Schluss mit dem Versteckspiel

Von Stefan Rommel
Donnerstag, 25.09.2014 | 11:00 Uhr
Fredi Bobic war im Sommer 2010 als Sportdirektor zum VfB Stuttgart zurückgekehrt
© getty
Advertisement
PDC World Championship
Do14.12.
Wahnsinn im Ally Pally:
Die Darts-WM auf DAZN
Bundesliga
DiJetzt
M05 - BVB: Die Highlights des Stöger-Debüts
Super Liga
Partizan -
Roter Stern
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Real Madrid
Eredivisie
Groningen -
PSV
Coupe de la Ligue
Rennes -
Marseille
Coppa Italia
AC Mailand -
Hellas Verona
Eredivisie
Feyenoord -
Heerenveen
Premiership
Hibernian -
Rangers
Premier League
West Ham -
Arsenal
Coupe de la Ligue
Straßburg -
PSG
Premier League
Liverpool -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Everton (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Man United -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Man City (DELAYED)
Premier League
Tottenham -
Brighton (DELAYED)
Copa Sudamericana
Flamengo -
Independiente
Indian Super League
Pune -
Bengaluru
Coppa Italia
Lazio -
Cittadella
A-League
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese – Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)

Fredi Bobic' Rauswurf beim VfB Stuttgart ist aus sportlicher Sicht nachvollziehbar, über die Art und Weise kann man aber streiten. Bobic war für die Granden zuletzt nur noch ein Hemmschuh, den es loszuwerden galt. Jetzt stehen auch andere unter besonderer Beobachtung - allen voran Trainer Armin Veh.

Die letzte Pointe eines verrückten Tages blieb dann doch Fredi Bobic überlassen. Der geschasste VfB-Vorstand hatte seiner Mannschaft gegen den BVB in einem Tippspiel einiges zugetraut. Als das von Bobic richtig vorhergesagte Ergebnis tief in der Nacht die Runde machte, war dieser bereits seinen Job los.

Bobic-Nachfolge: Lehmann heißer Kandidat

Keine 24 Stunden dauerte es von den ersten Gerüchten um Bobic' Entlassung bis zur offiziellen Verlautbarung des VfB, sich sofort von seinem ehemals starken Mann zu trennen. Über Stil und Geschmack diskutiert man auf dem Wasen ja schon lange nicht mehr, insofern überrascht das Vorgehen der Entscheidungsträger en detail nicht.

Bobic musste gehen, weil ihm faktisch zu viele Verfehlungen anzulasten sind und man - übrigens schon länger - das Gefühl hatte, dass mit ihm auch im x-ten Versuch der dringend benötigte Umschwung nicht gelingen würde. Bobic hat einen Schlingerkurs hingelegt. Es war nicht alles falsch, aber im obersten Segment der Profis wurden die Fehleinschätzungen zu massiv.

Er hat für Stuttgarter Verhältnisse viel Geld in die Hand genommen, im Sommer rund zehn Millionen Euro investiert. Das Ergebnis ist bis jetzt ernüchternd. Das muss auch ein Signal an die Granden sein, dass die bloße Ausgliederung nicht das Allheilmittel für diesen Klub sein kann. Wer viel Geld hat, kann auch viel Unfug damit anstellen. Deshalb muss die Wahl des kommenden Sportdirektors auch hundertprozentig passen.

Der VfB hat in den letzten Jahren den Anschluss an die Konkurrenz verloren, die entweder das nötige Geld oder eine durchdachte Konzeption zur Hand hat oder beides. Diese Lücke wieder zu schließen, wird eine große Aufgabe werden. Bobic wurde sie zu Recht nicht mehr zugetraut.

Aber was ist mit den anderen Protagonisten der Stuttgarter Talfahrt? Dass Bobic' immer schlechter gewordenes Verhältnis zu den Fans ein handfestes Problem war, ist ein offenes Geheimnis. Präsident Bernd Wahler und Aufsichtsratschef Dr. Joachim Schmidt treiben im Hintergrund die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung voran, im nächsten Jahr soll darüber abgestimmt werden. Dafür braucht der VfB seine Basis. Spötter würden sagen: Sein Stimmvieh. Ein Riss zwischen dem Klub und seinen Mitgliedern hätte die Ausgliederung schwer torpediert, vielleicht sogar unmöglich gemacht.

Dass Armin Veh es war, der sich am Mittwoch als erster der Offiziellen zur Demission äußern musste, war sehr befremdlich. Der Trainer läuft in der Aufarbeitung der Lage bisher außer Konkurrenz, weil er erst seit ein paar Wochen wieder in Stuttgart ist. Zuletzt hat der Rückkehrer viel gejammert: Über die vergiftete Stimmung, die Unruhe, den mittelprächtig zusammengestellten Kader, die angeblich viel zu hohen Ansprüche.

Am Mittwoch hat es Veh vermieden, den Geschassten über dessen Arbeit zu bewerten. Er hat sich bei den Fragen nach Bobic schnell auf eine zwischenmenschliche Ebene begeben und da gab es an Bobic aus nichts auszusetzen. Aber Veh war, wie der Vorstand auch, in jede Personalentscheidung des Sommers involviert. Der Kader ist auch sein Kader. Nun muss Veh zeigen, warum man ihn zurückgeholt hat.

Der Hemmschuh Bobic, den der Klub sich angesichts der Aufgaben der kommenden Monate nicht mehr leisten konnte, dient nicht mehr als Sündenbock. Jetzt sind jene gefragt, die ihn geopfert haben. Die Zeit des Versteckens ist vorbei.

Alles zum VfB Stuttgart

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung