Sonntag, 09.11.2014

Serie A, 11.Spieltag

7:0! Juve überrollt Parma

Juventus untermauert am 11. Spieltag der Serie A seine Tabellenführung mit einem Schützenfest. Der AC Milan erkämpft sich gegen Sampdoria einen Punkt und bleibt in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen, während Neapel auf den dritten Rang klettert. Die Roma siegt gegen überforderte Turiner und bleibt der Alten Dame auf den Fersen.

Tore schießen leicht gemacht: Fernando Llorente bejubelt einen seiner zwei Treffer
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Tore schießen leicht gemacht: Fernando Llorente bejubelt einen seiner zwei Treffer

Sampdoria Genua - AC Milan 2:2 (2:1)

Tore: 0:1 El Shaarawy (10.), 1:1 Okaka (45.), 2:1 Eder (51.), 2:2 Menez (65./Elfmeter)

Gelb-Rot: Bonera (85./Milan)

Dem AC Milan gelang ein Start nach Maß: Stephan El Shaarawy traf fulminant nach zehn Minuten zur frühen Führung für die Gäste. Erst kurz vor der Pause gelang Stefano Okaka auf spektakuläre Art und Weise der verdiente Ausgleich (45.).

Nach dem Seitenwechsel drückte Eder den Ball zur 2:1-Führung für Samp über die Linie, danach aber wachten die Rossoneri wieder auf.

In der 65. Minute entschied Schiedsrichter Luigi Ferraris auf Strafstoß für Milan, da Djamel Mesbah den Ball unglücklich an die Hand bekam. Jeremy Menez ließ sich die Chance nicht entgehen und schickte Keeper Sergio Romero in die falsche Ecke. Kurz vor dem Ende flog Milans Daniele Bonera nach wiederholten Foulspiel mit der Ampelkarte vom Platz.

Genua hat nun 20 Punkte auf dem Konto und liegt weiter in der Spitzengruppe der Liga. Milan bleibt durch den Punktgewinn in Schlagdistanz.

Juventus Turin - FC Parma 7:0 (3:0)

Tore: 1:0 Llorente (24.), 2:0 Lichtsteiner (30.), 3:0 Llorente (36.), 4:0 Tevez (50.), 5:0 Tevez (58.), 6:0 Morata (76.), 7:0 Morata 87.)

Vier Spiele musste Carlos Tevez auf sein siebtes Saisontor warten, doch die Geduld hat sich ausgezahlt. Der Argentinier sorgte mit einem sensationellen Treffer gegen Parma in der zweiten Hälfte für das Highlight des Nachmittags. Tevez initiierte in der eigenen Hälfte ein Solo über das halbe Feld, düpierte im Vollsprint mehrere Parma-Verteidiger und schob unhaltbar rechts unten ein (50.).

Dabei war die Parte bereits längst entschieden. Auch ohne den verletzten Andrea Pirlo und den gesperrten Arturo Vidal demonstrierte Juve im ersten Durchgang seine Überlegenheit gegen den Vorletzten aus Parma. Einen nach vorn abgewehrten Pogba-Distanzschuss brachte Fernando Llorente technisch stark im Gehäuse unter (24.). Juve machte direkt weiter - und wie. Stephan Lichtsteiner legte sich den den Ball 25 Meter vor dem Tor zurecht und schoss ins rechte Eck ein (30.).

Sechs Minuten später die Entscheidung: Lichtsteiner legte für den sträflich freien Llorente auf, der nur ins linke Eck einschieben musste (36.). Zum Auftakt von Hälfte zwei dann die Tevez-Show. Der Argentinier legte sogar noch einen Treffer nach (58.) und durfte sich danach bei seiner Auswechslung feiern lassen, auch Llorente holte sich den verdienten Applaus ab und machte für Alvaro Morata Platz.

Der eingewechselte Spanier hatte noch Lust und wurde zum dritten Doppelpacker des Spiels. Morata schob cool zum 6:0 nach Pogba-Zuspiel ein (76.) und markierte per Volley den Schlusspunkt (88.).

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FC Empoli - Lazio Rom 2:1 (0:0)

Tore: 1:0 Barba (52.), 2:0 Maccarone (55.), 2:1 Djordjevic (67.)

Die Partie in Empoli nahm erst in der zweiten Halbzeit Fahrt auf: Ein Doppelschlag des Gastgebers brachte Schwung in die Partie. Die erste Hälfte gestaltete sich ohne Mirsolav Klose in der Startformation überraschend ausgeglichen, aber auch ereignisarm.

Der Abstiegskandidat begann sein Heimspiel forsch und hatte in der achten Minute die erste Chance des Spiels durch Massimo Maccarone, der mit einem Freistoß aus gut 25 Metern scheiterte. Im Gegenzug verzog Lazios Antonio Candreva nach einem langen Ball denkbar knapp. Das Spiel verflachte nach der Anfangsphase jedoch zunehmend. Nennenswerte Chancen blieben bis zur Halbzeit Mangelware, sodass die Torhüter beschäftigungslos blieben.

Die zweite Halbzeit begann dann mit dem Doppelschlag des Underdogs. In der 53. Minute konnte Empolis Federico Barba einen Eckball unhaltbar einköpfen. Nur drei Minuten später erhöhte Maccarone nach einem schnell ausgeführten Freistoß auf 2:0. Lazio-Trainer Stefano Pioli reagierte und brachte Klose für Edson Braafheid.

Filip Djordjevic konnte in der 67. Minute nach Flanke von Candreva den Anschlusstreffer für die Römer erzielen. Lazio drückte daraufhin, konnte aber aber gegen clever verteidigende Gastgeber kaum Chancen herausspielen. Auch Klose fiel nach seiner Einwechslung kaum auf. So konnte Empoli einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf einfahren und Lazios Serie von sechs ungeschlagenen Spielen stoppen.

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AC Florenz - SSC Neapel 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Higuain (61.)

Während Neapel seinen dritten Pflichtspielsieg in Folge feierte, läuft es bei der Viola nicht rund - sie wartet seit nunmehr drei Partien auf einen Dreier. Gonzalo Higuian machte mit seinem Treffer nach einer guten Stunde den Unterschied und schoss seine Mannschaft mit 21 Punkten auf den dritten Rang.

Die Gäste kamen zunächst auch besser in die Partie, wobei Higuain bereits nach sieben Minuten einen ersten Warnschuss abgab, der nur knapp vorbei ging. Es entwickelte sich eine ansehnliche Partie, da beide Mannschaften bemüht waren, mit spielerischen Elementen zu glänzen.

Wenngleich die Partenopei dabei die besseren Chancen hatten, beschränkten sich beide Mannschaften vornehmlich auf Distanzschüsse, da beide Abwehrreihen einen guten Job machten und die Räume im jeweils vorderen Drittel gekonnt zugestellt wurden. Kurz vor der Pause zappelte der Ball trotzdem im Netz, Higuain stand bei seinem sehenswerten Seitfallzieher aber im Abseits.

Nach dem Seitenwechsel machten die Hausherren dann den engagierteren Eindruck, jubeln durfte aber die Mannschaft von Rafael Benitez. Und dieses Mal zählte der Treffer von Higuain (61.), als er das Leder nach einem missglückten Abwehrversuch humorlos in die Maschen donnerte.

Die Fans der Heimmannschaft forderten die Einwechslung von Mario Gomez - und der hatte zehn Minuten vor Schluss prompt die beste Chance für das Team von Vincenzo Montella, als er mit einem Kopfball die Latte traf. Am Ende konnte aber auch der deutsche Nationalspieler die Heimpleite nicht mehr verhindern.

AS Rom - FC Turin 3:0 (2:0)

Tore: 1:0 Torosidis (8.), 2:0 Keita (27.), 3:0 Ljalic (57.)

Nach der Niederlage gegen Neapel wollte die Roma mit einem Sieg nicht weiteren Boden auf Tabellenführer Juventus verlieren. Von Beginn an übernahmen die Römer die Initiative und kamen durch Adem Ljajic zur ersten Möglichkeit. Nur eine Minute später klingelte es bereits im Kasten der Gäste. Nach Zuspiel von Francesco Totti erzielte Vassilis Torosidis die frühe Führung für Rom. Die Roma spielte weiter einen ansehnlichen Ball. Folgerichtig erhöhte Seydou Keita per Distanzschuss auf 2:0.

Nach der Pause versuchte Turin in die Partie zurückzukehren, doch mitten in die beste Phase der Gäste machte Adem Ljalic ebenfalls mit einem Distanzschuss den Sack zu. Danach schalteten Totti und Co. einen Gang zurück und kontrollierten die Partie. Der AS Rom bleibt damit mit drei Punkten Rückstand der Alten Dame auf den Fersen.

Die Top-Torjäger der Serie-A-Saison 2014/15
Rang 1: u.a. Luca Toni von Hellas Verona (22 Tore)
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Rang 1: u.a. Luca Toni von Hellas Verona (22 Tore)
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Rang 1: u.a. Mauro Icardi von Inter Mailand (22 Tore)
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Rang 1: u.a. Mauro Icardi von Inter Mailand (22 Tore)
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Rang 3: u.a. Carlos Tevez von Juventus Turin (20 Tore)
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Rang 3: u.a. Carlos Tevez von Juventus Turin (20 Tore)
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Platz 4: Gonzalo Higuain vom SSC Neapel (18 Tore)
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Platz 4: Gonzalo Higuain vom SSC Neapel (18 Tore)
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Rang 5: Jeremy Menez vom AC Milan (16 Tore)
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Rang 5: Jeremy Menez vom AC Milan (16 Tore)
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Rang 6: u.a. Manolo Gabbiadini von Sampdoria Sampdori (15 Tore)
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Rang 6: u.a. Manolo Gabbiadini von Sampdoria Sampdori (15 Tore)
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Rang 6: u.a. Domenico Berardi von Sassuolo Calcio (15 Tore)
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Rang 6: u.a. Domenico Berardi von Sassuolo Calcio (15 Tore)
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Rang 8: Antonio Di Natale von Udinese Calcio (14 Tore)
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Rang 8: Antonio Di Natale von Udinese Calcio (14 Tore)
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Rang 9: u.a. Miroslav Klose von Lazio Rom (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Miroslav Klose von Lazio Rom (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Iago Falque vom FC Genua (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Iago Falque vom FC Genua (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Paulo Dybala von US Palermo (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Paulo Dybala von US Palermo (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Fabio Quagliarella vom FC Turin (13 Tore)
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Rang 9: u.a. Fabio Quagliarella vom FC Turin (13 Tore)
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Inter Mailand - Hellas Verona 2:2 (1:1)

Tore: 0:1 Toni (10.), 1:1 Icardi (18.), 2:1 Icardi (48.) 2:2 Lopez (89.)

Gelb-Rot: Medel (51., Inter)

Bes. Vorkommnis: Toni scheitert mit Foulelfmeter an Handanovic (52.)

Inter Mailand kommt in dieser Saison nach wie vor nicht in Tritt und muss sich trotz eines Doppelpacks von Mauro Icardi mit einem Remis begnügen - ein Platzverweis machte das Leben zusätzlich schwer.

Und es ging schon schlecht los für das Team von Walter Mazzarri, nachdem Luca Toni die Gäste früh in Führung gebracht hatte (10.). Die Antwort der Hausherren ließ jedoch immerhin nicht lange auf sich warten und Icardi war nur acht Minuten später mit dem Ausgleich zur Stelle. Nur weitere zwei Zeigerumdrehungen später donnerte Zdravko Kuzmanovic das Leder für die nun furios aufspielenden Nerazzurri an den Pfosten (20.).

Nach dem Seitenwechsel überschlugen sich dann die Ereignisse, wobei Icardi die Gastgeber zunächst verdient in Führung brachte (48.). Drei Minuten später legte Gary Medel im Strafraum Juan Gomez und musste mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen. Den fälligen Elfmeter ließ Toni liegen, wobei Samir Handanovic in dieser Saison den dritten Strafstoß parierte und somit eine hundertprozentige Quote aufweist.

In Überzahl erspielte sich nun auch die Mannschaft von Andrea Mandorlini wieder einige Chancen, wobei Lazaros Christodoulopoulos mit einem Lattentreffer (68.) die beste Möglichkeit liegen ließ. Am Ende sorgte der eingewechselte Nicolas Lopez (89.) dennoch für den Punktgewinn.

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