Montag, 30.04.2012

Premier League: 36. Spieltag

City gewinnt das Derby und ist Tabellenführer

Manchester City hat den verhassten Stadtrivalen United zum zweiten Mal in dieser Saison bezwungen und damit die Tabellenführung in der Premier League übernommen. In einem spannenden, aber nicht hochklassigen Spiel sorgte Vincent Kompany kurz vor der Pause für das Tor des Tages. United hatte im ganzen Spiel keine einzige Torchance und muss jetzt auf Ausrutscher von City hoffen.

Alex Ferguson (l.) zeigte an der Seitenlinie mehr Einsatz als sein Team auf dem Feld
© Getty
Alex Ferguson (l.) zeigte an der Seitenlinie mehr Einsatz als sein Team auf dem Feld

Manchester City - Manchester United 1:0 (1:0)

Tore: 1:0 Kompany (45.)

Vor dem Anpfiff: Alex Ferguson setzte in seiner Startelf auf Routine und ließ Scholes, Giggs und Park von Anfang an spielen, Valencia blieb der Platz auf der Bank. Rooney sollte vorne als einzige Spitze die Löcher reißen.

Roberto Mancini vertraute in seiner Offensive den beiden Argentiniern Tevez und Aguero, Balotelli blieb draußen. Nasri und Silva sollten über die außen Betrieb machen und die beiden mit Vorlagen versorgen.

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Analyse: Die Hausherren begannen sichtlich nervös und nahmen in der ersten Viertelstunde kaum am Spielbetrieb teil. United dominierte das Mittelfeld und bestach durch Routine und Gelassenheit, ohne dabei aber in der Offensive Akzente zu setzen.

Danach ließ sich das Team von Sir Alex Ferguson aber unerklärlicherweise immer weiter zurückfallen und half den Citizens so, ins Spiel zurückzufinden. Die letzten 20 Minuten vor der Pause glichen einem Belagerungszustand um den Strafraum der Gäste, obwohl sich City wenig zwingende Torchancen erspielen konnte.

Der Siegtreffer fiel schließlich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, man kann sagen: Zwangsläufig. Eine Ecke von Silva drückte City-Kapitän Vincent Kompany aus kurzer Entfernung wuchtig über die Linie.

In der zweiten Hälfte versuchte Ferguson, mehr für das Angriffsspiel seiner Mannschaft zu tun und wechselte nach und nach Welbeck, Valencia und Ashley Young ein: Sein Rezept, auf ältere, erfahrene Spieler zu setzen, war nicht aufgegangen. Trotzdem blieb City bis zum Ende der Partie jederzeit die bessere Mannschaft, ließ im ganzen Spiel keine einzige zwingende Torchance zu und hätte in den letzten zehn Minuten noch einen oder anderen Treffer nachlegen müssen.

Der größte Aufreger der zweiten Hälfte war dementsprechend eine hitzige Auseinandersetzung zwischen den beiden Trainern nach einem Foul von Nigel de Jong an Welbeck (76.).

Durch den Sieg übernimmt City zwei Spieltage vor Schluss die Tabellenführung dank der besseren Tordifferenz gegenüber dem Stadtrivalen und hat den lang ersehnten Titel vor Augen. Ferguson wird sich nach der schwachen Vorstellung seiner Truppe unangenehme Fragen gefallen lassen müssen.

Star des Spiels: Yaya Toure. Der Mittelfeldmotor von City war überall und sorgte dafür, dass United kein Mittel gegen die gut aufgestellte Defensive seiner Mannschaft fand. Äußerst agil und mit Pferdelunge ausgestattet setzte er bis zur letzten Minute jedem Ball nach und hätte sich nach einigen sehenswerten Fernschüssen fast selbst in die Torschützenliste eintragen können.

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