Freitag, 29.04.2016

FIA hat entschieden

Motoren ab 2017 lauter und billiger

Das Tauziehen um das Regelwerk für die Formel-1-Saison 2017 ist beendet. Kurz vor dem Ablauf der Deadline am Samstag einigte sich die Formel-1-Kommission nach dem Aerodynamik-Reglement auch auf die Motoren-Regeln. Dies gab die FIA am Freitagnachmittag bekannt.

Die Formel 1 wird sich ab der nächsten Saison verändern
© getty
Die Formel 1 wird sich ab der nächsten Saison verändern

Der Motorsport-Weltrat hat die Vorlagen bereits für die kommenden beiden Jahre ratifiziert.

Die Aggregate werden demnach für Kundenteams zur kommenden Saison eine Million Euro günstiger, 2018 wird der Preis um weitere drei Millionen Euro reduziert. Die Anzahl der jährlich einsetzbaren Motoren für alle Rennställe soll zugleich abnehmen. In dieser Saison liegt das Limit bei fünf.

Auch hat jedes Formel-1-Team künftig ein Anrecht auf einen Motor. Ein Fall wie der von Red Bull, das Ende des Vorjahres zunächst ohne Motor für 2016 dastand, ist damit ausgeschlossen. Damit ist die Einführung eines Alternativmotors vom Tisch.

Zugleich wurde beschlossen, die Motoren der vier Hersteller (Mercedes, Ferrari, Renault, Honda) durch Vorschriften hinsichtlich Maßen, Gewicht oder Material anzugleichen. Dafür dürfen die Hersteller ab der kommenden Saison die Aggregate wieder beliebig oft weiterentwickeln.

Wieder mehr Sound geboten

Die Fans erhalten ebenfalls ein Bonbon: Die Motoren sollen spätestens 2018 mit Soundgeneratoren ausgestattet werden, welche die V6-Motoren wieder deutlich lauter machen.

Die Formel-1-Kommission, der neben Promoter Bernie Ecclestone und der FIA auch die Teams sowie Sponsorenvertreter und Streckenbetreiber angehören, hat damit die wesentlichen Wünsche des Dachverbandes, der kleineren Teams und auch der Fans erfüllt.

Auf das Design hatte sich die Formel-1-Kommission bereits am Dienstag geeinigt. Die Autos werden 2017 20 cm breiter. Auch Frontflügel (plus 15 cm) und Heckflügel (plus 20 cm) werden breiter werden, letzterer soll zugleich 15 cm tiefer abschließen. In Kombination mit etwa 20 kg mehr Gewicht und breiteren Reifen werden um bis zu fünf Sekunden schnellere Rundenzeiten erwartet.

Die aktuelle WM-Wertung

Das könnte Sie auch interessieren
Das ehemalige Team von Pascal Wehrlein war seit 2010 bei der Formel 1 dabei

Manor vor endgültigem Aus

Sebastian Vettel ist optimistisch, was die neue Saison betrifft

Vettel: "Ferrari viel weiter, als viele Leute glauben"

Paul Di Resta fuhr bislang 58 Rennen in der Formel 1

Di Resta bleibt Ersatzfahrer bei Williams


Diskutieren Drucken Startseite
Trend

Breitere Reifen, breitere Autos. Wird die Formel 1 durchs neue Reglement spannender?

Michael Schumacher wurde 1997 mit einem zwei Meter breiten Ferrari Weltmeister in der Formel 1
Ja
Nein
Interessiert mich nicht
Top 5 gelesene Artikel
Top 3 gelesene Artikel - Formel 1

www.performgroup.com

Copyright © 2017 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.