Robbery lebt noch

Mittwoch, 11.03.2015 | 12:13 Uhr
Arjen Robben (l.) und Franck Ribery sind bei Bayern immer noch unverzichtbar
© imago
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Seit 2009 spielen Arjen Robben und Franck Ribery gemeinsam für den FC Bayern. Vieles hat sich verändert - nur sie dürfen seither immer sie selbst sein. Statistiken verraten, dass "Robbery" für Bayern überlebenswichtig ist. Doch es stellt sich auf die Frage: Was kommt danach?

"Ohhhhh", stöhnte Franck Ribery. "Ohhhhh!"

Arjen Robben marschierte zum Elfmeterpunkt - begleitet von den Lauten und Provokationen seines französischen Kollegen. "Ohhh, Arjeeen", unkte Ribery wieder, als hätte er eine üble Vorahnung.

Robben und Elfmeter - da war doch was? Zum Beispiel in Dortmund. Oder in München. Irgendwann um das Jahr 2012 herum. Die Älteren werden sich erinnern. Robben, der sich sicher auch erinnern kann, nahm die Ribery'schen Angriffe nicht wirklich zur Kenntnis oder sonderlich ernst, sagte trocken "wer hat die Champions League gewonnen?" und donnerte den Ball rechts an Pepe Reina vorbei ins Tor. Ribery grinste und bearbeitete dann eben Reina, der den Elfmeter nicht halten konnte.

Josep Guardiola beendete eine Trainingseinheit im Wintertrainingslager in Doha wieder einmal mit einem Elfmeterschießen. Jeder, der wollte, durfte ran. Wer verschießt, scheidet aus. Ribery machte sich aus dem Ganzen einen Riesenspaß und kommentierte fast jeden Versuch seiner Kollegen. Vor allem bei Robben kam er gar nicht mehr aus dem Herumtrollen heraus.

Zueinander gefunden

Wenig später lagen sich Rib und Rob in den Armen, Robben hatte ein Lächeln im Gesicht und ging zum Duschen. Einen Kuss gab es nicht, weil Ribery lieber "von meiner Frau" liebkost werde als von einem kahlköpfigen Kollegen.

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Der 31 Jahre alte Niederländer und der gleichaltrige Franzose werden vielleicht nicht mehr mit der innigsten Männerfreundschaft in der Geschichte des Weltfußballs verhaltensauffällig, aber zwei Männer, die in ihrer Art eigentlich nicht hätten anders sein können, haben zueinander gefunden.

"Wir haben beide verstanden, dass es nicht um Ribery oder Robben geht, sondern, dass wir nur zusammen das Beste für den FC Bayern erreichen können. Er weiß, wie ich funktioniere, ich verstehe ihn", sagte Ribery neulich der "Bild".

Einst auch mal handgreiflich

Früher duellierten sich beide Techniker noch in allen Belangen: um die Hauptrolle auf dem Platz, um die Gunst der Zuschauer, um die Vormachtstellung bei Standardsituationen. Da kam es dann auch schon mal zu Handgreiflichkeiten, doch längst spielt man nur noch miteinander statt gegeneinander und hat sich sogar richtig lieb. "Es macht mich froh, wenn Arjen Tore schießt oder ein anderer", sagt Ribery, "so bin ich. Ich bin nicht neidisch. Ich bin glücklich mit dem, was ich erreicht habe."

Robben klingt nicht anders: "Ich habe Spaß, mit ihm zusammenzuspielen. Er versteht Fußball wie kaum ein anderer", sagte er in einem Interview. Von dem harmonischen Zusammenleben der Außenbahnexperten profitiert vor allem der FC Bayern.

Seit 2009 spielen sie nun gemeinsam für den Rekordmeister, seit 2009 hat sich viel verändert: drei Trainer, drei Philosophien kamen und gingen in dieser Zeit, der FC Bayern verpflichtete neue Spieler, entwickelte neue Systeme, ging neue Wege der Art und Weise, Spiele und Titel zu gewinnen.

Der FC Bayern ist unter Guardiola zu einer Maschine geworden, die im Grunde personenunabhängig funktioniert. Laufwege, Passwege, Umschalten - Guardiola trainiert jeden Ablauf, jeden Schritt, bis es jeder versteht und der Katalane hat auch während den Spielen seine imaginäre Fernsteuerung in der Hand, justiert, verändert, wirkt ein.

Robbery hat überlebt

Unter ihm ist im Grunde jeder Akteur in der Elf ein Mittelfeldspieler geworden. Der Innenverteidiger rückt auf, der Außenverteidiger rückt auf und ein, der Stürmer lässt sich fallen, der Torwart mischt mit. "Es ist ein großer Vorteil, weil es so mehr Optionen gibt", sagt Kapitän Philipp Lahm über die Mittelfeld-Überdosis seines Trainers.

Verändert hat sich unter Guardiola nur eines nicht: Die Ausnahmestellung von Robben und Ribery und deren Privileg, immer noch Alleinstellungsmerkmale darzustellen. Lahm hat unter Pep eine neue Stammposition gefunden, Schweinsteiger hat eine andere Funktion, das bayerische Traditionsmerkmal "Mittelstürmer" ist nicht mehr heilig. Nur Robbery hat überlebt. "Die Individualisten bleiben", so Kapitän Lahm, "sonst wä­ren Ribery und Robben nicht mehr im Team. Der Fußball wird weiter von diesen Typen, die ins Dribbling gehen und den Unterschied ausma­chen, leben."

Der FC Bayern lebt, steht und fällt mit der individuellen Klasse seiner starken Charaktere. In der aktuellen Phase, in der die Bayern mitunter Probleme im Offensivspiel haben, kommt die besondere Bedeutung der Techniker besonders zur Geltung. Robben entschied Bayern zuletzt Spiele im Alleingang, ist auf dem Weg zur Torjägerkanone unrotierbar. Als der Niederländer zuletzt in Hannover eine kleine Kreativpause einlegte, sprang Ribery nach seiner Einwechslung ein und drehte das Spiel zu Gunsten der Bayern. Auch gegen Braunschweig war er Bayerns Bester.

"Wir müssen besser angreifen", sagte Guardiola vor dem Spiel in Hannover und begründete die zuletzt starke Torbilanz von 18:1-Toren vor allem mit der "individuellen Qualität" seiner Spieler und dachte dabei insbesondere an seine Flügelspieler. Pep lässt daher Ribery und Robben auch gewähren, selbst die Initiative zu ergreifen: "Wenn rechts kein Platz ist, dann wechseln wir die Seite. Dann soll Ribery gehen", sagt Pep ziemlich einfach. Der Katalane nennt das "lesen, wo man Platz hat".

Statistiken sagen: Ohne Robbery keine Sieggarantie

Dass beide gute Lesefähigkeiten haben, beweist die Opta-Statistik: 3,4 Tore schießen die Bayern, wenn beide Spieler auf dem Platz stehen. 1,4 Tore sind es, wenn mindestens einer fehlt.

Das Duo garantiert den Bayern Siege: Die FCB-Siegquote mit "Robbery" liegt bei 88,9 Prozent und damit deutlich höher im Vergleich zu den übrigen 17 Spielen, in denen mindestens einer fehlte. Die Quote liegt in diesem Fall bei nur 64,7 Prozent, die Bayern gewannen "nur" elf dieser Begegnungen.

Der Punkteschnitt mit "Robbery" auf dem Feld liegt bei 2,7. Rechnet man dies auf eine ganze Saison hoch, wären das rund 92 Punkte. Der Bundesliga-Rekord liegt bei 91 Punkten.

Wer folgt auf Robbery?

Zahlen, deren Aussagekraft groß ist, aber mit dem Blick in die Zukunft auch die Frage zulässt: Was kommt eigentlich danach? Mit Xherdan Shaqiri wurde ein möglicher Nachfolger schon 2012 geholt. Nicht nur der Schweizer hoffte in einem schleichenden Übergang einen Platz einzunehmen, aber Ribery und Robben haben nie nachgelassen und Shaqiri ist inzwischen zu Inter geflüchtet.

Planspiele mit Marco Reus sind zwei Mal gescheitert: beim ersten Versuch entschied sich Reus für Borussia Dortmund, im vermeintlich zweiten Versuch nochmals, auch wenn immer wieder gemunkelt wird, die Bayern hätten von einer Verpflichtung abgesehen.

Erfolgreich waren die Bayern bei Mario Götzes Verpflichtung. Der Nationalspieler kommt zum Zuge, steht aber auch noch im Schatten von Ribery und Robben. Götze ist aber auch eher ein Spieler fürs Zentrum. Dies gilt aktuell auch für Thomas Müller, der aber auch auf beiden Flügeln gefährlich sein kann.

Ribery selbst hat vor kurzer Zeit Youngster Sinan Kurt ein "Riesenpotenzial" bescheinigt. Dem 18-Jährigen muss aber erst einmal der Sprung zu den Profis gelingen, um über die nächsten Schritte nachzudenken.

Kapitän Lahm glaubt, dass die aktuelle Bayern-Mannschaft "noch ein paar Jahre" auf hohem Niveau agieren kann. Bis dahin haben die Bayern noch etwas Zeit, um Lösungen zu suchen - und um noch noch etwas Spaß zu haben. Mit zwei Männern, die sich nicht küssen, aber inzwischen sehr mögen.

Bayerns Kader im Überblick

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