Sonntag, 17.01.2016

Serie A TIM, 20. Spieltag

Juve mit zehntem Sieg in Folge

Inter Mailand müht sich am 20. Spieltag der Serie A TIM in einer Slapstick-Partie bei Atalanta zu einem Punkt. Neapel schlägt Sassuolo und baut so die Tabellenführung aus. Juventus Turin holt sich auch dank eines Treffers von Sami Khedira den zehnten Sieg in Folge, während der AS Rom mit seinem neuen Trainer Luciano Spalletti beim Tabellenletzten Hellas Verona nur remis spielt. Lazio gelingt spät noch ein Unentschieden in Bologna.

Atalanta Bergamo - Inter Mailand 1:1 (1:1)

Tore: 1:0 Murillo (17./ET), 1:1 Toloi (25./ET)

Krisenduell - wie passend! Denn vor allem die Anfangsphase passte mal so richtig ins Bild von Inter (zuletzt zwei Pleiten aus drei Ligaspielen) und auch Atalanta (zuvor vier Niederlagen in Folge). Obwohl richtig Feuer im Spiel war, waren die ersten beiden Treffer mehr Slapstick als alles andere.

Erst grätschte Jeison Murillo eine Kuller-Hereingabe von Boukary Drame unbeholfen ins eigene Netz (17.), dann trat auf der anderen Seite auch Rafael Toloi nach einer Flanke sehr unglücklich über den Ball und knallte ihn dadurch in den eigenen Kasten (25.).

Es war viel Tempo in der Partie, das Box-to-Box-Spiel verlief ohne Verschleppung der Spielgeschwindigkeit - vielmehr spielten sich beide Teams mehrere gute Möglichkeiten heraus. Die mit Abstand größte hatte Luca Cigarini, der eine Hereingabe in den Fünfmeterraum freistehend per Seitfallzieher verwerten wollte, aus allerkürzester Distanz aber am unfassbar reagierenden Samir Handanovic scheiterte (59.).

Während es Inter nicht schaffte, die Tabellenführung - zumindest vorübergehend - zurückzuerobern, schaffte es auch Atalanta nicht so wirklich aus seinem Formtief. Nur einen Punkt gab es aus den letzten fünf Partien.

SSC Neapel - Sassuolo 3:1 (2:1)

Tore: 0:1 Falcinelli (3./FE), 1:1 Callejon (19.), 2:1 Higuain (42.), 3:1 Higuain (90.+3)

Gegen das Überraschungsteam aus Sassuolo wollte der frisch gebackene Tabellenführer die Gunst der Stunde nutzen und den Vorsprung auf Inter weiter ausbauen. Gleich nach dem Anpfiff musste Napoli allerdings einen Schock verdauen: Raul Albiol ließ in der zweiten Minute gegen Sansone das Bein stehen, Schiedsrichter Giacomelli entschied folgerichtig auf Elfmeter. Diego Falcinelli nahm das Geschenk dankend an und verwandelte sicher ins linke Eck.

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Statt in Schockstarre zu verfallen, ließen sich die Gastgeber vom frühen Rückstand nicht irritieren und nagelten Sassuolo in der eigenen Hälfte fest. Nach 19 Minuten war es um die Gästeführung wieder geschehen, Jose Callejon musste den Ball nach einer maßgeschneiderten Flanke von Lorenzo Insigne nur noch einnicken. Nachdem Insigne selbst per feinem Schlenzer auch fast für die Führung gesorgt hätte, erledigte Gonzalo Higuain den Job kurz vor der Pause. Der Argentinier nutzte eine Vorlage von Marek Hamsik aus kurzer Distanz zu seinem 19. Saisontreffer und stellte erneut unter Beweis, dass gegen ihn derzeit kein Kraut gewachsen ist.

Im zweiten Durchgang ließ Napoli zahlreiche Chancen zur Vorentscheidung liegen, erst mit dem Schlusspfiff zappelte der Ball nochmal im Netz. Wieder war es der beängstigend starke Higuain, der sich im Strafraum mit einer Drehung seines Gegenspielers entledigte und Gästekeeper Consigli erneut keine Chance ließ. Mit dem nächsten Dreier in der Tasche haben die Süditaliener ihren Vorsprung somit auf vier Punkte ausgebaut und träumen weiter von der ersten Meisterschaft seit 1990.

AS Rom - Hellas Verona 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Nainggolan (41.), 1:1 Pazzini (62./FE)

In einer zunächst ausgeglichen Partie gab es Torchancen auf beiden Seiten. Bis kurz vor dem Halbzeitpfiff hat es gedauert, ehe der erste Treffer der Partie fiel. Zunächst scheiterte Edin Dzeko fünf Meter vor dem Tor am Pfosten, die Roma blieb aber dran und ging dann durch Radja Nainggolan in Führung (41.). Daniele De Rossi legte per Hacke für den Torschützen auf, der den Ball aus kurzer Distanz durch die Hosenträger von Pierluigi Gollini schob.

Hellas kam besser aus der Kabine zurück und näherte sich dem Ausgleichstreffer. Pawel Wszolek scheiterte am Roma-Schlussmann Wojciech Szczesny (48.) und nur zwei Minuten später traf Ante Rebic mit einem feinen Schlenzer aus halblinker Position nur den Pfosten.

Nach etwas mehr als eine Stunde erzielte Giampaolo Pazzini per Elfmeter den Ausgleich. Wszolek wurde von Leandro Castan zu Fall gebracht und der Mittelstürmer verwandelte in Abwesenheit des verletzten Luca Toni eiskalt zum 1:1-Endstand (62.).

Udine - Juventus Turin 0:4 (0:4)

Tore: 0:1 Dybala (15.), 0:2 Khedira (18.), 0:3 Dybala (26./FE), 0:4 Alex Sandro (42.)

Rote Karte: Danilo (25./Udinese)

Nach kurzer Abtastphase war es der mal wieder famos aufspielende Paulo Dybala, der die Führung besorgte. Einen Freistoß aus 24 Metern zirkelte der Argentinier geschickt ins Eck (15.). Und die Turiner, bei denen Pogba wegen Fieber 90 Minuten lang auf der Bank saß, legten sofort nach: Im Anschluss an eine Ecke herrschte Verwirrung im Strafraum der Hausherren, Khedira nutzte die Gunst der Stunde und nickte völlig unbedrängt aus kurzer Distanz ein (18.).

Udines Albtraum war damit aber noch längst nicht beendet. Nur kurz darauf stoppte Danilo Juve-Stürmer Mario Mandzukic mit einer Notbremse und flog zurecht mit Rot vom Platz. Dybala verwandelte den fälligen Elfmeter eiskalt - sein elftes Saisontor (26.). Die Partie war damit bereits entschieden, Juve tat sich fortan sehr leicht, das Geschehen zu kontrollieren.

Noch vor der Pause sorgte Alex Sandro mit einem schönen Schlenzer mit seinem schwächeren rechten Fuß für das 4:0 (42.), nach dem Seitenwechsel zeigte sich Juve dann gnädig und schaltete zwei Gänge zurück. Mit dem Dreier springt der Meister zurück auf Platz zwei und hält den Rückstand auf Spitzenreiter Napoli bei zwei Zählern.

Die Top-Torjäger der Serie-A-Saison 2015/16
Rang 1: Gonzalo Higuain von Napoli (36 Tore)
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Rang 1: Gonzalo Higuain von Napoli (36 Tore)
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Rang 2: Paulo Dybala von Juventus Turin (19 Tore)
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Rang 2: Paulo Dybala von Juventus Turin (19 Tore)
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Rang 3: Carlos Bacca von AC Milan (18 Tore)
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Rang 3: Carlos Bacca von AC Milan (18 Tore)
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Rang 4: Mauro Icardi von Inter (16 Tore)
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Rang 4: Mauro Icardi von Inter (16 Tore)
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Rang 5: Mohamed Salah vom AS Rom (14 Tore)
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Rang 5: Mohamed Salah vom AS Rom (14 Tore)
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Rang 6: u.a. Josip Ilicic vom AC Florenz (13 Tore)
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Rang 6: u.a. Josip Ilicic vom AC Florenz (13 Tore)
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Rang 6: u.a. Massimo Maccarone von Empoli (13 Tore)
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Rang 6: u.a. Massimo Maccarone von Empoli (13 Tore)
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Rang 6: u.a. Leonardo Pavoletti vom FC Genua (13 Tore)
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Rang 6: u.a. Leonardo Pavoletti vom FC Genua (13 Tore)
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Rang 6: u.a. Eder von Sampdoria und Inter Mailand (13 Tore)
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Rang 6: u.a. Eder von Sampdoria und Inter Mailand (13 Tore)
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Rang 10: u. a. Lorenzo Insigne vom SSC Neapel (12 Tore)
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Rang 10: u. a. Lorenzo Insigne vom SSC Neapel (12 Tore)
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Rang 10: u.a. Nikola Kalinic vom AC Florenz (12 Tore)
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Rang 10: u.a. Nikola Kalinic vom AC Florenz (12 Tore)
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Rang 10: u.a. Andrea Belotti vom FC Turin (12 Tore)
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Rang 10: u.a. Andrea Belotti vom FC Turin (12 Tore)
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FC Bologna - Lazio Rom 2:2 (2:0)

Tore: 1:0 Giaccherini (2.), 2:0 Destro (18.), 2:1 Candreva (70., FE), 2:2 Lulic (77.)

Rote Karte: Masina (69., Notbremse/Bologna)

Ganze 32 Minuten brauchte Miroslav Klose, um die italienischen Gazetten für die nächste Zeit erst einmal zum Schweigen zu bringen. Mit der Einwechslung des Weltmeisters nahm das Spiel der Gäste mehr Fahrt auf, einen herausgeholten Elfmeter und eine Vorlage später war der Altmeister der gefeierte Mann bei den Römern.

Am Ende musste Lazio froh sein, zumindest einen Punkt aus Renato Dall'Ara entführt zu haben. Denn zuvor gab es einen Blitzstart nach Bologna-Art. Nach gerade einmal zwei Minuten nahm sich Emanuele Giaccherini aus 30 Metern ein Herz und donnerte das Leder per Freistoß zur 1:0-Führung in den linken Knick.

Auch das zweite Tor kassierte der Klose-Klub nach einer Standardsituation. Beim Versuch, den Ball aus der Gefahrenzone zu klären, stellte sich die hellblaue Defensive nur mäßig intelligent an. Der aufgerückte Daniele Gastaldello bediente Mattia Destro, der den Ball locker aus acht Metern zum 2:0 versenkte (18.).

Mit Klose nahm das Spiel der Gäste aber eine andere Färbung an. Folgerichtig war es auch der Weltmeister, der den Elfmeter zum Anschlusstreffer herausholte. Adam Masina konnte den Stürmer nach einer Hereingabe nur per Foul stoppen und sah dafür den Roten Karton (69.). Den fälligen Elfer chippte Antonio Candreva in bester Panenka-Manier zum 2:1 ins Tor (70.).

Nur sechs Minuten später zeigte Klose erneut, dass er trotz seiner 37 Jahre noch nicht zum alten Eisen gehört. Von der Grundlinie brachte er den Ball in den Rücken der Viererkette, wo Senad Lulic schon lauerte und den Ball aus zehn Metern ins rechte Eck schlenzte (77.).

Die Serie A TIM im Überblick

SPOX

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Juventus und Neapel heißen die großen Gewinner des Spieltags. Das Duo behauptet die vorderen beiden Plätze, während Inter, die Roma und Lazio Punkte lassen.

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