Startsieg gegen Dänemark musste Herren-Vizeweltmeister Deutschland nach dem Ausfall des Olympia-Dritten Dimitrij Ovtcharov auch ohne seinen zweiten Top-10-Star Boll auskommen, weil eine Erkältung den EM-Rekordchampion außer Gefecht setzte.

Trotz der enormen Zugluft in der Malawati-Arena gaben sich auch die Damen des DTTB keine Blöße: Gegen Außenseiter Thailand und Tschechien fuhren die Europameisterinnen mit klaren 3:0-Siegen die erhofften Auftakterfolge ein.

Mehr Kopfzerbrechen als der Rückschlag für Boll nach einem bislang nur zäh verlaufenden Comeback nach einer Knie-OP bereiteten Herren-Coach Jörg Roßkopf die schwierigen Hallen-Bedingungen Kopfzerbrechen. "Wir haben einen zähen Arbeitssieg gelandet, von daher ist alles gut, und ich gehe auch davon aus, dass Timo am Montag spielen kann. Aber ansonsten ist nichts wirklich perfekt, und wir müssen leider mit vielen Dingen kämpfen, die weniger mit Tischtennis zu tun haben", sagte Roßkopf: "Der Wind durch die Klimaanlage ist eine Katastrophe, aber man hat mitgeteilt, dass man damit leben müsse, denn die Alternative sei das Abstellen der Anlage, und dann würde es in der Halle mehr als 40 Grand warm."

Große Unruhe in der Arena

Trotz der außerdem ungewöhnlich großen Unruhe in der Arena und der laschen Innenraum-Kontrollen neben den Boxen nahm Roßkopfs ersatzgeschwächte Mannschaft, die bei den vergangenen WM-Turnieren seit 2010 dreimal in Serie Silber geholt hatte, die erste Hürde letztlich sicher. Mit zwei Punkten sprang der frühere EM-Dritte Bastian Steger (Bremen) für Boll als Sieggarant des DTTB-Teams in die Bresche. Einen Zähler holte Bolls Düsseldorfer Klubkollege Patrick Franziska, während der EM-Fünfte Ruwen Filus (Fulda) Dänemarks Ehrenpunkt quittieren musste.

Am Montag sind Gastgeber Malaysia und Frankreich die nächsten Gegner des deutschen Teams. Danach stehen die abschließenden Vorrundenduelle mit England (Dienstag) und Schweden (Mittwoch) auf dem Programm. Der Gruppensieger zieht automatisch ins Viertelfinale ein. Die zweit- und drittplatzierten Mannschaften ermitteln in einer Zwischenrunde die vier weiteren Teilnehmer an der Runde der besten Acht.

Schon klar auf Kurs zumindest in Richtung Zwischenrunde liegen die DTTB-Damen. Die Weltcup-Dritte Petrissa Solja (Berlin), die frühere EM-Zweite Irene Ivancan (Istanbul) und die ehemalige Doppel-Europameisterin Sabine Winter (Kolbermoor) holten in den beiden ersten Gruppenspielen jeweils die Punkte.

"Ich bin zufrieden", bilanzierte Bundestrainerin Jie Schöpp: "Manchmal kann es passieren, dass man am ersten Tag erst einmal keinen Ball trifft, aber das war nicht der Fall. Wir haben gut gespielt." Die nächsten Kontrahenten der WM-Fünften und Europaspiele-Siegerinnen, die in Fernost wegen des WM-Reglements auf ihre aus China stammenden Top-20-Spielerinnen Han Ying (Tarnobrzeg) und Shan Xiaona (Berlin) verzichten müssen, sind Brasilien (Montag), Nordkorea (Dienstag) und der WM-Zweite Japan (Mittwoch).

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