Schalke-Coach gibt sich selbstbewusst

Slomka trotzt allen Widerständen

SID
Dienstag, 01.04.2008 | 13:38 Uhr
Fußball, Champions League, Barcelona, Schalke
© DPA
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Super Cup
Real Madrid -
Barcelona
Copa do Brasil
Botafogo -
Flamengo
Copa do Brasil
Gremio -
Cruzeiro
Primera División
Leganes -
Alaves
First Division A
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
J1 League
Gamba -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
West Ham -
FC Southampton
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
Deportivo -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia

Gelsenkirchen - Noch vor einigen Wochen stand Mirko Slomka hart in der Kritik und musste um seinen Arbeitsplatz fürchten. Doch immer wenn es besonders schwierig wird, scheint der 40 Jahre alte Coach des Traditionsklubs die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.

Nicht nur der Einzug ins Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Barcelona (Di., 20.45 Uhr im SPOX-TICKER und bei Premiere), sondern auch drei Bundesliga-Siege in Serie und die Rückkehr auf Rang drei haben die wacklige Position des Schalker Trainers wieder gefestigt.

Bewundernswert sind vor allem die Ruhe und Gelassenheit, die er in Krisensituationen ausstrahlt. "Wenn ich mich ständig damit befasse, was über mich geredet und geschrieben wird, macht das keinen Sinn. Es lenkt nur ab von meiner eigentlichen Aufgabe", sagt er.

"Es hat ziemlich gerappelt" 

"Die Gelassenheit ist Mirko Slomkas größte Stärke", meint Andreas Müller. Der Manager war es, der den ehemaligen Co-Trainer nach dem Rausschmiss von Ralf Rangnick vor fast zweieinhalb Jahren überraschend in die Position des Cheftrainers hievte.

Und Müller ist es auch, der Slomka gegen Angriffe von innen und außen abschirmt. Als Präsident Josef Schnusenberg den Trainer Anfang März nach einer Niederlagenserie aus Sorge um ein sportliches Desaster öffentlich infrage stellte, sprang Müller dem Coach vor dem wichtigen Champions-League-Spiel in Porto zur Seite. Schnusenberg hingegen erhielt von Müller einen Rüffel für das Vorpreschen. "Es hat ziemlich gerappelt", räumt Schnusenberg ein.

Der Zweck heiligt die Mittel 

Seitdem herrscht Ruhe - und es wird wieder gewonnen. Dennoch ist jedem klar: Im Fall einer Misserfolgsserie geht das Theater von vorne los. Alles steht und fällt mit dem Erfolg. Dass weiß auch Slomka, nicht zuletzt nach mehreren Gesprächen mit Schnusenberg: "Letztlich zählen nur die Ergebnisse. Und es geht darum, wie kommt man zu diesem Erfolg. Das ist immer die Frage."

Dafür nimmt er auch in Kauf, dass kreative Momente und der angestrebte attraktive Offensivfußball im Moment auf der Strecke bleiben. Der Zweck heiligt die Mittel.

Zwar nutzt der studierte Mathematiker seine Kenntnisse in diesem Bereich u.a. für Spielanalysen. Aber Resultate im Sport sind nicht programmierbar.

Zuneigung auf sportlicher Basis 

"Wäre Erfolg berechenbar, könnte der Fußball nicht so viele Fans begeistern. Sollte es dennoch möglich sein, wären die Variablen Tagesform und Glück sicher Bestandteile einer Formel, in der am Ende als Ergebnis ein Tor mehr als beim Gegner stehen sollte."

Der gebürtige Hildesheimer, dessen Familie in Hannover heimisch ist, gilt als analytischer Mensch. Vielleicht deshalb fällt es ihm besonders schwer, die Herzen der Fans im emotionalen Schalker Umfeld zu erobern. 

Aufgrund des Auftretens und der sportlichen Bilanz - Slomka ist nach Ottmar Hitzfeld der zweiterfolgreichste Bundesliga-Trainer - wird er zwar respektiert, aber nicht geliebt wie einst der kantige Huub Stevens.

Zudem ist Slomka Seiteneinsteiger, hat selbst nie hoch gespielt. Das macht ihn zusätzlich suspekt. "Aber ich lasse mich nicht von meinem Weg abbringen", sagt Slomka.

Mit Hilfe der Wahrscheinlichkeit 

Gelingt es ihm, am Ende der Saison mit Schalke 04 mindestens Platz drei in der Liga zu erreichen, darf er in der nächsten Spielzeit einen neuen Versuch starten, die Meisterschale nach Gelsenkirchen zu holen. Vielleicht hilft ihm die Wahrscheinlichkeitsrechnung.

"Wenn wir unsere Entwicklung vorantreiben, werden wir regelmäßig um den Titel mitspielen. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir es dann auch mal schaffen, steigt mit jeder Saison."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung