Primera Divison, 32. Spieltag

Spitzentrio marschiert weiter

SID
Samstag, 18.04.2015 | 21:59 Uhr
Luka Modric musste verletzt vom Platz. Der Kroate fehlt bis Saisonende
© getty
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Real Madrid bringt etwas Ruhe in die Trainer-Diskussion um Carlo Ancelotti - am 32. Spieltag der Primera Division schlägt der amtierende Champions-League-Sieger den FC Malaga. Atletico steht derweil gegen Deportivo unter Druck, stellt die Weichen aber früh auf Sieg. Der FC Barcelona hat die schwerste Aufgabe aus dem Top-Trio vor der Brust, schlägt Valencia aber dank des Toptorjägers der vergangenen Tage.

FC Barcelona - FC Valencia 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Suarez (1.), 2:0 Messi (90.+4)

Bes. Vorkommnis: Bravo (Barca) pariert Elfmeter von Parejo (10.)

"Was wäre gewesen, wenn...?" dürfte nach dem Schlusspfiff eine beliebte Frage im Lager der Gäste sein. Was wäre wohl gewesen, wenn Daniel Parejo nach Foul von Gerard Pique an Rodrigo den fälligen Strafstoß nicht vergeben hätte (10.)? Valencia dominierte den ersten Durchgang komplett, schnürte Barca am eigenen Strafraum ein - nutzte aber seine Chancen schlicht nicht. Rodrigo schlenzte die Kugel am langen Eck vorbei (3.), Paco Alcacers Schuss blockte Javier Mascherano (21.) und kurz darauf rettete gegen den Flachschuss des Mittelstürmers für den geschlagenen Claudio Bravo nur den Pfosten (33.).

Die Katalanen bekamen spielerisch lange keinen Fuß in die Tür, symptomatisch: Nach der ersten Viertelstunde führte Barcelona nach Fouls mit 6:0. Allerdings führten die Hausherren auch nach Toren - und das dank des schnellsten Barca-Liga-Treffers seit sechs Jahren. Sergio Busquets leitete mit einem Pass in den Lauf von Lionel Messi den Konter ein und dessen Ablage schob Luis Suarez mit dem Außenrist ins lange Eck (1.).

Messi selbst hatte nach schöner Kombination noch die erste Barca-Chance nach dem Treffer (40.) und knallte zudem einen Freistoß an die Latte (64.). Im zweiten Durchgang konnten die Katalanen dann auch ihr gewohntes Passspiel aufziehen und bekamen die Partie deutlich besser in den Griff. Barcelona hatte sich auf Valencias Spiel eingestellt und den Gästen fiel offensiv wie auf Knopfdruck plötzlich überhaupt nichts mehr ein. Das Spiel verflachte in der Schlussphase von Minute zu Minute, nach Valencias letztem Angriff konterte Barca und Messi traf komplett freistehend im zweiten Versuch zum Endstand (90.+4) und erzielte somit sein 400. Pflichtspieltor..

Deportivo La Coruna - Atletico Madrid 1:2 (0:2)

Tore: 0:1 Griezmann (5.), 0:2 Griezmann (22.), 1:2 Riera (78.)

Früh stellte der Meister die Weichen gegen das abstiegsbedrohte Deportivo La Coruna auf Sieg. Mit den ersten beiden Chancen erspielte sich Atletico eine frühe 2:0-Führung. Nach einem Koke-Freistoß schien der Ball eigentlich schon geklärt, doch Gimenez brachte ihn nochmal zu Griezmann, der die Kugel zum 1:0 per Fallrückzieher in die Maschen nagelte (5.). Auch bei seinem zweiten Treffer bewies der Franzose seine Klasse - und seine hervorragende Schusstechnik. Aus spitzem Winkel knallte er den Ball mit einem Dropkick ins lange Eck (22.).

Neben den tollen Toren des Petit Diable passierte lange nicht viel, weil Atletico nur das Nötigste tat und Depor die Mittel fehlten, eine solide agierende Abwehr der Gäste in Bedrängnis zu bringen. Das Interessanteste, was im ersten Durchgang noch passierte, war die Verbannung von Atletico-Trainer Diego Simeone auf die Tribüne. Er hatte sich nach einem Foul an seinem Doppel-Torschützen vehement bei den Schiedsrichtern beschwert.

Im zweiten Durchgang blieb das Bild unverändert. Atletico erspielte sich einige Gelegenheiten, ohne zwingend zu werden. Trotzdem hatten die Hauptstädter in der 73. Minute eine Vierfach-Chance auf die vorzeitige Entscheidung, die Jose Gimenez, Fernando Torres, Raul Garcia und erneut Gimenez allerdings in feinster Slapstick-Manier vergaben. So konnte La Coruna in der 78. Minute mit dem erst zweiten Torschuss der Partie noch den Anschlusstreffer durch Oriol Riera markieren. Danach kam allerdings nicht mehr viel vom Tabellen-Siebzehnten der Primera Division, sodass Madrid einen glanzlosen aber verdienten Sieg einfahren konnte.

Real Madrid - FC Malaga 3:1 (1:0)

Tore: 1:0 Ramos (24.), 2:0 James (69.), 2:1 Juanmi (71.). 3:1 Ronaldo (90.+2)

Bes. Vorkommnis: Ronaldo verschießt Elfmeter (67.)

In der ersten Halbzeit war Real Madrid den Gästen drückend überlegen. Malaga konnte sich bis auf wenige Ausnahmen nicht aus der eigenen Hälfte befreien und ließ den Königlichen rund 70 Prozent Ballbesitz. Diesen nutzte Sergio Ramos schließlich in der 24. Spielminute mit einem Kopfball in abseitsverdächtiger Position. Cristiano Ronaldo brachte den Ball zuvor per Freistoß von der linken Seite in die Mitte und sicherte sich so einen Assist.

Madrid, das bereits nach wenigen Minuten Gareth Bale und in der zweiten Halbzeit Luka Modric verletzungsbedingt auswechselte, musste vor der Pause nur einmal wirklich zittern: In der 36. Minute hatte Darder im Strafraum freistehend die Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen, zog aber deutlich über das Tor. Bis auf diese Aktion war Malaga schlicht zu passiv in der Offensive.

Bestätigt: Sechs Wochen Pause! Saisonaus für Modric

Nach dem Wiederanpfiff änderte sich dies. Die Gäste wagten sich häufiger in die gegnerische Spielhälfte und hatten durch Amrabat, der von rechts kommend mit seinem Schuss nur knapp am langen Pfosten vorbeizog, ihre bis dahin beste Torchance (54.). Real fand in dieser Phase nicht mehr richtig ins eigene Spiel und verlor zu schnell den Ball.

Erst nach einer guten Stunde zeigten die Königlichen wieder ihre Offensivstärken. Nachdem James im gegnerischen Strafraum gefoult wurde, trat Ronaldo zum Elfmeter an, scheiterte jedoch am Pfosten (67.). James machte es zwei Minuten später besser: Nach einer starken Kombination jagte der Kolumbianer den Ball aus 20 Metern in den Winkel. Defensiv zeigten die Hauptstädter jedoch immer wieder Lücken. So kam Malaga in der 71. Minute durch Juanmi völlig freistehend zum Anschlusstreffer. Am Ausgleich schnupperte der Gast aber nicht - im Gegenteil: Superstar Ronaldo besorgte den Endstand in der Nachspielzeit aus kurzer Distanz.

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