Donnerstag, 03.10.2013

Nach Berichten über mindestens 44 Todesfälle

Katar: Umstände werden untersucht

Nach den Schreckensmeldungen um die Fußball-WM 2022 hat die Regierung in Katar reagiert und eine unabhängige Anwaltskanzlei mit der Klärung der Anschuldigungen beauftragt.

Katar ist der umstrittene Gastgeber für die Weltmeisterschaft 2022
© getty
Katar ist der umstrittene Gastgeber für die Weltmeisterschaft 2022

Bei der Kanzlei handelt es sich um die multinationale Sozietät DLA Piper. "Das Arbeitsministerium hat DLA Piper gebeten, den Vorwürfen nachzugehen und die entsprechenden Stellen zu informieren", sagte Regierungsberater Ali Ahmed Al Kholeifi am Donnerstag. Eine Delegation von Anwälten wird am Montag in Katar erwartet, um die Vorwürfe von menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen von Gastarbeitern zu prüfen und zu begutachten.

Die britische Zeitung "The Guardian" hatte über zahlreiche Todesfälle auf den Baustellen für die WM im Emirat am Persischen Golf berichtet. Allein 44 nepalesische Gastarbeiter sollen zwischen 4. Juni und 8. August ums Leben gekommen sein, zur Hälfte an Herzversagen oder bei Arbeitsunfällen. Die Zeitung hatte die Arbeitsbedingungen mit Hilfe nepalesischer Dokumente aufgedeckt. Generalsekretärin Sharan Burrow vom Internationalen Gewerkschaftsbund IGB verglich die Bedingungen mit "moderner Sklaverei".

Der Vorsitzende des Nationalkomitees für Menschenrechte in Katar, Ali Al-Marri, hatte diese Zahlen hingegen am vergangenen Montag zurückgewiesen: "Es gibt keine Sklaverei oder Zwangsarbeit in Katar. Die Informationen des Guardian sind falsch und die Zahlen übertrieben."


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