Magaths Geständnis

"Ich will Meister werden"

Von Vincent Alberola
Sonntag, 13.07.2008 | 16:17 Uhr
Bayern, Bundesliga, Fussball, Wolfsburg, Wölfe, Magath
© Getty
Advertisement
International Champions Cup
Di13:35
Der Härtetest für den FC Bayern München
International Champions Cup
SoLive
Juventus -
Barcelona
International Champions Cup
So02:05
PSG -
Tottenham
CSL
So13:35
Shanghai Shenhua -
Beijing Guoan
Superliga
So18:00
Midtjylland -
Silkeborg
Super Liga
So19:00
Roter Stern -
Radnicki
Serie A
So21:00
Fluminense -
Corinthians
International Champions Cup
So23:05
Real Madrid -
Man United
Serie A
Mo00:00
Atletico Mineiro -
Vasco Da Gama
International Champions Cup
Mo14:05
Inter Mailand -
Lyon
International Champions Cup
Di13:35
Chelsea -
FC Bayern München
Club Friendlies
Di19:00
Hannover 96 -
Wolfsberger AC
Copa Sudamericana
Mi00:15
Chapecoense -
Defensa y Justicia
International Champions Cup
Mi02:05
Tottenham -
AS Rom
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Sport Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
First Division A
So14:30
Mechelen -
Lüttich
Emirates Cup
So15:00
Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
So22:30
Bayer Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar
First Division A
Fr20:30
Lüttich -
Genk
Championship
Fr20:45
Sunderland -
Derby
J1 League
Sa12:00
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Sa13:30
Celtic -
Hearts
Championship
Sa16:00
Fulham -
Norwich
Ligue 1
Sa17:00
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Sa18:30
Tottenham -
Juventus
Championship
Sa18:30
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Sa20:00
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Sa20:00
Montpellier -
Caen
Ligue 1
Sa20:00
Troyes -
Rennes

München - 25 Millionen hat der VfL Wolfsburg in der Sommerpause für Transfers ausgegeben - so viel wie kein anderer Bundesligist. Unter Wölfe-Coach Felix Magath plant der Klub nun den Großangriff auf die Ligaspitze.

"Ich will Meister werden", verkündet Trainer und Manager Magath voller Überzeugung im Interview mit der "Welt". Große Worte für die ehemals graue Maus aus Wolfsburg.

Dass hinter der großspurigen Ankündigung aber tatsächlich ein durchaus ernstzunehmendes System steckt, verdanken die Niedersachsen vor allem ihrem ambitionierten Macher.

Felix' Problem mit der Wolfsburger Polizei

Umso mehr bringt es Magath in Rage, dass beim Fastabsteiger der Saison 2006/2007 offenbar nicht alle an einem Strang ziehen, um die Wölfe zu einem Spitzenverein zu formen.

"In der abgelaufenen Saison habe ich in Wolfsburg erfahren müssen, dass zwar VW voll und ganz hinter dem VfL steht. Aber im Umfeld des Vereins, in der Stadt, ist es offenbar nicht klar geworden, was hier aufgebaut werden soll", ärgert sich der 54-Jährige.

Einmal in Fahrt macht Magath auch vor der Wolfsburger Polizei nicht halt, die dem Vorhaben "Großangriff" nicht immer hilfreich gegenüberstehe.

"Beispielsweise wurden wir von der Polizei dazu gezwungen, zwei Tage vor einem wichtigen Bundesligaspiel die Amateure im Stadion spielen zu lassen, obwohl der Boden vom Regen total durchgeweicht war. Da haben einige nicht verstanden, was es bedeutet, mit den ganz Großen zu konkurrieren. Wir brauchen größere Unterstützung", beschwert sich Magath und fügt hinzu: "Diesen Vorsprung können wir nicht aufholen, wenn nicht alle hinter dem VfL stehen und mithelfen. Die Wolfsburger müssen sich zum VfL bekennen. Das muss doch auch im Sinne der Stadt sein."

Magath will langfristig Spitzenfußball nach Wolfsburg bringen. Das Image als reine Autostadt soll auf lange Sicht abgelegt werden: "Wolfsburg hat die einmalige Chance, nicht mehr nur mit VW assoziiert zu werden, sondern auch mit Spitzenfußball. Aber diese Chance kann schnell verspielt werden."

Kann Magath die Wölfe in der Liga-Spitze etablieren? Jetzt nachrechnen!

Weg vom Sponsor VW

Lange galt der VW-Konzern als Lebensversicherung und unerschöpfliche Geldquelle der Wölfe. Doch inzwischen fürchtet Magath, dass durch den mächtigen Hauptsponsor die Entwicklung hin zum Spitzenfußball gestört wird.

"Bisher war es so, dass sich hier alle auf den Konzern verlassen haben. Das hat den VfL daran gehindert, richtig gut zu werden. Der Verein muss eigenständiger werden. Aber wenn VW der einzige Unterstützer bleibt, schaffen wir es nicht, den Klub in die europäische Spitze zu bringen. Der VfL muss sich durch Erfolg selbst finanzieren."

Seitenhieb in Richtung Klinsmann

Was es heißt, einen Verein umzukrempeln, um ein großes Ziel zu verfolgen, hat zuletzt auch sein Kollege und neuer Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann gezeigt.

Doch wie schon zu seiner eigenen Amtszeit als Coach des Rekordmeisters, hält Magath nicht viel von neumodischen Trainingsmethoden und kann sich einen kleinen Seitenhieb in Richtung München nicht verkneifen: "Jeder Trainer muss seinen eigenen Weg mit seinen eigenen Methoden finden. Auf meinem Weg hat Buddha keinen Platz."

Bayern und Buddha - Klinsmanns neues Reich in Bildern

Kein Freund von technischen Hilfsmitteln

So überrascht es nicht weiter, dass der Traditionalist Magath auch von Simultandolmetschern wie unter Klinsmann nichts hält: "Bei uns ist Deutsch Amtssprache. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass ein Ausländer sich bemühen sollte, sich in die Umgebung einzuleben, wenn er hier sein Geld verdienen will."

Vor allem die beiden italienischen Neuzugänge Cristian Zaccardo und Andrea Barzagli dürfen sich angesprochen fühlen.

Setzen sich Zaccardo und Barzagli bei den Wölfen durch? Jetzt überprüfen im SPOX-Spieler-Rating für Online-Manager

Die neuen sportwissenschaftlichen Methoden sieht Magath übrigens überaus kristisch.

"Aus meiner Sicht zeigen diese technsichen Hilfsmittel die große Unsicherheit, die unter den Trainern herrscht, weil ihre Position immer schwächer wird. Da suchen sie Hilfe in solchen digitalen Trainingsdokumentationen, um sich rechtfertigen zu können, dass sie alles unternommen haben. Ich glaube, dass wir im Fußball eher zu viele Informationen haben, nicht zu wenig."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung