Formel 1: Kommentar zum neuen Motoren-Reglement

Wie Motörhead im Musikantenstadl

SID
Samstag, 30.04.2016 | 21:37 Uhr
Mehr Power, mehr Action, mehr Spannung? Gern! Aber bitte nicht noch mehr Künstliches
© getty
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Die Formel-1-Bosse haben sich im letzten Moment auf neue Regeln geeinigt. Bis zum 30. April hatten sie dafür Zeit, am 29. April wurden die letzten Regularien offiziell verkündet. Ein Beschluss klingt wie ein schlechter Aprilscherz: Der Sound der Autos wird künftig künstlich generiert. Das widerspricht der DNA des Motorsports.

Besonders das Motorenreglement dürfte die Fans und kleineren Teams auf den ersten Blick freuen: Kostenreduktion, Liefergarantie für sämtliche Teams, Angleichung der PS-Leistung von allen Herstellern. Jedes Team kann also wieder durch eigene harte Aerodynamik-Arbeit einen Vorteil generieren.

Nur den vierten Punkt scheint bisher jeder zu übersehen. Spätestens ab der Saison 2018 sollen Lautsprecher die Formel 1 lauter machen. Ein "Standard PU Exhaust Sound Generator" soll eingeführt werden, also ein einheitliches Bauteil am Auspuff, das Klangwellen erzeugt.

Wie das aussehen könnte? Der Druck am Rohr wird gemessen, zeitgleich wird über einen Lautsprecher Ton abgesondert. Das gibt es schon, beispielsweise bei Elektrokarts, einige Autohersteller benutzen in ihren Sportmodellen Aktoren, die im perfekt schallgedämmten Innenraum sportliche Motorengeräusche auf Basis von Daten der Steuergeräte vorspielen.

Wie Lemmy im Musikantenstadl

Doch künstliche Klangerzeugung in der Formel 1? Das ist wie Lemmy Kilmister im Musikantenstadl oder Andrea Berg bei Rock am Ring. Es passt einfach überhaupt nicht zusammen.

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Die Formel 1 hat sich für ein Motorenkonzept entschieden, dass Effizienz in den Vordergrund stellt, und es zur Saison 2014 eingeführt. Lautstärke entsteht durch Energie, die durch den Auspuff hinausgeblasen wird. Wenn die Energie dort regeneriert wird, sinkt der Pegel - zumal die aktuellen Auspuffrohre weit weniger Druck und damit Resonanz erzeugen als zu früheren Zeiten.

Ob das Motorenkonzept zur Formel 1 passt, muss jeder für sich entscheiden - schließlich war die Königsklasse des Motorsports einmal wesentlich mehr Sprintrennen als die heutige Langstreckeneffizienzkontrollfahrt. Das muss nicht falsch sein in einer Zeit, in der Verantwortung gegenüber der Natur und Nachhaltigkeit das größte Marketingziel überhaupt sind und Spaß sowie die Zurschaustellung von Luxus öffentlich abgelehnt werden.

Imitiert Tesla etwa Lamborghini?

Den Zuschauern spätestens aber der Saison 2018 zu suggerieren, dass die Hybrid-Triebwerke so laut wie die abgeschafften Verbrenner, ist eindeutig der falsche Weg. Es ist, als würde Tesla sein Spitzenmodell mit Lautsprechern ausstatten, um den Sound eines Lamborghinis zu imitieren. Kurz: Verarschung der Zuschauer.

Schon jetzt verlieren Motorsport-Fans das Interesse an ihrem Sport, weil sie die aktuelle Formel 1 für zu künstlich halten. Die Pirelli-Reifen bauen auf Weisung der Formel-1-Chefs schnell ab, statt die bestmögliche Performance zu liefern. Der klappbare Heckflügel macht das Überholen so beliebig, dass ein Manöver nichts mehr wert ist. Nun kommt auch noch künstlicher Sound dazu.

Die Entscheidung wird die Kritik an der Formel 1 nicht beseitigen, sie wird sie verschärfen. Wenn die aktuelle Technik alternativlos ist, hätten die Regelhüter das Promotern klar machen müssen, statt das Produkt zu verwässern. Mehr Lautstärke durch einen anderen Auspuff? Gerne. Aber nicht durch zusätzliche, unnötige Bauteile. Das widerspricht der DNA des Motorsports.

Der Rennkalender der Formel 1

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