Zehn Thesen zur Hinrunde

Vom Suchen und Finden der Liebe

Von Stefan Moser
Dienstag, 18.12.2007 | 09:59 Uhr
stuttgart, vfb, stadion
© Getty
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München - Des Rätsels Lösung, die Rückkehr des FC Hollywood und die Unbekömmlichkeit der Höhenluft: Die Thesen sechs bis zehn.

6. Des Rätsels Lösung heißt Bojan Prasnikar.

Einen neuen Trainer für Cottbus zu finden, war für Präsident Uwe Lepsch und Manager Steffen Heidrich aber mal eine richtig knifflige Denksportaufgabe. Die Fans tobten nach der Entlassung von Volksheld Petrik Sander, die Mannschaft war nach nur zwei Punkten aus sieben Spielen völlig verunsichert - und dann sagte auch noch Jürgen Kohler kurzfristig ab.

Mit Bojan Prasnikar aber zauberten die Lausitzer zur allgemeinen Überraschung einen in Deutschland weitestgehend unbekannten, und mithin auch unbelasteten, Nachfolger aus dem Hut - und landeten einen absoluten Volltreffer. Unter dem Slowenen kam Energie zu drei Siegen, vier Remis und nur drei Niederlagen und feierte beim 5:1 gegen Hannover den höchsten Bundesligasieg der Vereinsgeschichte. Außerdem gibt Prasinkar überaus charmante Pressekonferenzen, trägt eine schicke Pelzjacke und macht dabei eine äußerst glückliche Figur.

7. Wer sucht, der findet.

Bochum bleibt der Schnäppchen-Jäger der Bundesliga. Der letztjährige Billigimport Theofanis Gekas wurde gewinnbringend nach Leverkusen verkauft, also musste ein Ersatzmann her.

Mit Stanislav Sestak zog Manager Stefan Kuntz erneut einen absoluten No-Name an Land - und traf damit wieder voll ins Schwarze: Acht Tore und sieben Assists sammelte der Slowake in 17 Partien.

Doch nicht nur in Bochum liegen Billiglösungen im Trend. Etliche Erstligisten leisteten vor der Saison offenbar ganze Arbeit in ihren Scoutingabteilungen und verpflichten bis dato eher unbekannte Spieler, die sich schnell zu echten Leistungsträgern entwickelten: Dimitar Rangelov (Cottbus), Manasseh Ishiaku (Duisburg), Orestes (Rostock) oder Christian Timm (Karlsruhe) als Beispiele.  

8. Der FC Hollywood ist wieder da.

Alles beim Alten in München: Die größten Probleme an der Säbener Straße stammen, richtig, aus der Säbener Straße selbst. Der Vorstand kritisiert den Trainer, der Trainer kritisiert den Vorstand, der Kapitän schimpft auf die Kollegen, der Erfahrene prangert die Jugend an, und alles immer schön öffentlich.

Zu guter Letzt beleidigt Uli Hoeneß auf der Mitgliederversammlung dann auch noch die eigenen Fans und posaunt mal eben en passant ins Mikro, dass so ein Fußballspiel vor allem dazu dient, den oberen Zehntausend "das Geld aus der Tasche zu ziehen". Weil der Kopf, aus dem das alles heraussprudelte, dabei aber so herrlich rot leuchtete, blieb der zynische Gehalt seiner Wutrede weitestgehend ungehört.

9. Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben.

Dass die Weser ein Auffangbecken für fußballerische Sorgenkinder ist, ist hinlänglich bekannt. Von daher kam es auch nicht überraschend, dass sich Boubacar Sanogo bei Werder Bremen zum Toptorjäger entwickelte, obwohl er beim HSV im Sommer erst mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt worden war.

Doch ein Tapetenwechsel wirkte in dieser Hinrunde für viele Spieler wahre Wunder. Etliche blühten in neuer Umgebung förmlich auf. Am auffälligsten Mike Hanke (von Wolfsburg nach Hannover), Andreas Görlitz (von den Bayern zum KSC) und Jermaine Jones (von Frankfurt nach Schalke).

10. Die Höhenluft bekommt nicht jedem.

Meister Stuttgart kam nur äußerst mühsam auf Betriebstemperatur. Zwar hatte der VfB dabei mit einer unsäglichen Verletztenmisere zu kämpfen, andererseits ist das Phänomen bei den Schwaben durchaus gut bekannt. Nach der Meisterschaft 1984 landete Stuttgart im Folgejahr nur auf Platz zehn. 1992 folgte nach dem Titel der Absturz auf Rang sieben.

Viel bedenklicher ist diese Tendenz jedoch für den Pokalsieger aus Nürnberg. Den letzten Titel, den sich der Club vor 2007 holte, war die Meisterschaft 1968 - im Jahr darauf folgte der Abstieg. Und prompt steckt Nürnberg auch schon wieder mitten im Abstiegskampf.

Hier geht's zurück zu den Thesen Nummer 1 bis 5!

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