Schalke-Co-Trainer Attilio Lombardo

"Gut sein? Das reicht nicht"

Montag, 16.02.2015 | 12:28 Uhr
Attilio Lombardo gewann mit Juventus die CL, mit Lazio und Samp den Pokalsieger-Cup
© imago
Advertisement
International
So17:00
Topspiel am Sonntag: Tottenham - Liverpool
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Championship
Preston -
Aston Villa

Attilio Lombardo ist eine der schillerndsten Figuren des italienischen Fußballs und seit dieser Saison Co-Trainer von Roberto Di Matteo beim FC Schalke 04. Vor dem Champions-League-Duell mit Titelverteidiger Real Madrid (Mi., 20.45 Uhr im LIVE-TICKER) verrät der 49-Jährige, warum er Roberto Mancini verlassen hat und was das größte Problem auf Schalke ist.

SPOX: Attilio Lombardo, Sie waren bei einer Einheit im Wintertrainingslager in Doha beim Spiel Elf gegen Elf plötzlich als Spieler auf dem Feld. Erleben wir bald ein sensationelles Comeback?

Attilio Lombardo: (lacht) Leider bin ich zu alt und mir fehlt inzwischen auch die Qualität, um mitzuhalten. Aufgrund der personellen Situation mit den vielen Verletzten hat mich Roberto Di Matteo gefragt, ob ich mitmachen kann. Da sage ich natürlich nicht nein.

SPOX: Ob als Spieler oder Co-Trainer, man sieht Sie im Training immer unter Dauerstrom, Sie sind sehr aktiv. Di Matteo ist mitunter etwas distanzierter. Sind Ihre Rollen klar definiert?

Lombardo: Wir müssen alle sehr aktiv sein, weil wir die Aufgabe haben, diese Mannschaft zu verbessern. Sowohl spielerisch als auch auf der Mentalitätsebene. In Deutschland reicht es nicht, nur gut zu sein. Es reicht nicht, nur gut zu arbeiten. Wir müssen ein hohes Niveau erreichen, daher sind wir alle sehr engagiert.

SPOX: Sie kamen mitten in der Saison, waren gleich im Drei-Tage-Rhythmus und hatten wenig Zeit, Ihre Philosophie kontinuierlich der Mannschaft einzuimpfen. War das Trainingslager daher besonders wichtig?

Lombardo: Mit Sicherheit. Die Weiterentwicklung der Mannschaft steht an oberster Stelle. Wichtig waren dahingehend auch die Testspiele gegen Ajax oder Al Merrikh. Jede Einheit, jedes Spiel hilft uns.

SPOX: Sie haben jahrelang mit Roberto Mancini gearbeitet, sowohl bei Manchester City als auch bei Galatasaray. Ihre Aufgabe bestand in erster Linie darin, die Gegner zu beobachten. Gehört das auch auf Schalke zu Ihrem Job?

Lombardo: Nein, meine Rolle hat sich verändert. Ich bin hier klassischer Co-Trainer, stehe jeden Tag auf dem Platz und dem Trainer beratend zur Seite. Für mich war dieser Wechsel sehr wichtig, es war ein Traum von mir, wieder mehr auf dem Platz zu stehen. Daher habe ich die Herausforderung angenommen, als mich Roberto Di Matteo gefragt hat.

SPOX: War also der primäre Grund, Mancini zu verlassen und fortan mit Di Matteo zu arbeiten, dass Sie näher an die Mannschaft rücken können?

Lombardo: Ja. Es war ehrlich gesagt nicht einfach, Roberto Mancini zu verlassen. Er zählt zu den vier, fünf besten Trainern Europas und es war etwas Besonderes, mit ihm zu arbeiten. Aber ich wollte eine neue Erfahrung machen. Das gilt auch für Roberto Di Matteo, der nach seiner Zeit bei Chelsea eine neue Aufgabe angehen wollte. Er hat mich gefragt, ob ich seinen Weg mitgehe und ob ich ihm zur Seite stehen will. Das hat mir zugesagt.

SPOX: Unterscheiden sich beide sehr?

Lombardo: Mancini legt extrem viel Wert auf das Taktische. In Trainingseinheiten arbeitet er gerne mal mit nur zehn Spielern, während Di Matteo die gesamte Gruppe vereint. Was die Mentalität angeht, sind Sie aber nicht allzu unterschiedlich.

SPOX: Stehen beide für italienischen Fußball?

Lombardo: Bei Mancini würde ich das sagen, ja. Roberto Di Matteo vereint die italienische, englische, schweizerische und auch die deutsche Philosophie.

SPOX: Sie sind seit ein paar Monaten in Deutschland. Was haben Sie als "typisch deutsch" wahrgenommen bisher?

Lombardo: Uns ist sofort die Mentalität aufgefallen, dass die Mannschaften hier auf Sieg spielen. Hier wartet keiner auf den Gegner, steht nicht aus Prinzip hinten drin, sondern sucht den Weg nach vorne. Das ist gut und das ist auch, was der deutsche Fußball-Fan sehen will. Die Leute wollen Tore und ihre Mannschaft angreifen sehen. Wir sind hier einmal hinten drin gestanden und haben gegen Chelsea fünf Tore kassiert. Das war auch das einzige Mal.

SPOX: Mit Ausnahme des Bayern-Spiels in München, wo Schalke 70 Minuten in Überzahl spielte.

Lombardo: Das war Bayern. Sie spielen auf einem so hohen Niveau, dass sie auch in Unterzahl extrem gefährlich sind und es fast keinen Unterschied ausmacht.

SPOX: Schalke hat nach der Ankunft des neuen Trainerteams - bis auf diese eine Ausnahme - eine positive Entwicklung genommen. Wofür soll der FC Schalke 04 im Idealfall stehen?

Lombardo: Wir wollen hier etwas verändern. Schalke hat sich für einen Trainerwechsel entschieden und mit der Verpflichtung von Roberto Di Matteo hat sich Schalke auch dafür entscheiden, die Philosophie zu verändern. Unsere Philosophie ist es, in jeder Trainingseinheit hart zu arbeiten. Wir wollen technisch, taktisch und physisch arbeiten.

SPOX: Haben Sie diese Schwachstelle in der Trainingsarbeit sofort erkannt?

Lombardo: Ich habe Schalke vor unserer Zeit nicht gesehen, aber besonders die vielen Verletzten haben der Mannschaft sehr zugesetzt. In Doha haben sich Ralf Fährmann und Dennis Aogo verletzt. Julian Draxler, Leon Goretzka, Jefferson Farfan sind es seit längerer Zeit schon. Wenn die Verletzten zurückkommen, wird es besser.

Schalke 2014/2015 vs. Schalke 2013/2014 im Opta-Vergleich

SPOX: Es ist für das Trainerteam nicht einfach, eine Strategie zu installieren, wenn so viele Säulen fehlen.

Lombardo: Ja, natürlich. Schauen Sie, wir spielen zum Start der Rückrunde innerhalb einer Woche gegen Hannover, Bayern und Mönchengladbach und hatten in der Vorbereitung mitunter gerade mal elf Spieler. Als wir im Oktober begonnen haben, konnten wir auch nur auf einen kleinen Kreis von Spielern zugreifen und sie haben sowohl in der Bundesliga, als auch in der Champions League bis zum Ende des Jahres durchgespielt. Das war nicht einfach für die Spieler und für uns.

SPOX: Sie haben personell reagiert und Matija Nastasic verpflichtet. Ist dessen Verpflichtung hauptsächlich damit begründet, dass er die Dreierkette spielen kann?

Lombardo: Ja, das ist ein wichtiger Grund. Wir wollen mit der Dreierkette weiterspielen. Das System liegt uns mehr und wir glauben, dass wir das Team damit noch besser weiterentwickeln können. Die Charakteristik der Mannschaft wird mit ihr besser widerspiegelt.

SPOX: Reicht denn eine Neuverpflichtung, um das System reifen zu lassen?

Lombardo: Wir müssen auf unsere verletzten Spieler warten. Auf Draxler, auf Farfan, auf Kolasinac, auf Matip und auf Goretzka. Wenn sie im Februar zurückkommen, brauchen wir keine neuen Spieler.

SPOX: Nochmal zu Nastasic: Sie kennen Ihn aus gemeinsamen Zeiten bei Manchester City. Wie kann er helfen?

Lombardo: Er ist ein starker Spieler, der aber bei Man City mit Mangala, Kompany und Demichelis sehr viel Konkurrenz hatte. Er ist jung, aber er hat eine gewisse Erfahrung, die er in Italien und in England sammeln konnte. Er ist ein robuster Spieler und wird seine Sache hier gut machen.

SPOX: Wenn seine Kaufoption gezogen wird, muss er auf Dauer Deutsch lernen. Sie haben den Deutschkurs bereits vor langer Zeit angetreten. Wie läuft es?

Lombardo: Oh, Deutsch ist eine schwere Sprache. Mindestens so schwierig wie Türkisch. Aber ich muss es lernen. Wenn wir die Spieler verbessern wollen, müssen wir mit ihnen kommunizieren.

SPOX: Gefällt Ihnen das Leben in Deutschland?

Lombardo: Ja, sehr. Es gibt viele Parallelen zu England. Ich wohne nur drei Minuten weg vom Stadion und genieße die Fußball-Atmosphäre hier. So war es auch in der Türkei. Es war auch dort unglaublich, wie die Menschen Fußball gelebt haben.

SPOX: Vermissen Sie eigentlich die türkischen Autofahrer?

Lombardo: (lacht). Oh Gott, nein.

Attilio Lombardo im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung