Das haben sie sich verdient

Von Max Schöngen
Dienstag, 30.09.2014 | 15:06 Uhr
Frank Lampard (l.) und Francesco Totti stehen zusammen für 40 Jahre Profi-Fußball
© getty
Advertisement
Superliga
Live
Estudiantes -
Boca Juniors
Primera División
Espanyol -
Girona
Serie A
Lazio -
FC Turin
Championship
Reading -
Cardiff
Coupe de la Ligue
Toulouse -
Bordeaux
Serie A
Genua -
Atalanta
Coppa Italia
Inter Mailand -
Pordenone
Premier League
Huddersfield -
Chelsea
Coupe de la Ligue
Monaco -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Watford (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Stoke (DELAYED)
Super Liga
Partizan -
Roter Stern
Eredivisie
Groningen -
PSV Eindhoven
Coupe de la Ligue
Rennes -
Marseille
Coppa Italia
AC Mailand -
Hellas Verona
Eredivisie
Feyenoord -
Heerenveen
Premiership
Hibernian – Glasgow Rangers
Premier League
West Ham -
Arsenal
Coupe de la Ligue
Straßburg -
PSG
Premier League
Liverpool -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Everton (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Man United -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Man City (DELAYED)
Premier League
Tottenham -
Brighton (DELAYED)
Copa Sudamericana
Flamengo -
Independiente
Indian Super League
Pune -
Bengaluru
Coppa Italia
Lazio -
Cittadella
A-League
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo Funchal
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Napoli -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
Saint-Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Strasbourg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennaiyin -
Kerala Blasters
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Championship
Aston Villa -
Sheff Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
Roma
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II

Der Weg von Frank Lampard und Francesco Totti war vorgezeichnet, ihre Zeit eigentlich schon vorbei, das Kapitel Champions League scheinbar beendet. Ihr Denkmal haben sie längst errichtet, jeder für sich, jeder auf seine Art. Auf ihre alten Tage ist ihnen die große Bühne nochmal vergönnt, ein Privileg in ihrem Alter, eines, das sie sich durch ihre glanzvollen Karrieren redlich verdient haben.

Mittwochabend, Champions League, erster Spieltag. Die Roma empfängt ZSKA Moskau. Keine Hammer-Paarung, wohl kein Spiel, an das man noch Jahre zurückdenken wird, das Römer Olympiastadion ist gerade mal zu zwei Dritteln gefüllt. Die Spieler betreten den Rasen und reihen sich vor der Haupttribüne auf, die berühmte Hymne erklingt, aus den Gesichtern der Spieler lässt sich Anspannung ablesen aber auch Vorfreude, Konzentration, alles fokussiert sich auf die bevorstehenden 90 Minuten.

Die TV-Kamera wandert ihren gewohnten Gang entlang der Spieler, um bei einem Spieler Halt zu machen: Francesco Totti, 38 Jahre, steht dort, merklich berührt, mit glänzenden, fast schon wässrigen Augen, es ist ein hoch emotionaler Moment für den Kapitän der Roma.

Dass er die Hymne der Champions League in seiner Karriere nochmal hören würde, hätten ihm, dem bereits mehrfach Totgesagten, noch vor nicht allzu langer Zeit nur die Wenigsten zugetraut - er selbst wohl mit inbegriffen. Seine Emotionen in diesen Sekunden wohl eine Mischung aus Erinnerungen, Demut, vor allem aber Dankbarkeit für solche Momente, von denen es wohl nicht mehr viele geben wird in seiner Laufbahn.

Es brodelte in Lampard

Gleicher Wettbewerb, gleiche Uhrzeit, Paralllelspiel der Gruppe E. Knappe 700 Kilometer Luftlinie nördlich des Olimpico ertönt auch in München in diesen Sekunden die Hymne. Die gleiche Prozedur, die Spieler betreten den Rasen der Allianz Arena, die Auswechselspieler gehen in Richtung Bank. Unter ihnen Frank Lampard, 36 Jahre: ein flüchtiger Blick in das weite Rund der Arena, äußerlich cool, Lamps kaut Kaugummi, lässt sich nichts anmerken.

Doch auch in ihm brodelt es in diesen Sekunden, wie er später zugibt - nicht nur wegen der Erinnerungen an 2012, als er an selber Stelle den größten Triumph seiner Karriere gefeiert hatte.

Auch für ihn schien das Kapitel Champions League bereits beendet, bevor es vor wenigen Wochen zur überraschenden Wendung und seinem Wechsel zu ManCity gekommen war. Im Gegensatz zu Totti zeigt Lampard in diesem Moment wenig Regung, seine Emotionen behält er für sich, zumindest vorerst.

Das Treffen der Fußball-Opas

Francesco Totti und Frank Lampard, zwei Fußball-Opas, deren Wege sich am Dienstag, knapp zwei Wochen später, nochmal kreuzen, wenn Manchester City die Roma empfängt (20.45 Uhr im LIVE-TICKER). Totti und die Roma gastieren in der Vorrunde der Champions League bei ManCity und Frank Lampard. Hätte man diese Konstellation noch vor wenigen Jahren prophezeit, man wäre womöglich für verrückt erklärt worden. Frank Lampard bei Manchester City? Undenkbar! Francesco Totti nochmal in der Champions League? Vergiss es!

Dass die beiden trotz ihres Alters noch immer nicht genug haben, verwundert nur auf den ersten Blick. Gewiss, die Partie in Manchester wird nicht die Überschrift "Lampard gegen Totti" tragen, dazu gibt es zu viele brillante Spieler in den Reihen beider Teams. Das Aufeinandertreffen der beiden Dinos aber ist dennoch mehr als nur ein Randaspekt oder eine glückliche Fügung der Auslosung und der Geschehnisse nach der vergangenen Saison.

Nur schwer sind beide unter einen Hut zu bringen. Was sie vereint, ist mit dem Attribut Legende umschrieben. Legende, ein Begriff, von dem inflationär Gebrauch gemacht wird, der auf sie aber zutrifft, wie auf wenig andere.

Gemacht für die Ewigkeit

Es sind nicht die Titel, die sie gewonnen haben, oder die Anzahl der Tore, die sie geschossen haben. Es ist die Identifikation, die sie für einen Klub geschaffen haben, so wie einst Paolo Maldini oder Ryan Giggs, gemacht für die Ewigkeit. Namen die sofort mit Klubs assoziiert werden und umgekehrt. Wer Roma sagt, denkt Totti, nicht anders verhält es sich bei Frank Lampard und dem FC Chelsea, auch nach dessen Wechsel im Sommer zu den Citizens.

Zu ihren Glanzzeiten zählten die beiden zu den torgefährlichsten Spielern Europas, wurden gejagt von anderen Klubs, ernsthafte Gedanken an Wechsel aber wurden nie in Betracht gezogen. Zumindest wurden diese nicht öffentlich geäußert, um eigene Positionen in Vertragsverhandlungen zu stärken - Methoden, wie sie inzwischen Gang und Gäbe geworden sind. Respekt, Liebe und Hingabe zum Klub standen allem voran, Dinge die beide durch ihre Lehrmeister von einst eingeimpft bekamen: Fabio Capello und Jose Mourinho.

Chelseas Königstransfer

Als Jose Mourinho 2004 an die Stamford Bridge kam, war Lampard schon da, als Mourinho 2007 entlassen wurde, war er noch immer da, ebenso als der Portugiese 2013 zurückkehrte. Nicht viele haben es geschafft, den aberwitzigen Transfers von Roman Abramowitsch zu trotzen, sich von Jahr zu Jahr neuer Konkurrenz ausgesetzt zu sehen und sich dennoch durchzusetzen, Lampard schon.

2001 hatte er die zwölf Kilometer Luftlinie von West Ham auf sich genommen um in Richtung Stamford Bridge zu wechseln, damals war es noch das alte Chelsea. Das Zeitalter vor dem russischen Oligarchen. Rund 15 Millionen Euro betrug die Ablöse für den gebürtigen Londoner. Nicht wenig, angesichts der Summen aber, die in den folgenden Jahren vom Konto der Blues abgebucht wurden, ein Klacks, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass sich diese Investition als Chelseas Königstransfer schlechthin herausstellen sollte.

Zwei für die Ewigkeit

Noch ist nicht (ganz) Schluss

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung