Kein Großereignis ohne Drohkulisse: WM-Sicherheit rückt in den Blickpunkt

SID
Dienstag, 06.03.2018 | 12:18 Uhr
Kein Großereignis ohne Drohkulisse: Die WM-Sicherheit rückt in den Blickpunkt.
© getty
Advertisement
International Champions Cup
Sa21.07.
Topspiele im Livestream: FCB - PSG und BVB - Liverpool
Club Friendlies
Wolverhampton -
Ajax
Club Friendlies
Blackburn -
Liverpool
Club Friendlies
Besiktas -
Krasnodar
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
1. FC Köln
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
TSG Hoffenheim -
QPR
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
Club Friendlies
Inter Mailand -
Zenit
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
Club Friendlies
Eibar -
Basaksehir
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
International Champions Cup
Man United -
Real Madrid
International Champions Cup
Tottenham -
AC Mailand
International Champions Cup
FC Barcelona -
AS Rom
UEFA Champions League
Graz -
Ajax
Club Friendlies
Southampton -
Celta Vigo
International Champions Cup
Arsenal -
Chelsea
International Champions Cup
Benfica -
Lyon

Erst Kim Jong Uns roter Knopf, jetzt islamistischer Terror und Hooligans - es scheint kein sportliches Großereignis ohne eine Drohkulisse im Vorfeld mehr zu geben. Wie schon vor den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang gerät das Thema Sicherheit 100 Tage vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli) in den Blickpunkt.

Laut der Bild erwartet das Bundeskriminalamt bei der Endrunde eine hohe Gefährdung vor allem durch radikale Islamisten. Die Zeitung verweist dabei auf ein vertrauliches Papier der Behörde. Dem SID sagte das BKA, dass "wir Aussagen zu internen Berichten grundsätzlich nicht kommentieren".

In dem BKA-"Gefährdungslagebild" steht nach Angaben der Bild, dass die islamistischen Strukturen in Teilen Russlands und die hohe Zahl an russischstämmigen IS-Kämpfern für eine besondere Gefährdungslage sorgen würden.

BKA weist auf Gewaltbereitschaft der russischen Fans hin

Wegen der Beteiligung an den Kriegen im Irak und in Syrien stehe Russland besonders im Fokus der Terrormiliz Islamischer Staat, die seit Oktober vergangenen Jahres zudem auch die anstehende WM thematisiere. Das BKA beziehe sich dabei unter anderem auf die verbreiteten Collagen, die eine Hinrichtung von Superstars wie Neymar, Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo abgebildet haben.

Das BKA weise in dem Papier zudem darauf hin, dass Teile der russischen Fanszene für ihre Gewaltbereitschaft und Rassismus bekannt seien. Hooligans hätten bereits im Frühjahr 2017 ein "Festival der Gewalt" angekündigt. Angriffe russischer Gewalttäter bei der EM-Endrunde 2016 in Frankreich hatten Entsetzen ausgelöst. Bei Straßenschlachten in Marseille waren 35 Menschen verletzt worden. Erst vor zwei Wochen ist ein Polizist bei Krawallen russischer Hooligans vor der Europa-League-Partie zwischen Athletic Bilbao und Spartak Moskau ums Leben gekommen.

Helmut Spahn stellt "sicheres Fußballfest" in Aussicht

All diese BKA-Erkenntnisse sind allerdings nicht neu, sie erscheinen viel eher als die Sammlung allgemein zugänglicher Informationen der vergangenen Monate. Der Weltverband FIFA hatte vor dem Hintergrund möglicher Gefahren zuletzt betont, dass er alles für die Sicherheit während der Endrunde tun werde.

Der deutsche FIFA-Sicherheitschef Helmut Spahn stellte deshalb Ende Januar ein "sicheres Fußballfest" in Aussicht. "Die Sicherheitsmaßnahmen im Stadion sind wie am Flughafen, vielleicht sogar noch höher", sagte Spahn beim Sportwirtschaftskongress SPOBIS in Düsseldorf: "Wir bieten einen höchstmöglichen Standard an Sicherheit mit so wenigen Einschränkungen wie möglich."

Helmut Spahn fordert mehr Gelassenheit

Laut Spahn werde vor allem die Hooligan-Problematik von den Russen sehr ernst genommen. "Natürlich wurde dieses Problem erkannt, es steht oben auf der Agenda", sagte Spahn schon Ende des vergangenen Jahres dem Münchner Merkur: "Man tut alles, um in dem Bereich präventiv zu wirken."

Mit Blick auf den Terrorismus rät Spahn zu mehr Gelassenheit. "Die terroristische Bedrohung ist ernst zu nehmen und kann nicht wegdiskutiert werden. Aber wenn wir jetzt anfangen, unser aller Leben umzustellen, machen wir genau das, was die Terroristen erreichen wollen. Dann haben wir verloren", äußerte der FIFA-Direktor: "Die Sicherheitsbehörden, mit denen ich spreche, nehmen diese neue Form des Terrorismus sehr ernst, raten aber auch in der Sache zu keiner Überreaktion."

WM 2018: Alle Infos zur Weltmeisterschaft in Russland:

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung