Freitag, 26.09.2008

Effenberg kritisiert Hierarchie bei Bayern

Van Bommel wird demontiert

Die Verbannung von Kapitän Mark van Bommel auf die Bank kann laut Stefan Effenberg weitreichende Folgen für den FC Bayern München haben.

Stefan Effenberg Bayern München
© Getty

"Die Hierarchie ist dahin. Wenn du als Kapitän Ersatzspieler bist, ist es verdammt schwer, von deinen Mitspielern ernst genommen und als Leader anerkannt zu werden", sagte Effe der "Bild"-Zeitung.

Gas geben, bis es knallt

Van Bommels Situation schätzt der Bayern-Kapitän der Jahre 1999 bis 2002 dramatisch ein.

"Es fängt an, eine Demontage zu werden. Er saß in dieser Saison schon bei zwei Pflichtspielen auf der Bank. Und das als verlängerter Arm des Trainers - das kann nicht sein. Als Kapitän darfst du nicht am Anfang der Saison der Rotation zum Opfer fallen und damit automatisch infrage gestellt werden."

Allerdings gibt der 40-Jährige van Bommel eine Teilschuld: "Er sollte nicht mehr so viele Späße mit den Mitspielern machen, sondern als Kapitän eine gewisse Distanz zu den Mitspielern haben. Er muss jetzt auf dem Platz Gas geben und sich mit Händen und Füßen wehren, bis es knallt."

Laut Miroslav Klose und Andreas Ottl hat van Bommel indes keinen Autoritätsverlust zu befürchten.

Klose, Schweini oder Lahm

Für Effenberg gibt es im gesamten Bayern-Kader aber ohnehin keinen Spieler, der die Anforderungen des Kapitäns (Effe: "Der muss auch mal eine Sau sein") erfüllt.

Am ehesten seien Miroslav Klose, Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm für die Aufgabe geeignet. "Sie haben viele Länderspiele und so in der Öffentlichkeit ein gutes Standing", so Effe.

SPOX

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