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Nicht unschlagbar, aber...

Montag, 14.07.2014 | 17:48 Uhr
113. Minute im Finale: Götze hat soeben getroffen, Vorlagengeber Schürrle jubelt mit
© getty
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Deutschland ist nicht auf Jahre hinaus unschlagbar, hat aber eine glänzende Zukunft vor sich. Bundestrainer Joachim Löw wird sich diese Chance nicht nehmen lassen.

Franz Beckenbauer war nicht im Stadion. Der Kaiser pflegt zum Weltverband FIFA aktuell ein etwas angespanntes Verhältnis und verzichtete deshalb auf eine Reise nach Rio de Janeiro. Er hat das Spiel zuhause vor dem Fernseher verfolgt. In voller Montur. Zumindest hatte er das im Vorfeld so angekündigt.

Trotzdem geisterte ein Satz Beckenbauers unaufhaltsam durch die Katakomben des Estadio do Maracana. Über Jahre hinaus sei Deutschland nicht zu besiegen, verkündete Beckenbauer nach dem WM-Sieg 1990 über Argentinien.

24 Jahre später hieß es wieder 1:0 im Finale gegen die Albiceleste. Zu einer Ankündigung a la Beckenbauer ließ sich aber selbst im Freudentaumel keiner hinreißen.

Es hätte auch anderes kommen können

Unschlagbar ist ein zu großes Wort im Sport, noch dazu im Fußball, der noch mehr als andere Sportarten vom Zufall geprägt wird. Hätte Higuain seine Direktabnahme nicht so verzogen, hätte Messi etwas genauer gezielt, hätte Romero den Schuss von Götze gehalten. Der Fußball lebt noch immer auch vom Konjunktiv.

Und so lässt sich ohne Zweifel feststellen, dass dieser WM-Triumph verdient ist. Deutschland hat das Turnier mit sechs Siegen und einem Unentschieden abgeschlossen.

Aber es hätte alles auch anders ausgehen können. Schon gegen Algerien im Achtelfinale stand das ganze Projekt auf der Kippe, im Viertelfinale gegen Frankreich wurde Torhüter Manuel Neuer erneut zum Helden. Und dann das Drama im Finale.

Ein Kunstwerk von Tor

Es war ein unglaublich intensives Spiel, geprägt von hoher Dynamik und Zweikämpfen. Ein Spiel mehr für Bastian Schweinsteiger und Javier Mascherano als für Lionel Messi und Mesut Özil. Aber am Ende haben die Gladiatoren für den Rahmen gesorgt, für die Entscheidung der Feingeist.

Das Tor von Mario Götze war ein Kunstwerk technischer Klasse. Es war ein Treffer, der für Rückblicke nicht nur aufgrund seiner Bedeutung taugt.

Und es war ein Treffer, der Deutschland und der Welt noch einmal die Augen öffnete, welch großes Potenzial diese Mannschaft hat und wie das Gesicht dieser Elf in den nächsten Jahren aussehen wird.

Optimale Mischung

Deutschland hat mehrere Anläufe gebraucht, um die nötige Reife und Wettkampfhärte für die großen Trophäen zu bekommen. Mit dem Champions-League-Sieg des FC Bayern wurde in Teilen ein Anfang gemacht, bei der WM folgte die Vollendung auf übergeordneter Ebene.

Die Mischung der Weltmeister-Mannschaft war optimal, nachdem jeder sein bestes Fitnesslevel erreicht hatte. Es gab die erfahrenen Führungsspieler um Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Miroslav Klose und Per Mertesacker.

Dahinter folgten die etwas jüngeren dominanten Persönlichkeiten wie Sami Khedira, Manuel Neuer, Mats Hummels und Thomas Müller.

Talent allein reicht nicht

Für die erste Reihe könnte es die letzte WM gewesen sein. Es geht jetzt darum, auf lange Sicht eine weitere Gilde von Persönlichkeiten hinter den Neuers, Khediras, Hummels und Müllers heranzuführen, um das ideale Gleichgewicht zu halten.

Die individuelle Klasse, die Spieler wie Götze, Marco Reus oder Julian Draxler mitbringen ist ein großes Versprechen für die Zukunft, aber allein zu wenig für die großen Titel. Das hat das DFB-Team in den ersten Jahren unter Bundestrainer Joachim Löw erfahren müssen.

Es braucht die Haudegen wie Schweinsteiger und die zuverlässigen Weltklassespieler wie Lahm, die mit ihrer Erfahrung vorangehen und in engen Situationen die Ruhe bewahren.

Historische Chance für Löw

An seinem Kader wird der Bundestrainer bis zur EM 2016 nur wenig verändern müssen. Vielleicht hört Klose auf, aber selbst das ist beim 36-Jährigen noch nicht sicher. Löws Vertrag läuft noch bis nach der EURO in Frankreich.

Vor der WM schien sein Weitermachen weder im Fall des Scheiterns noch im Fall des Triumphs wahrscheinlich, weil er dann auf dem Höhepunkt aufhören müsse. Doch stellt sich jetzt die Frage: Warum eigentlich?

Er hat eine Mannschaft, die ihren Zenit noch nicht überschritten und noch nicht ausgeschöpfte Ressourcen in der Hinterhand hat.

Deutschland ist nicht unschlagbar, geht aber als Favorit ins nächste Turnier. Die Chance auf den historischen Doppel-Triumph darf und wird sich Löw nicht nehmen lassen.

Deutschland - Argentinien: Die Statistik zum Spiel

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