Bundesliga - 28. Spieltag

Mainz eiskalt, Rückschlag für Werder

SID
Samstag, 31.03.2012 | 17:35 Uhr
Zwei Tore in 45 Minuten: Choupo Moting war von Bremen nicht zu stoppen
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
So12:00
Tosu -
Urawa
CSL
So13:35
Guangzhou -
Hebei
Serie A
So21:00
Gremio -
Corinthians
Serie A
So21:00
Ponte Preta -
Palmeiras
Primera División
So21:15
Boca Juniors -
Unión Santa Fe
Serie A
So23:30
Bahia -
Flamengo
Serie A
Mo00:00
Chapecoense -
Atlético Mineiro
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta

Werder Bremen geht im heißen Kampf um die Europapokal-Plätze die Puste aus. Nachdem es vor einer Woche daheim gegen Augsburg nur zu einem Unentschieden gereicht hatte, mussten die Hanseaten am Samstag im Weserstadion beim 0:3 (0:1) gegen Mainz 05 sogar alle drei Punkte abgeben.

Trotz stürmischer Unterstützung der 40.132 Zuschauer und großem kämpferischen Einsatz konnten die Bremer die Tore von Adam Szalai (19. Minute) und Eric-Maxim Choupo-Moting (48./74.) nicht ausgleichen.

Für Mainz war es erst der zweite Auswärtssieg der Saison, der dem Team Luft im Abstiegskampf verschafft. "Wir sind ans Limit gegangen, das war die Grundvoraussetzung heute", sagte 05-Trainer Thomas Tuchel.

"Wenn wir so konzentriert bleiben, können wir in der Bundesliga eine gute Rolle spielen." Lob für den Sieger kam auch von Thomas Schaaf: "Der Sieg war vollauf verdient. Nach dem Gegentor sind wir völlig von unserem Spiel abgekommen." Schaafs Urteil: "Wir sind wieder viel gelaufen, waren aber nicht bissig genug."

Bremens Claudio Pizarro ging diesmal leer aus. Der Peruaner, der nach seiner "Backpfeifen-Sperre" wieder mitwirkte und in zuvor vier Spielen gegen Mainz vier Treffer erzielt hatte, traf zwar in der 64. Minute - doch das Tor zählte nicht, weil der 33-Jährige die Hand zu Hilfe genommen hatte. Am Ende brachte es Kapitän Clemens Fritz auf den Punkt: "Das ist ein ganz bitterer Tag."

Glänzender Ivanschitz

Werder schien aus den letzten Wochen nichts gelernt zu haben. Wie beim 1:1 gegen Augsburg begann das Spiel nach bekanntem Muster: Stürmende Bremer schafften es nicht, sich hochkarätige Torchancen herauszuarbeiten und kassierten stattdessen bei einem der geschickt vorgetragenen Konter der Mainzer das 0:1.

Der beste Mainzer, der Österreicher Andreas Ivanschitz, spielte Szalai glänzend frei, der umkurvte im Strafraum noch Affolter und ließ Wiese mit seinem strammen Schuss unter die Latte keine Abwehrmöglichkeit.

Tim Wiese war neben Pizarro und Bargfrede einer von drei Rückkehrern im Bremer Team. Mit ein wenig Glück hätte Bargfrede in der 13. Minute die Führung geschafft. Doch sein Kopfball knallte gegen den Pfosten - und der Werder-Sechser muss weiter auf seinen ersten Bundesligatreffer warten. Auch Pizarro hatte Pech mit einem Kopfball (5.) und blieb den Rest der ersten Halbzeit blass.

Wählt hier Euren MAN des 28. Spieltags

Tuchel hatte mit seiner Taktik den Nerv der Bremer getroffen. Er begann ohne seine besten Torschützen, Choupo-Moting und Zidan, doch eine nur auf Defensive ausgerichtete Mainzer Mannschaft bedeutete das noch lange nicht. Schon nach sieben Minuten schreckte Ivanschitz die Bremer auf, nachdem Affolter den Ball vertändelt hatte. In der 40. Minute ließ Ivanschitz einen Pfosten-Freistoß folgen.

Kein Schiedsrichter-Pfiff für Hartherz

Torschütze Szalai, der sich bei einem Zusammenprall mit Sokratis verletzt hatte, musste kurz vor der Pause Choupo-Moting Platz machen. Werders Nationalspieler Marin kam erst nach der Pause für Rechtsverteidiger Ignjovski, für den Fritz in die Viererkette zurückging. Doch bevor sich der Wechsel bemerkbar machen konnte, lagen die Bremer schon 0:2 zurück.

Hartherz ging im Zweikampf mit Choupo-Moting im Werder-Strafraum zu Boden, doch der erwartete Pfiff von Schiedsrichter Knut Kircher blieb aus, und der Mainzer verwandelte die sich bietende Chance gnadenlos.

Im gellenden Pfeifkonzert der Zuschauer reagierte Schaaf und brachte Naldo für Affolter und den Torschützen der Vorwoche, Füllkrug, für Trybull. Doch mehr als das zurückgepfiffene Tor von Pizarro sprang nicht heraus.

Nach einem Missverständnis zwischen Wiese und Fritz traf Choupo-Moting in der 74. Minute zum 3:0 - es war sein Saisontreffer Nummer zehn. Mit nur einem Sieg (gegen Hannover) in der Rückrunde sind Werders Europapokal-Ziele in großer Gefahr. Und leichte Spiele bekommt Werder auch daheim nicht mehr - es geht gegen Gladbach, Bayern und Schalke.

Bremen - Mainz: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung