Freitag, 04.10.2013

FIFA will Sachlage genauer prüfen

Entscheidung über Winter-WM vertagt

Das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes FIFA hat die Entscheidung über die Verlegung der Weltmeisterschaft 2022 aus den heißen Sommermonaten in Katar vertagt.

FIFA-Boss Joseph Blatter möchte mehr Zeit vor einer Entscheidung
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FIFA-Boss Joseph Blatter möchte mehr Zeit vor einer Entscheidung

Das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes FIFA hat die Entscheidung über die Verlegung der Weltmeisterschaft 2022 aus den heißen Sommermonaten in Katar vertagt. In Zürich gab Präsident Joseph S. Blatter bekannt, die FIFA müsse die Sachlage zunächst weiter prüfen, bevor auch nur eine generelle Entscheidung gefällt werden kann.

Die Verzögerung folgt auf die Schreckensmeldungen der vergangenen Tage, in denen von unmenschlichen Arbeitsbedingungen und toten Gastarbeiter auf den WM-Baustellen des Wüstenstaates berichtet wurde. Die FIFA betonte, dass eine Neuausschreibung des Turniers nicht zur Debatte stand.

Blatter braucht mehr Zeit

"Es wurde sehr viel Lärm gemacht, und wir haben nun beschlossen, ein Konsultationsverfahren in die Wege zu leiten und mit allen Beteiligten, allen Betroffenen zu sprechen", sagte Blatter. Zu diesen würden auch die Medien und die Wirtschaft gehören. "Auch die müssen wir hören", sagte der Schweizer: "Auch da müssen wir unsere Verpflichtungen einhalten."

Generalsekretär Jérôme Valcke ist mit dem Vorsitz der Task-Force beauftragt. Zunächst soll ein Zeitplan erstellt werden, das anschließende Verfahren wird "nach der WM 2014" abgeschlossen sein, sagte Blatter: "Dann können wir in aller Ruhe überlegen, und wir werden Gewissheit haben, welcher Zeitpunkt der Beste ist."


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