Mittelgewichts-WM in Köln

Sturm boxt gegen Zbik und seine Vergangenheit

SID
Donnerstag, 12.04.2012 | 17:35 Uhr
Felix Sturm (l.) und Sebastian Zbik kamen sich beim Wiegen schon in Schlagdistanz
© Getty
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Freunde waren sie noch nie, die Stimmung ist schon seit längerem regelrecht verpestet. Am Freitag (22 Uhr im LIVE-TICKER) nun bietet sich die Gelegenheit für Profibox-Weltmeister Felix Sturm und Herausforderer Sebastian Zbik, in der Kölnarena die Wut auf den jeweils anderen im deutschen Duell um den Mittelgewichtstitel handfest rauszulassen. Provokationen und Beleidigungen hat es im Vorfeld bereits genügend gegeben.

"Dieser Mann hat eine Menge Schwachsinn über mich verbreitet und meine Gegner schlechtgemacht", sagte Sturm, der beim Weltverband WBA den Status eines sogenannten Superchampions genießt.

Was also bringt den deutschen Weltmeister mit bosnischen Wurzeln, der als Adnan Catic zur Welt kam und Amateurbox-Europameister für Deutschland wurde, so in Rage, wenn der Name Zbik fällt? Zbik verweigert dem eigenwilligen Weltmeister den Respekt - und damit kann ein Felix Sturm nur ganz schlecht umgehen.

"Wie oft hast du deinen WM-Titel verteidigt? Was bist du für ein Weltmeister, wenn du den Titel am grünen Tisch bekommen hast?", fragte Sturm den Herausforderer, als das Duell erstmals öffentlich vorgestellt wurde. Zbik war Interims-Weltmeister und verteidigte diesen Status einige Male.

Zbik kritisiert Eigenlob des Weltmeisters

Zum WBC-Champion wurde er erst erklärt, als der damalige Titelträger Sergio Gabriel Martinez nicht zu einer Pflichtverteidigung antrat. Seine erste Titelverteidigung im Juni 2011, zugleich auch sein bislang letzter Kampf, verlor Zbik in Los Angeles umstritten nach Punkten gegen Julio Cesar Chavez Junior.

Sebastian Zbik hält dem Weltmeister entgegen, dass er schon seit längerem alles andere als überzeugend auftrete. "Ich mag es nicht, wenn man sich selbst über den grünen Klee lobt", sagte der 30-Jährige der Sport-Bild.

In seinem letzten Kampf am 2. Dezember 2011 gegen den Engländer Martin Murray reichte es für Sturm in Mannheim gerade für ein Unentschieden. Diese Tatsache und die Kritik von Zbik treiben den 33-Jährigen nun an.

Wiedersehen mit dem ungeliebten Ex-Management

Sturm tritt aber auch gegen seine Vergangenheit an - mit der er eigentlich längst abgeschlossen hat. Zbik kämpft für die Universum Box-Promotion - oder zumindest für das, was von dem einst so großen Boxstall von Klaus-Peter Kohl übrig geblieben ist.

Sturm vermarktet seine Kämpfe seit September 2010 selbst, nachdem er sich bei seinem früheren Promoter für eine Summe von um die 900.000 Euro freigekauft hatte. Nach den ersten vier Kämpfen in Eigenregie mit überschaubarem sportlichen Spektakel kommt ein deutsches Duell gerade recht, vor allem, wenn der Gegner auf der Krawall-Klaviatur mitspielt.

Der 41. Kampf wird für Felix Sturm auch so etwas wie ein kleiner Neuanfang sein. Er hat sich von seinem Fitnesscoach Clive Salz getrennt. Vielleicht war es auch umgekehrt, Sturm ließ sich zwischen den Fights auch schon mal gehen und musste dann mächtig Gewicht abkochen.

"Das hat sich so ergeben. Er war ein wichtiger Mann. Ich bin 33 Jahre alt, habe noch vier oder fünf Jahre vor mir und will mal etwas anderes machen", sagte der Weltmeister, der in seiner Karriere zweimal verlor und zweimal unentschieden boxte.

Die Weltmeister der Verbände

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