Donnerstag, 31.01.2008

Mirko Slomka hadert

Neulinge lassen Wolfsburg jubeln

Wolfsburg - Zwei Jungwölfe haben dem VfL Wolfsburg das erste nachhaltige Erfolgserlebnis unter Felix Magath verschafft und die Hoffnungen auf eine gute Rückrunde genährt.

Karimow
© Getty

"So ein Sieg hat uns gefehlt. Diese Leistung wird Selbstsicherheit geben für die kommenden Aufgaben. Schalke war etwas reifer. Wir aber haben mit mehr Herz gekämpft und gespielt", sagte Wolfsburgs Cheftrainer nach dem 5:3 im Elfmeterschießen über den FC Schalke 04, mit dem sich der VfL zum zweiten Mal nacheinander ins DFB-Pokal-Viertelfinale schoss. Nach 90 Minuten und der Verlängerung hatte es 1:1 gestanden.

Karimow total cool

Eigengewächs Sergej Karimow (im Bild) durfte sich dabei als einer der beiden Pokalhelden fühlen und von den 25.831 Zuschauern feiern lassen. Der erst im Dezember 2007 von Magath zum Profi beförderte Linksverteidiger rettete den VfL mit seinem Last-Minute-Tor zunächst in die Verlängerung.

Dann behielt der 20-Jährige auch im Elfmeterschießen die Nerven und verwandelte den letzten Strafstoß. "Ich habe einfach alles ausgeblendet, mir vorher überlegt, wohin ich schieße. Das ist unglaublich", meinte Karimow und kassierte ein Extralob seines in dieser Hinsicht nicht eben großzügigen Sportchefs: "Hut ab, wie er den rein gemacht hat."

Benaglio bleibt bescheiden

Streicheleinheiten hatte Magath auch für seinen neuen Torhüter Diego Benaglio übrig, der sich nach anfänglich leichtem Nervenflattern prächtig steigerte und im Elfmeterschießen den entscheidenden Elfmeter hielt.

Die aber gab der 24-Jährige gleich weiter. "Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen. Deshalb sehe ich mich absolut nicht als Held heute Abend", bestimmte der Schweizer nach seinem Pflichtspieldebüt für den VfL.

Und er richtete den Blick wenige Minuten nach dem glücklichen Pokal-Moment auf den Liga-Alltag: "In Bielefeld müssen wir uns wieder neu konzentrieren."

Schalke verschenkt Weiterkommen 

Die unterlegenen Schalker verschenkte das Weiterkommen nach der frühen Führung von Peter Lövenkrands (27. Minute) in den Schlusssekunden.

"Natürlich ist es gut für mich, dass ich mal wieder getroffen habe. Aber so ein Tor ist egal, wenn die Mannschaft verliert", befand der Angreifer.

In der Tat: Schalke verpasste es in der zweiten Halbzeit, bei einem der gefährlichen Konter das zweite Tor und damit die Vorentscheidung zu erzwingen. "Da hätten wir alles klar machen können", haderte Trainer Mirko Slomka nach dem unnötigen Aus.


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