Donnerstag, 12.05.2016

La Liga: Barca und Real im Meistercheck

Showdown auf der Zielgeraden

Am 38. Spieltag der Primera Division kommt es zum Showdown zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid. Zeitgleich gehen beide Teams ins letzte Ligaspiel und greifen nach der spanischen Krone. Während die Katalanen nach Granada reisen, muss Real bei Deportivo La Coruna (Samstag, ab 17 Uhr in der LIVESTREAM-KONFERENZ) antreten. SPOX beleuchtet die beiden Mannschaften vor der Meisterentscheidung und stellt die wichtigsten Punkte gegenüber.

Der FC Barcelona und Real Madrid greifen am letzten Spieltag nach der Krone in der Liga
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Der FC Barcelona und Real Madrid greifen am letzten Spieltag nach der Krone in der Liga

Anders als in der letzten Saison entscheidet sich der Kampf um die Meisterschaft in Spanien erst am letzten Spieltag. Noch vor wenigen Wochen war Spitzenreiter Barca weit enteilt, der Ligatitel schien den Katalanen eigentlich nicht mehr zu nehmen. Doch eine historische Schwächephase machte aus dem Meisterrennen einen irren Dreikampf.

Erst am 37. Spieltag verabschiedete sich Atletico aus dem Titelkampf. Nur wenige Tage nach dem Einzug ins Champions-League-Finale scheiterte die Elf von Diego Simeone ausgerechnet beim Tabellenletzten UD Levante mit 1:2. Da in Spanien der direkte Vergleich zählt und dieser gegen Barcelona verloren ging, können sich die Colchoneros den Pott abschminken.

Trotz der Schwächephase führt Barca die Liga mit 88 Punkten weiter an. Nur einen Punkt dahinter liegen die Königlichen. Die Rechenspiele am 38. Spieltag sind folglich recht schnell erklärt. Real muss bei La Coruna auf jeden Fall gewinnen, um überhaupt noch eine Chance auf den Titel zu haben. Spielt Barca bei Granada zeitgleich lediglich Remis oder verliert gar, sind die Königlichen Meister. Gewinnen die Katalanen jedoch, feiern sie unabhängig vom königlichen Ergebnis die Meisterschaft.

Doch wer hält den Pott in am Samstag in den Händen und wer geht leer aus? SPOX stellt die wichtigsten Faktoren gegenüber.

Aktuelle Form: Barca schien die Meisterschaft eigentlich längst in der eigenen Tasche zu haben. Noch am 30. Spieltag hatten die Katalanen zehn Punkte Vorsprung auf den Drittplatzierten Real. Die 1:2-Pleite im Clasico wurde im Hinblick auf die Meisterschaft fast achselzuckend hingenommen. Doch diese Niederlage warf das Team von Luis Enrique komplett aus der Bahn. Eine historische Negativserie von drei Ligapleiten folgte und der Vorsprung vor Real schmolz innerhalb von drei Spieltagen auf einen winzigen Punkt. Das Aus im Champions-League-Viertelfinale gegen Atletico Madrid machte die Krise perfekt.

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Seit der Heimpleite gegen Valencia am 33. Spieltag schießt Barca jedoch wieder alles kurz und klein und die Formkurve zeigt steil nach oben. Die Bilanz der letzten vier Spiele ist dementsprechend beeindruckend: vier Siege und ein Torverhältnis von 22:0. Gleich in der ersten Partie nach der Valencia-Pleite ballerte man sich mit 8:0 den Frust von der Seele, auch Espanyol wurde am letzten Wochenende mit 5:0 abgefertigt.

Bei den Königlichen hingen die Fahnen zwischenzeitlich ebenfalls auf Halbmast. Nach der vergleichsweise holprigen Hinrunde unter Trainer Rafa Benitez gab's bei der 0:1-Heimpleite gegen Atletico im Februar einen heftigen Schlag in die Magengegend. Bei 12 Punkte Rückstand auf Barca schrieb Neu-Coach Zinedine Zidane die Liga bereits ab.

Ähnlich wie Barca ist Real seitdem aber nicht aufzuhalten. Bis auf zwei Spiele in der Champions League (0:2 gegen Wolfsburg, 0:0 gegen Manchester City) räumten die Königlichen komplett alles aus dem Weg. In La Liga gewann die Zidane-Elf alle elf Spiele. Ein Blick in die Geschichtsbücher spricht dennoch gegen die Hauptstädter: Elfmal stand Real vor dem letzten Spieltag auf dem 2. Platz, der Sprung auf Platz eins blieb ihnen immer verwehrt.

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Seite 3: Atmosphäre - Katastrophe oder Bonus?

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Frank Oschwald

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Frank Oschwald(Redaktion)

Frank Oschwald, Jahrgang 1987, ist seit 2009 bei SPOX.com tätig. Aufgewachsen in der Nähe von Stuttgart, zog es ihn nach dem Abitur aufgrund des Sportstudiums nach München. Ist seit 2016 festes Mitglied der Redaktion und arbeitet hauptsächlich für das Fußball-Ressort. Verantwortlich für das DFB-Team, Freiburg, Hoffenheim und Stuttgart.

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