Fussball

Stimmen zum 25. Spieltag - HSV verzweifelt: "Der Ärger wird nicht weniger werden"

Von SPOX
Beim Hamburger SV gehen die Lichter aus.

Der Hamburger SV hat den erhofften Befreiungsschlag im Heimspiel gegen Mainz verpasst und spielte in Überzahl nur 0:0. Die Stimmen zum 25. Spieltag.

RB Leipzig - Borussia Dortmund 1:1

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): "Gegen einen direkten Konkurrenten hätte ein Dreier gut getan, das ist keine Frage. Aber unter dem Strich war es gerechtfertigt und ein leistungsgerechtes Unentschieden. Wir haben gegen einen nicht so schlechten Gegner gespielt, da muss man auch mal mit einem Punkt leben."

Yussuf Poulsen (RB Leipzig): "Alle haben super gekämpft. Mit ein bisschen mehr Glück machen wir auch ein zweites Tor, aber insgesamt war es ein gerechtes Ergebnis. Das Spiel hätte in beide Richtungen kippen können."

Peter Stöger (Trainer Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Leipzig ist eine richtig gute Mannschaft, das hat man heute auch gesehen. Wir haben richtig gut gespielt, wir waren von Beginn an da. Ich bin mit der Leistung über 90 Minuten sehr zufrieden. Wir haben das zehnte Meisterschaftsspiel am Stück nicht verloren. Wir sind in der Gruppe, die um die Champions-League-Plätze kämpft und das wird auch bis zum Schluss so bleiben. Unser Ziel ist es, über die Meisterschaft in diesen Wettbewerb zu kommen."

... zur Frage, ob Roman Bürki öffentlich zu kritisch beurteilt werde: "Ja, das ist so. Mit Bürki haben wir so eine eigene Geschichte. Wenn er mal schief schaut, dann hat er maßgeblichen Anteil an einer Niederlage oder einem Unentschieden. Vom Gefühl her hat er ein gutes Spiel gemacht. Ich sehe ihn da überhaupt nicht in der Verantwortung, da hätten es andere im Vorfeld besser lösen können."

Julian Weigl (Borussia Dortmund) ...

... zum Unentschieden: "Ich will nicht sagen, dass wir als Verlierer rausgehen. Natürlich wäre es wichtig gewesen, hier drei Punkte mitzunehmen. Trotzdem war es für uns ein großer Schritt nach vorne. Im Vergleich zum Spiel gegen Augsburg haben wir heute ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Es war auch ein sehr attraktives Spiel für die Zuschauer."

Hamburger SV - FSV Mainz 05 0:0

Bernd Hollerbach (Trainer Hamburger SV): "Mir tut es unfassbar leid für die Mannschaft und die Fans, dass wir uns heute für den Aufwand nicht belohnt haben. Dass uns vorne die Kaltschnäuzigkeit in letzter Konsequenz fehlt, das habe ich auch gesehen. Aber wir hatten auch einen Elfmeter, die Nerven waren dabei sicher auch im Spiel. Ich muss die Mannschaft aber wieder aufrichten. Mehr kann ich heute auch nicht machen, ich muss auch erst einmal drüber schlafen. Aufgeben liegt nicht in meinem Naturell, aber wir brauchen schon ein kleines Wunder."

Jens Todt (Sportdirektor Hamburger SV): "Es ist wirklich ein Wahnsinn, dass wir das Spiel nicht gewinnen trotz drückender Überlegenheit, trotz der besseren Chancen und auch trotz numerischer Überlegenheit. Die Enttäuschung ist tief und riesengroß. Wir sind ein bisschen sprachlos. Das müssen wir erst einmal sacken lassen. Wir sind in einer ganz schlimmen Situation, die nochmal schlechter geworden ist."

Sven Schipplock (Hamburger SV): "Wir wollten unbedingt, das hat glaube ich jeder im Stadion gesehen. Um wieder ranzurücken, hätten wir heute aber drei Punkte holen müssen. Wir hatten auch die Chancen dazu. Das Ding wollte heute nicht rein, das ist umso bitterer. Der Ärger ist groß, und er wird die nächsten Wochen auch nicht weniger werden. Damit müssen wir jetzt leben, das gehört dazu."

Florian Müller (Torwart 1. FSV Mainz 05): "Es war ein sehr turbulentes Spiel. Wir haben nicht reingefunden, und der HSV hat uns den Zahn gezogen. Ich bin eher ein ruhiger Typ, und die Mannschaft hat es mir auch leicht gemacht. Vor dem Spiel haben wir wie immer eine Elfmeteranalyse gemacht. Da habe ich gesehen, wohin er den letzten geschossen hat. Ich hatte auch das Gefühl, dass er in die Ecke schießt."

Sandro Schwarz (Trainer FSV Mainz 05): "Aus unserer Sicht war es ein glücklicher Punkt, aber auch einer für die Moral. Wir haben uns in Unterzahl gewehrt, 90 Minuten gekämpft. Was Flo Müller in seinem ersten Spiel abgerissen hat, war überragend. Es wird wichtig, dass wir in den nächsten Partien auch wieder besser spielen."

Eintracht Frankfurt - Hannover 96 1:0

Niko Kovac (Trainer Eintracht Frankfurt): "In der ersten Halbzeit war es sehr schwierig durchzukommen. Als sich das Spiel dann geöffnet hat, hätten wir mindestens einmal den Ball über die Linie bringen müssen. Unterm Strich war der Sieg verdient, obwohl es kein ansehnliches Spiel war. Heute zählt einzig und allein der Erfolg."

Danny da Costa (Siegtorschütze Eintracht Frankfurt): "Ich glaube, dass es heute wirklich mein erster Bundesligatreffer war. Es freut mich ungemein, dass wir durch das Tor auch gewonnen haben. Jeder Spieler freut sich über sein erstes Bundesligator, deswegen habe ich auch nur Glücksgefühle."

Horst Heldt (Sportdirektor Hannover 96): "Es war insgesamt zu wenig nach vorne, um etwas mitzunehmen. Zwei Niederlagen in Folge sind natürlich ärgerlich. Jetzt müssen wir sehen, dass wir das nächste Heimspiel gewinnen."

Andre Breitenreiter (Trainer Hannover 96): "Es war das erwartet intensive Spiel. Beide Mannschaften spielen einen ähnlichen Fußball, was sich insbesondere in der ersten Halbzeit gezeigt hat. Bis zum unberechtigten Eckball, der zum 1:0 führt, gab es keine Torszenen. Aufgrund der Chancen nach der Halbzeit geht der Sieg für die Eintracht aber in Ordnung."

FC Augsburg - 1899 Hoffenheim 0:2

Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): "Wir haben es in der ersten Halbzeit defensiv eigentlich schon hinbekommen, aber vorne konnten wir keinen Ball festmachen und haben falsche Entscheidungen getroffen. Das erste Gegentor war extrem ärgerlich, das dürfen wir nicht kriegen. Nach dem 0:2 war nie die Überzeugung da, dass wir das Spiel noch drehen können."

Marwin Hitz (Torwart FC Augsburg): "Mit 32 Punkten hat es noch keine Mannschaft geschafft. Deshalb müssen wir weiter Gas geben. Wenn wir die 40 Punkte haben, dann haben wir unser Ziel erreicht."

Julian Nagelsmann (Trainer 1899 Hoffenheim): "Wir sind sehr glücklich über diesen verdienten Sieg. Wir wussten, dass die zweiten Bälle sehr wichtig werden. Unsere Präsenz im Mittelfeld war sehr gut, wir wussten, dass wird dann Räume kriegen. Das Spiel hatte schon eine Bedeutung für uns gegen einen Tabellennachbarn. Wir sind froh, endlich wieder mit drei Punkten in den Kraichgau zu fahren."

Oliver Baumann (Torwart TSG 1899 Hoffenheim): "Wir schauen definitiv nach vorne, das haben wir in den letzten Wochen auch gemacht, und das ist auch unser Wunsch."

VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen 1:2

Bruno Labbadia (Trainer VfL Wolfsburg): "Man hat gesehen, dass bei uns das letzte Selbstvertrauen fehlt. Wichtig ist aber, dass noch alles in unserer eigenen Hand liegt. Für die Niederlage gegen Leverkusen war ausschlaggebend, dass wir auf dem Spielfeld zu oft die falschen Entscheidungen getroffen haben."

Joshua Guilavogui (VfL Wolfsburg): "Leverkusen ist eine Top-Mannschaft, sie werden wohl einen internationalen Platz erreichen. Unsere Gegner sind Mainz, Werder und Hamburg. Wir müssen aufpassen, jetzt haben wir nur noch neun Spiele. Es ist gefährlich, wir müssen unbedingt punkten."

Julian Brandt (Bayer Leverkusen): "Wir haben gut den Ball laufen lassen und im Gegenpressing viele Bälle gewonnen. Uns hat lange das zweite Tor gefehlt. Da hatte man nie richtig das Gefühl, dass man als Sieger vom Platz geht."

Stefan Kießling (Bayer Leverkusen): "Ich bin einfach überglücklich, dass ich die Chance nochmal bekommen habe und meine Spiele machen durfte. Die 400 ist natürlich eine besondere Zahl. Ich habe das in den letzten Tagen, dass es erst 65 Spieler vorher geschafft haben. Das ist ein Beweis dafür, dass man über Jahre hinweg konstant in der Bundesliga gespielt hat. Da bin ich stolz drauf."

Heiko Herrlich (Trainer Bayer Leverkusen): "Unser Sieg ging absolut in Ordnung. Meine Mannschaft hat auf die Heimniederlage gegen Schalke 04 damit genau die richtige Antwort gegeben. Unnötig war nur der Gegentreffer, beim 1:2 haben wir so ziemlich alles falsch gemacht."

Schalke 04 - Hertha BSC 1:0

Domenico Tedesco (Trainer Schalke 04): "Es war enorm wichtig, intelligent und clever zu spielen. Das haben wir in der ersten Halbzeit geschafft. Hertha ist eine Mannschaft, die enorm eklig ist. Die erste Halbzeit war gut, die zweite sehr schlecht. Wir haben keine zweiten Bälle mehr gewonnen, dann kriegst du keinen Ballbesitz. Am Ende haben wir es nach Hause geschaukelt. "

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Wir sind ein bisschen traurig. Wir haben in der ersten Halbzeit gut mitgemacht und waren in der zweiten dominant. Trotzdem haben wir verloren, obwohl wir mehr verdient hatten. Es war ein gutes Auswärtsspiel, wir haben immer wieder versucht, nach vorne zu spielen. Ohne Tore geht es nicht. Deshalb hat Schalke gewonnen."

Borussia Mönchengladbach - Werder Bremen 2:2

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Aus meiner Sicht sind nur halbe Glückwünsche angebracht, denn wir wollten gewinnen und das wäre möglich gewesen. In der ersten Halbzeit haben wir defensiv nicht gut gespielt. Da war ich nicht vollständig zufrieden. Da hatten wir ein Problem mit dem Zugriff. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dazu entschieden, offensiver anzulaufen und mit zwei Stürmern mehr Druck zu machen, aber wir wollten die Staffelung im Mittelfeld beibehalten."

Max Kruse (Werder Bremen): "Mit der Leistung in der zweiten Halbzeit bin ich zufrieden. In der ersten Halbzeit waren wir im Tiefschlaf und haben uns die Dinger selbst reingehauen. Das ist sehr ärgerlich, weil wir eigentlich ein gutes Spiel gemacht haben. Aber deswegen haben wir leider nur unentschieden gespielt. Darüber ärgere ich mich. Wir müssen es analysieren, dass wir immer so frühe Gegentore bekommen. Wir haben den Anspruch, da unten schnell rauszukommen."

Thomas Delaney (Werder Bremen): "Die erste Halbzeit war ganz schlecht, da hatten wir nicht das Vertrauen. In der zweiten Halbzeit war es sehr gut. So ein Spiel ist sehr wichtig für unser Selbstvertrauen."

Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach): "Die Enttäuschung ist natürlich groß. Wir haben sehr gut reingefunden, haben das 2:0 vor der Pause und alles in der eigenen Hand. Wir müssen in der Pause Denis Zakaria rausnehmen und verlieren dann auch noch Kramer. Dadurch haben wir die Struktur verloren. Wir hatten gerade beim zweiten Gegentor Probleme mit der Zuordnung und waren nicht griffig in den Zweikämpfen. Da hatten es die Bremer leicht. Nach diesem Spiel ist erst einmal Frust da."

... über die Diskussion um Dieter Hecking: "In der Kabine gab es nie eine Diskussion über diese Personalie. Gladbach ist ein Verein, der sehr großes Vertrauen ausstrahlt und das dem Trainer auch schenkt. Max Eberl ist bekannt dafür, dass man auch schwierige Situationen zusammen übersteht."

Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir haben sehr viel investiert. Die beiden Gegentore müssen wir besser verteidigen. Als Zakaria und Kramer unten waren, ist die Stabilität verloren gegangen."

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