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Ein Team für alle Fälle

Mittwoch, 12.03.2014 | 11:27 Uhr
Bayern-Trainer Pep Guardiola (r.) hat momentan ein echtes Luxus-Problem
© getty
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Der FC Bayern zieht souverän ins Viertelfinale ein und demonstriert einmal mehr die Stärke seines Kaders. Selbst das Achtelfinale der Königsklasse dient für Experimente. Trainer Pep Guardiola hat extrem viele Möglichkeiten.

Thomas Müller wollte nichts sagen. Pep Guardiola wollte auch nichts sagen, sagte aber immerhin ein bisschen was. Es ist vor und nach Spielen oft so, dass Journalisten auch gerne über Spieler reden wollen, die nicht gespielt haben, Trainer dagegen nur über Spieler reden wollen, die auch gespielt haben.

Der Trainer ist dann meistens etwas genervt und sagte Sätze wie: "Das war keine Entscheidung gegen Spieler X, sondern für Spieler Y", oder: "Wir spielen in vielen Wettbewerben, da brauchen wir alle Spieler". So ähnlich war das auch am Mittwoch nach dem Champions-League-Achtelfinale zwischen dem FC Bayern und dem FC Arsenal.

Thomas Müller wurde also nach seiner Wertschätzung für den Bankplatz gefragt und verweigerte selbstredend die Aussage. Pep Guardiola wurde gefragt, warum Müller und Toni Kroos nicht von Anfang an gespielt hätten. "Nächstes Mal fragst Du mich vielleicht, warum Basti nicht gespielt hat", sagte Guardiola leicht angesäuert. "Toni hat jedes Spiel verdient, Thomas auch. Auch van Buyten, Rafinha, Contento, Shaqiri."

Luxus-Problem im Luxus-Kader

Es ist die Zeit gekommen, in der Pep Guardiola das Luxus-Problem mit seinem Luxus-Kader zu managen hat. Bis auf Holger Badstuber sind alle Spieler einsatzfähig. Und das bedeutet, jedes Spiel wird es wieder Fragen nach den Spielern geben, die nicht gespielt haben.

Sportvorstand Matthias Sammer hat die Pausen für Müller und Kroos vor Spielbeginn noch relativ leicht erklären können. Müller habe in Wolfsburg nach seinem Muskelfaserriss durchgespielt und Kroos sei leicht erkältet.

Die Torschützen des Hinspiels und Wegbereiter für den Einzug ins Viertelfinale saßen also auf der Bank.

Sammer beerdigt Stammelf

Es ist eine Diskussion, die den FC Bayern seit Jahren begleitet, und auch nie gänzlich verschwinden wird. Dabei ist vor allem Sammer schon seit Monaten dabei, dem Thema frühzeitig den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Sammer hat den Begriff der Stammelf längst für beerdigt erklärt. Eine Vokabel mit der man in der Vergangenheit zwar gut gefahren ist, die aber im modernen Fußball keinen Platz mehr hat.

Und auch Guardiola hat zu Beginn seiner Amtszeit recht deutlich gemacht, dass er Kritik an seinen Entscheidungen nicht dulden werde und den Teamgeist als Grundvoraussetzung einer funktionierenden Mannschaft verstehe.

Flexibel und unberechenbar

Die Bayern haben den beispiellos erfolgreichen Jupp Heynckes ja nicht aus Jux und Tollerei durch Guardiola ersetzt. Sie wollten ihrem Mia-san-Mia-Fußball weitere Komponenten hinzufügen und den Erfolg noch planbarer machen.

Unter Heynckes holte Bayern zwar das historische Triple, die Aufstellung und die Ausrichtung der Mannschaft war aber vorhersehbar. Heynckes baute den Erfolg auf dem soliden Fundament einer geordneten Defensive und den individuellen Stärken seiner Offensivgenies.

Unter Guardiola sind die Bayern unberechenbarer geworden. Die Aufstellung und die Ausrichtung sind nicht eindeutig kalkulierbar. Zwar steht der Ballbesitz nach wie vor als Programmatik über dem Spiel, aber Guardiola ist flexibel genug, um sich den Gegebenheiten des Spiels und den Besonderheiten des Gegners anzupassen.

Plan B, Plan C, Plan D...

Sich nur auf seinen eigenen Plan A zu verlassen, ist für den Spanier zu wenig. Guardiola will einen Plan B, Plan C, Plan D... Er richtet seine Mannschaft auch an den Stärken des Gegners aus und opfert dabei auch Teile seiner dogmatischen Wertvorstellung.

In Dortmund ließ er viele lange Bälle auf Mario Mandzukic schlagen, um das BVB-Pressing zu überspielen und installierte Javi Martinez als einen um zweite Bälle kämpfenden Zehner. In Stuttgart probte er den Radikalumbau von der falschen Neun hin zu zweit klassischen Mittelstürmern. Und gegen Arsenal verordnete er seinem Team totale Kontrolle.

Totale Kontrolle gegen Arsenal

Am Mittwochmorgen besprach sich Guardiola mit Bastian Schweinsteiger. Auch in dem Wissen, dass der Nationalspieler noch nicht bei hundert Prozent ist, wollte er ihn gegen Arsenal unbedingt dabei haben. Guardiola sieht Schweinsteiger als elementaren Baustein seiner Mannschaft, wenn es um Kontrolle, Präsenz und Führungsqualitäten geht.

Der Spanier hatte, das sagte er auf der Pressekonferenz, sehr großen Respekt vor Arsenals Konterspiel und explizit vor der Schnelligkeit von Alex Oxlade-Chamberlain. Doch die Bayern hatten das Spiel von Beginn an mit dem Mittelfeld um Schweinsteiger und Thiago im Griff und erlaubten sich vor allem in der ersten Hälfte kaum Fehler. Es gab also so gut wie keine aussichtsreiche Kontermöglichkeit für die Gunners.

Guardiola reagiert sofort

Erst als die Bayern in der zweiten Halbzeit etwas mehr Fehler produzierten, gab es im Ansatz brenzlige Situationen zu überstehen, obwohl Arsenal zu keiner klaren Torchance kam. Mit der Hereinnahem von Kroos für Götze ordnete Guardiola aber sofort die Statik seiner Mannschaft und die Bayern fanden die Kontrolle zurück.

Der Trainer profitiert bei seinen häufigen Rochaden von der fußballerischen Intelligenz seiner Spieler. Die Positionen verschwimmen immer wieder im Spiel der Bayern, fast jeder kann auf jeder Position spielen. So kann sich Guardiola ein Team für alle Fälle basteln.

Kleine Experimente

Es spricht für die Qualität und Souveränität der Bayern, dass sie selbst ein so wichtiges Spiel wie ein Champions-League-Achtelfinale dafür nutzen können, einem nicht ganz so fitten Schweinsteiger dem Top-Level wieder ein Stück näher zu bringen.

Jedes Spiel ist Teil eines übergeordneten Ganzen, aber auch ein Experiment für sich. Die Aufstellung für das nächste Spiel gegen Leverkusen ist sicher wieder für Überraschungen gut. Auch wenn Guardiola dann wieder Fragen nach seinen Bankspielern beantworten muss.

FC Arsenal - FC Bayern München: Daten zum Spiel

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