Babbel: "Er hebt vorher ab - lächerlich"

SID
Sonntag, 01.04.2012 | 20:13 Uhr
1899-Coach Babbel (r.) wollte nicht mehr hinsehen! Der Elfmeter für die Gäste: "lächerlich"
© Getty
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1899-Coach Markus Babbel zeigt sich erst verärgert und dann doch versöhnt, während sich Huub Stevens nach dem 1:1 seiner Mannschaft in Hoffenheim fragt, wo seine Spieler waren. Der 1. FC Kaiserslautern steht nach der 0:1-Heimpleite gegen den Hamburger SV mit dem Rücken zur Wand. Trainer Krassimir Balakow greift nach dem letzten Strohhalm. Beim 1. FC Köln ist Lukas Podolski sauer über die Spielweise seiner Mannschaft. Die Stimmen zum 28. Spieltag.

1899 Hoffenheim - FC Schalke 04 1:1

Markue Babbel (Trainer 1899 Hoffenheim): "Uns ist am Ende die Luft ausgegangen. Die Jungs haben alles gegeben - großes Kompliment - aber leider war dann die eine Situation mit dem Elfmeter. Hut ab. Ich denke, er muss den nicht pfeifen. Aber es ist leider so, dass Kleinigkeiten gepfiffen werden. Er (Obasi) hebt vorher ab - lächerlich. Das sieht man ja, eindeutig. Da brauche ich nicht einmal eine Zeitlupe." Über den ebenfalls unberechtigten Elfmeter für Hoffenheim: "Okay, dann sind wir sind pari."

Huub Stevens (Trainer Schalke 04): "Ich bin enttäuscht über die schlechte erste Halbzeit. Da war zu wenig Spannung. Das geht nicht. Mehr war nicht drin. Ich weiß nicht, wo einige Spieler mit ihren Gedanken waren. Jedenfalls nicht hier auf dem Platz. Wir haben die erste Halbzeit verschlafen. Man muss jetzt zufrieden sein, dass wir hier nicht verloren haben."

Lars Unnerstall (Torwart FC Schalke 04): "Die erste Halbzeit war nicht gut, aber dann haben wir viel investiert und einen berechtigten Elfmeter bekommen. Mit dem Punkt können wir zufrieden sein." Zu der Elfmetersituation sagte Unnerstall: "Ich habe ihn nicht getroffen. Er hat ein bisschen Angst, knickt vorher schon weg und springt hoch."

Hannover 96 - Borussia Mönchengladbach 2:1

Marc-Andre ter Stegen (Torwart Borussia M'gladbach): "Wir waren nicht zwingend genug, wir hatten bis zur Halbzeit nur eine Chance und wir haben eigentlich das Spiel so dominiert und dann kriegt man halt auch mal ein Ei, sage ich mal. Wir haben heute Fehler gemacht, die eigentlich nicht passieren dürften. Wir hätten hätte durchaus einen Punkt mitnehmen müssen."

Lucien Favre (Trainer Borussia M'gladbach): "Wir haben zu spät angefangen, zu spielen. Wir müssen jedes Spiel getrennt voneinander analysieren. Nach dem Sieg in Leverkusen, wo wir verdient gewonnen haben, kam das Pokal-Aus gegen Bayern. Das war schwer zu verdauen. Und danach verlierst du in Hoffenheim. Es ist alles eine Frage des Kopfes. Wir waren bisher sehr konstant und müssen die fünf Prozent, die uns fehlen, wieder mehr geben. Letztes Jahr waren wir Tabellenletzter und jetzt spielen wir mit der gleichen Mannschaft. Wir müssen halt einfach dieses Jahr fünf Prozent mehr geben und dann werden wir wiederkommen."

Mirko Slomka (Trainer Hannover 96): "Die erste Halbzeit war relativ zäh von beiden Mannschaften. Es waren jetzt keine Großchancen da auf beiden Seiten. Der Gegner kam uns nicht entgegen, denn die Gladbacher haben nicht so den Druck entfacht, den ich eigentlich erwartet habe. Es war schwer, sich Torchancen zu erarbeiten, weil Gladbach sensationell gut in der Defensive steht. Da braucht man schon viel Glück und eine sehr, sehr gute Aktion, um da überhaupt eine Torchance zu haben."

Christian Schulz (Hannover 96): "Es war ein hartes Stück Arbeit. Die Gladbacher stehen nicht umsonst da oben. Wir sind sehr zufrieden mit den drei Punkten. Wir haben das Ziel ausgegeben, dass wir uns auch dieses Jahr für die Europa League qualifizieren wollen und dafür brauchen wir den Platz Fünf, der uns direkt für die Teilnahme qualifiziert."

1. FC Kaiserslautern - Hamburger SV 0:1

Krassimir Balakov (Trainer 1. FC Kaiserslautern): "So lange wir eine theoretische Chance haben, werden wir daran glauben. Die Jungs sind willig, mehr kann man nicht machen. Ich bin kein Typ, der nach so einem Spiel sagt: Das war's. Ganz im Gegenteil: Jetzt geht es erst richtig los!"

Florian Dick (1.FC Kaiserslautern): "Irgendwann kann ich den Unmut der Fans verstehen. Was wir in der Rückrunde teilweise zu bieten haben ist zu wenig, zu wenig um die Liga zu halten."

Stefan Kuntz (Vorstandsvorsitzender 1.FC Kaiserslautern): "Acht Punkte Rückstand - das wäre ein Wunder oder zumindest sehr selten gewesen im Fußball. Wir werden natürlich den letzten Strohhalm greifen. Wir haben aber auch Plan B im Blick. Und darauf wird nach einem schlechten Ausgang am nächsten Samstag noch mehr konzentriert."

Marcell Jansen (Hamburger SV): "Wir haben einen kleinen Schritt gemacht, haben aber immer noch sechs Endspiele!"

Bayer Leverkusen - SC Freiburg 0:2

Christian Streich (Trainer SC Freiburg) über die Spottgesänge über seinen Trainerkollegen Robin Dutt: "Am Anfang habe ich gedacht, ich höre nicht richtig. Das hat mir in der Seele weh getan. Das ist etwas Schlimmes. Klar, die Menschen, die so etwas machen, sind vielleicht erbost aus irgendwelchen Gründen. Aber sie sollten sich mal überlegen, was sie damit machen. Es ist nicht gut, wenn man so mit Menschen umgeht."

FC Augsburg - 1. FC Köln 2:1

Jos Luhukay (Trainer FC Augsburg): "Wir werden bis zum letzten Spiel kämpfen, um das Wunder zu schaffen!"

Lukas Podolski (1.FC Köln): "Man kann ja 1:2 in Augsburg verlieren, die haben einen guten Lauf. Aber wir haben keine Zweikämpfe gewonnen, wir spielen keinen Fußball, wir haben keine Tormöglichkeiten. Und am Ende haben wir auch verdient verloren."

Stale Solbakken (Trainer 1.FC Köln) über seine Zukunft in Köln: "Mein Gefühl ist, dass ich jeden Tag zur Arbeit gehe und mein Bestes gebe. Wenn andere sagen, dass ich es nicht das nicht mehr machen soll, dann ist es ein anderer."

Claus Horstmann (Geschäftsführer 1. FC Köln): "Ich kann das Gelaber der Spieler nicht mehr hören. Sie hatten heute die Möglichkeit, 90 Minuten auf dem Platz zu zeigen, dass sie alles tun, hier einen Punkt oder mehr zu holen. Aber das habe ich von überhaupt keinem Spieler gesehen, nur Michael Rensing hat ein paar hervorragende Paraden gezeigt."

1. FC Nürnberg - FC Bayern München 0:1

Arjen Robben (FC Bayern München): "Wir haben immer gesagt: Wir müssen unsere Spiele gewinnen, mehr können wir nicht machen. Das bleibt noch immer so. Wir müssen auf uns selbst konzentriert bleiben. Es ist ganz ganz schwierig - das haben wir heute wieder gesehen. Man hat einfach nicht alle Kräfte. Da muss man schlau spielen und das Glück erzwingen. Nürnberg geht von der ersten Minute an voll drauf, da muss man sich wehren."

Christian Nerlinger (Sportdirektor FC Bayern) über den Meisterschaftskampf: "Das ist das Resümee des Wochenendes: Wir haben es wieder in der eigenen Hand. In allen Wettbewerben wohlgemerkt."

Philipp Wollscheid (1.FC Nürnberg): "Jetzt stehen wir hier wie letzte Woche Sonntag und haben wieder die gleiche Scheiße, wenn man so will. Wir haben wirklich sehr engagiert gespielt und haben uns wieder nicht dafür belohnt. Wir hatten wieder Chancen, haben sie aber nicht genutzt und kriegen in einer entscheidenden Situation das Gegentor - und das ist verdammt bitter."

Dominic Maroh (1. FC Nürnberg): "Das Gegentor geht auf meine Kappe! Ein 0:0 wäre für uns mehr als verdient gewesen!"

Werder Bremen - FSV Mainz 05 0:3

Clemens Fritz (Werder Bremen):"Eine sehr deutliche und bittere Niederlage. Wir haben katastrophale Fehler gemacht."

Thomas Schaaf (Trainer Werder Bremen): "Das Spiel heute hat aufgezeigt, dass wir in den entscheidenden Situation nicht bissig genug waren, dass wir zwar wieder unheimlich viel gelaufen sind. Aber wir müssen dann die Situationen für uns entscheiden, wir müssen zum Tor kommen, müssen den Torerfolg haben und müssen unser Tor auch verteidigen."

Thomas Tuchel (Trainer Mainz 05) über Doppeltorschütze Eric Maxim Choupo Moting: "Er hat das Potenzial und macht eine gute Entwicklung durch. Er ist in der Rückrunde ein sehr effektiver Spieler. Ich bin sehr zufrieden mit ihm."

Hertha BSC - VfL Wolfsburg 1:4

Otto Rehhagel (Trainer Hertha): "Wir sind alle riesig enttäuscht, weil wir Riesenmöglichkeiten nicht genutzt haben. Wenn man da unten steht, zittert vielleicht etwas der Fuß vor dem Tor. Wir haben uns praktisch selbst geschlagen. Durch Nachlässigkeiten in der Abwehr haben wir den Gegner aufgebaut. Das Wichtigste ist, die Jungs jetzt wieder aufzubauen und ihnen zu sagen, dass wir noch alle Chancen haben: Hertha ist noch nicht abgestiegen! In den nächsten Spielen müssen wir besser in der Abwehr spielen und die Chancen besser nutzen."

Felix Magath (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir haben glücklich gewonnen. Das 4:1 täuscht über den Spielverlauf hinweg. Offensiv waren wir gut, defensiv war es eine schwache Vorstellung. Wir müssen uns bei Diego Benaglio und beim Fußballgott bedanken, dass wir das Spiel gewonnen haben."

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